Vergangene Veranstaltungen
Hier finden Sie eine Übersicht unserer vergangenen Veranstaltungen:
Marco Politi, Vatikanjournalist, Rom
Gemeinschaftsprojekt der Katholischen Erwachsenenbildung und der Deutsch-Italienischen Gesellschaft Hildesheim
in Kooperation mit
dem Museumsverein, den „Europagesprächen“ des Instituts für Geschichte, dem Institut für Katholische Theologie der Universität
und dem Verein für Geschichte und Kunst im Bistum Hildesheim
Eintritt 5€
Für Mitglieder der Deutsch-Italienischen Gesellschaft, der Katholischen Erwachsenenbildung, Studierende und Gäste von „Kultur Leben“ frei
Es handelt sich um den für den 9.November geplanten Vortrag, der wegen einer Erkrankung ganz kurzfristig abgesagt werden musste
Papst Franziskus hat von Anfang seines Pontifikates an Partei für die Armen und Ausgegrenzten ergriffen und in bislang nie dagewesener Deutlichkeit Nein zu einem Wirtschaftssystem gesagt, das Menschen ausschließt, allein dem Geld huldigt, die Menschen beherrscht statt ihnen zu dienen und dadurch Gewalt produziert. Er betont immer wieder, dass Krieg nicht zur wahren Lösung von Konflikten beiträgt, sondern Vernichtung, Vertreibung und Unheil zur Folge hat. Deshalb setzt sich der Papst für friedliche Lösungen ein und sucht auch den Frieden und Dialog im Umgang mit anderen Religionen. Eine derart klare Position ist nicht unumstritten. Sie fordert all die heraus, die Gewinnsucht und Eigennutz zur Devise machen. In kirchlichen Kreisen wirft man dem Papst vor, nicht genügend die Kirche, ihre Interessen und die kirchliche Lehre in den Vordergrund zu stellen. Der Vortrag wird die Politik des Papstes sowie die Kritik an ihm analysieren und ein erstes Fazit seines Pontifikates ziehen.
Marco Politi ist einer der bekanntesten Journalisten, die sich mit der Politik der letzten Päpste kritisch auseinandergesetzt haben. Er schrieb 20 Jahre für die italienische Tageszeitung La Repubblica und war für das Blatt Berichterstatter aus dem Vatikan. Später wechselte er zum Il Fatto Quotidiano. Als Gastautor schrieb er zudem für DIE ZEIT und die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Seine Bücher „Seine Heiligkeit. Johannes Paul II.“ und „Die Geheimdiplomatie des Vatikans“ (1997); „Benedikt. Krise eines Pontifikats“ (2012) und „Franziskus unter Wölfen. Der Papst und seine Feinde“ (2015) gehören zu den wichtigsten Analysen päpstlicher Politik der letzten Jahrzehnte.
Cai-Adrian Boesken, ehemaliger Präsident der VDIG, Kassel
Donnerstag, 13. Februar , 19,30
Riedelsaal der VHS, Pfaffenstieg 4
In Kooperation mit der VHS
Eintritt 5€, Studenten und Schüler 2€,
Gäste von „KulturLeben /Kulturloge“ und Mitglieder frei
„Es gibt über Venedig bekanntlich nichts mehr zu sagen“, meinte einmal der irisch-amerikanische Schriftsteller Henry James. Und nun doch ein weiterer Vortrag?
Es ist doch wirklich schon alles geschrieben und gesagt worden!
Sinn dieses Vortrages soll es nicht sein, Bekanntes zu wiederholen oder zu vertiefen, sondern die einzigartige mystische Atmosphäre der Lagunenstadt, die wie keine andere Stadt Schönheit, Sinnlichkeit und Vergänglichkeit verkörpert, durch eher unbekannte Örtlichkeiten und Schauplätze, durch Anekdoten und Legenden zum Leben zu erwecken.
Dabei darf der historische venezianische Karneval, der wie kein zweites Fest geheimnisvolles und Unergründliches beinhaltet, natürlich nicht fehlen.
Einen besonderen „Leckerbissen“ dürfte auch das Bildmaterial darstellen, das ganz auf das Thema zugeschnitten wurde und zum Teil in den dunklen, nebligen Jahreszeiten oder zur Nachtzeit gefertigt wurde.
Am Sonntag, 26.1.2020, bietet unsere Braunschweiger Schwestergesellschaft eine Winterwanderung im Harz an. Das Ziel ist der Burgberg bei Bad Harzburg, wo gemeinsam gewandert und gegessen wird, bestimmt auch Braunkohl. Die Auffahrt auf den Burgberg erfolgt per Seilbahn, die Anreise per PKW oder Zug. Ich habe die Wanderung im letzten Jahr mitgemacht und wir hatten damals, Anfang Februar, auch noch etwas Schnee. Unser Ziel war damals die Steinbergalm bei Goslar, wo wir nach dem Aufstieg gut und rustikal gegessen haben. Wer sich also nach den Weihnachtsschlemmereien körperlich bewegen möchte, kann gern mit den Braunschweigern wandern. Nähere Informationen gibt es auch beim Vorstand der DIGHi bzw. der DIKG Braun-schweig. In Zukunft wollen unsere beiden Gesellschaften vermehrt zusammenarbeiten und diese Veranstaltung soll ein Baustein auf dem Weg zu einer engeren Kooperation sein. Wenn Sie Interesse an den Veranstaltungen unserer Schwestergesellschaft haben, können Sie über die Website www.dikg-braunschweig.de auch den Newsletter abonnieren, der regelmäßig erscheint. (Heidemarie Zentgraf)
Gemeinschaftsprojekt der „IfG Special Lectures“ des Instituts für Geschichte der Universität Hildesheim, Prof. Dr. M. Gehler
Italien als Besatzungsmacht am Balkan
Italiener auf dem Balkan. Besatzungspolitik auf dem Balkan.
Mit Buchpräsentation
Dr. Karlo Ruzicic-Kessler, Bozen
Donnerstag, 23. Januar 2020, 18,15
IHK, Raum 104, Hindenburgplatz 20
Eintritt frei
Als Deutschland 1941 Jugoslawien zerschlug, war auch Italien zur Stelle. Italienische Truppen besetzten beträchtliche Teile des Landes und etablierten dort bis 1943 ein brutales Besatzungsregime – in Kooperation mit dem deutschen „Achsen“-Partner, im Konflikt mit den kroatischen Verbündeten und in schärfster Konfrontation mit den kommunistischen Partisanen. Auf Basis bislang unbeachteter Quellen analysiert Karlo Ruzicic-Kessler dieses schreckliche Kapitel der europäischen Geschichte auf dem Balkan, das unzureichend aufgearbeitet wurde und das deshalb bis heute nachwirkt
Intensivführung (90 Min)
durch die neue Sonderausstellung
im Roemer-Pelizaeus Museum
Freitag, 10. Januar 2020, 15,00 Uhr
Treffpunkt im Eingangsbereich des Museums um 14,50 Uhr
Eintritt Museum: Gruppenpreis (8 €)
Mitglieder des Museumsvereins oder des Freundeskreises RPM sollten ihren Mitgliedsausweis mitbringen, sie haben damit freien Eintritt,
Führung: Mitglieder frei, Nichtmitglieder 5 €
Anmeldung möglichst bald bei Dr. Vogel bei den Veranstaltungen oder Tel. 86661, Fax 032223798972 oder
Email chr.vogel@dig-hildesheim.de
Auszug aus der Website des Museums:
Voodoo
19.10.2019 – 17.05.2020
Von Mitte Oktober 2019 bis Mitte Mai 2020 wird im Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim eine ganz besondere Sonderausstellung zum Thema: „Voodoo“ gezeigt.
Voodoo ist eine zweitausend Jahre alte Religion, die ursprünglich aus Westafrika stammt. Ihre Wurzeln reichen bis in den antiken nordostafrikanischen Raum (Ägypten und Sudan). Durch den Sklavenhandel gelangte diese Religion nach Nord- und Südamerika sowie in die Karibik. Dort haben sich neue Varianten entwickelt, die unterschiedlich stark von den dortigen vorkolonialen Ursprungsreligionen sowie dem Christentum beeinfluss sind.
Voodoo hat heute weltweit ca. 60 Mio. Anhänger und ist Staatsreligion im westafrikanischen Benin sowie im karibischen Haiti. In der westlichen Welt wird Voodoo – sehr klischeehaft – als ein bizarrer polytheistischer Kult wahrgenommen. Diese Fehleinschätzung beruht auf einigen, für Außenstehende teilweise furchteinflößend wirkenden Ritualen. Tatsächlich ist Voodoo aber eine sehr friedfertige Religion, die entweder auf einen Gott oder einen Hauptgott und untergeordneten Nebengötter ausgerichtet ist. Den Gläubigen offenbart sich diese Gottheit mit Hilfe von „Geistwesen“.
Die vom 19.10.2019 bis zum 17.05.2020 gezeigte Ausstellung wird die Voodoo-Religion zum ersten Mal in ihrer Gesamtheit präsentieren und ein realistisches Gesamtbild vermitteln. Ziel ist es Verständnis für Voodoo und seine Herkunftsländer und dadurch gegenseitige Toleranz zu fördern. Dies ist vor dem Hintergrund zunehmender Migrationsbewegungen von Afrika nach Europa und von der Karibik nach Nordamerika von erheblicher, aktueller Bedeutung.
Spätestens mit Präsidentschaft Donald Trumps erlebt die Öffentlichkeit, wie die politische Meinung in weiten Teilen der Gesellschaft manipuliert wird. Politik – aber auch Konzerne – beeinflussen die öffentliche Meinung durch einen von der Psychologie abgeleiteten Mechanismus, der im Englischen als ‘Public Relation’ bezeichnet wird. Doch ist dies eine moderne Erscheinung? Der Vortrag soll aufzeigen, das auch in der griechischen und vor allem römischen Antike es die Machthaber verstanden haben, ‘ihre’ Politik nahezubringen und in der Bevölkerung eine Zustimmung, einen Konsens, zu erreichen. Wir verfügen heute nicht mehr über die Reaktion der Griechen und Römer auf die Meinungsbeeinflussung, aber die angewendeten Mittel, die Architektur, Reliefs und zu allererst die Münzen sollen vorgestellt und analysiert werden. Sie zeigen auf, dass die Meinungsbildung schon in der Antike gesteuert wurde.
Unter diesem Titel bietet das Dommuseum Hildesheim vom 1.10.19 bis 2.2.20 eine neue Sonderausstellung mit herausragenden Kunstwerken über die von Umbrüchen geprägte Zeit um 1400. Norddeutschland erlebte damals eine kulturelle Blüte, an der Hildesheim als Bischofssitz maßgeblich Anteil hatte. Diese für ganz Niedersachsen wichtige historische Epoche an der Schwelle zur Moderne wird zum ersten Mal Thema einer Ausstellung, in der die Bedeutung der regionalen Zentren in den europäischen Kontext eingeordnet wird. Die ausgestellten Kunstwerke, darunter kostbare Leihgaben aus bekannten internationalen Museen, machen deutlich, welche kulturellen und gesellschaftlichen Veränderungen es um 1400 gab. In den vier Abteilungen „Welt im Wandel“, „Stadt und Gesellschaft“, „Frömmigkeit und Bildung“ sowie „Austausch und Netzwerke“ werden auch technische Innovationen, Epidemien und die Veränderung des Stadtbildes durch den Bau großer Pfarrkirchen, Klöster und Hospitäler berücksichtigt. Glaube wird als direkter Akt zwischen Menschen und Gott definiert und allgemeine Bildung wird immer wichtiger. Hildesheim wird Teil eines europäischen Netzwerkes, was sich deutlich in vielen erhaltenen Kunstwerken spiegelt. All dies zeigt die Ausstellung vor Ort und digital durch ein neuartiges Online-Angebot, das man schon vorab unter der Adresse www.zeitenwende1400.de besuchen kann. Zeitgleich wird im Niedersächsischen Landesmuseum Hannover ein zweiter Ausstellungsteil gezeigt unter dem Titel: „Zeitenwende 1400. Die Goldene Tafel als europäisches Meisterwerk.“ (Heidemarie Zentgraf)
Die DIGHI hat für ihre Mitglieder und Freunde wieder eine 60-minütige Führung durch die Ausstellung in Hildesheim durch unser Mitglied Dr. Nico Strube organisiert. Sie findet statt am Mittwoch, 20.11. um 15 Uhr. Treffpunkt ist um 14.50 Uhr im Foyer des Dommuseums. Kosten: Eintritt 4 € (Gruppenpreis), die DIGHI übernimmt die Führungskosten für ihre Mitglieder, Gäste bitten wir um einen Beitrag von 4 €. Anmeldung bei Dr. Vogel telefonisch oder per E-Mail (05121/86661 oder chr.vogel@dig-hildesheim.de) bzw. bei den Veranstaltungen der DIGHI.
Auch in der Theatersaison 2019/2020 werden wieder regelmäßig am Samstag im Hildesheimer Kino-Center THEGA Aufführungen der Metropolitan Opera aus New York live übertragen. Darunter sind wieder einige Opern in italienischer Original-Sprache zu erleben, das komplette Programm finden Sie unter www.thega-filmpalast.de.
Der Vorverkauf hat begonnen, zu Preisen und Reservierungen informieren Sie sich bitte im Kino oder auf der oben genannten Website.
09.11.19, 19 – ca. 22.30 Uhr (2 Pausen)
Giacomo Puccini: Madama Butterfly
Mit Hui He, Elizabeth DeShong, Andrea Carè, Plácido Domingo
Dirigent: Pier Giorgio Morandi
Inszenierung: Anthony Minghella
In der Gestalt Leonardos – am 15. April 1452 in Vinci bei Empoli geboren und am 2. Mai 1519 in Chateau Cloux bei Ambroise gestorben – verkörpert sich noch heute das Ideal des „uomo universale“ durch die einzigartige Verbindung von Kunst und Wissenschaft in seinem Lebenswerk.
Nach der Lehrzeit bei dem Florentiner Bildhauer und Maler Andrea des Verrocchio – während der sich schon seine ungewöhnliche und innovative Begabung zeigte -gelangen ihm in den Zentren seines Schaffens, Florenz und Mailand, Neuerungen, die bereits zu seiner Zeit Bewunderung fanden und der Malerei, der Skulptur und der Baukunst nachfolgender Zeiten wesentliche Entwicklungslinien vorzeeichneten: Mit der Erfindung der „sfumato“- Technik eröffnete er dem Maler die Möglichkeit, i,m Portrait die seelische Stimmung der dargestellten Personen eindrucksvoll zu vergegenwärtigen und mit ihrem Umfeld zu verbinden: seine Bildkompositionen – „Anbetung der Magier“, „Felsgrottenmadonna“, „Anna Selbdritt“ u.a. – gaben der Entwicklung des Madonnen- und des religiösen Historienbildes neue, dynamische Impulse. Mit dem Mailänder „Abendmahl“ fand er die reifste Lösung dieses Themas in der italienischen Malerei: durch die Verlebendigung der einzelnen Personengruppen erreichte er eine unvergleichliche seelische Spannweite. Mit der Mona Lisa entstand ein idealer und vorbildlicher Portrait-Typus. Seinen präzisen Zeichnungen von Menschen, Tieren und Pflanzen begründeten – als Frucht intensiver anatomischer und naturkundlicher Studien – die moderne wissenschaftliche Illustration, seine genialen entwürfe als Architekt und Bildhauer blieben zwar unausgeführt, gelangten jedoch in den Zentralbauten der Renaissance und den monumentalen Reiterdenkmälern des barock zu großartiger Nachfolge!
Nach dem Erfolg der ersten Veranstaltung 2018:
Mit bekannten Solisten der Opernbühne. Moderation und Klavier GMD Werner Seitzer.
Gemeinschaftsveranstaltung der Mozartgesellschaft mit der DIG
Unser zweiter italienischer Opern-Abend widmet sich unter dem Titel VÄTER – MÜTTER – TÖCHTER – SÖHNE einem Thema, das seine unverminderte Aktualität und Brisanz behalten wird, solange es Menschen auf der Erde gibt:
die alle Spielarten von unverbrüchlicher Liebe und Anhänglichkeit bis zu hartherziger Verständnislosigkeit umfassende Skala der Gefühle, die zwischen Eltern und ihren Kindern möglich ist. Und wo ließen sich diese miteinander im Streit liegenden Emotionen eindringlicher vermitteln als im Reich der italienischen Oper?
Wie für die veranstaltende Mozart-Gesellschaft nur billig und recht, eröffnet ihr Namensgeber
diesmal den musikalischen Reigen, und zwar mit zwei ausdrucksstarken Arien aus IDOMENEO, seiner ersten italienischen Oper, die zweifelsfrei als Meisterwerk anzusprechen ist.
Natürlich steht Giuseppe Verdi, der unumstrittene Großmeister unter den italienischen Opernkomponisten mit gleich drei seiner berühmtesten Schöpfungen im Zentrum des Abends:
in RIGOLETTO, LA TRAVIATA und UN BALLO IN MASCHERA finden sich großartige Szenen,
die das Thema des Abends eindrucksvoll beleuchten. Aber auch in anderen, außerhalb ihrer italienischen Heimat weniger bekannten Meisterwerken werden die vier Gesangssolisten – zwei Soprane sowie Bariton und Tenor – gemeinsam mit Werner Seitzer zum Stichwort „O PADRE MIO – FIGLIA AMATA!“ fündig werden –
neue musikalische Favoriten sind dabei zu entdecken!
Eintritt Mitglieder 15€, Nichtmitglieder 20€.
Kartenvorverkauf im Klavierhaus Meyer, Bohlweg 6, ab 21. Oktober.
Reservierungswünsche an Dr. Huth: huth-claus@mozart-hildesheim.de oder 05163/14740, Karten werden an der Abendkasse zurückgelegt. Restkarten an der Abendkasse