Veranstaltungen: Vortrag

Veranstaltungen: Vortrag

Unsere kommenden Veranstaltungen (Kategorie Vortrag):

Kronos / Saturn und Chronos als mythische Gestalten und ihre Bedeutung für die Gegenwart

Datum: 3. September 2020

Uhrzeit: 19,30 - 21,00

Ort: Riedelsaal der VHS, Pfaffenstieg 4

Vortrag

Vortrag mit Digitalbildern
Dr. Rainer Grimm, Hannover

In Kooperation mit der VHS

In den alten Mythen ist Menschheitswissen enthalten, das selbst für unsere Gegenwart noch von Bedeutung sein kann. So haben auch die Figuren des ‚Kronos‘ (Saturn) und ‚Chronos‘ uns heute noch etwas zu erzählen. Ursprünglich waren es zwei unterschiedliche Götter – der griechische Gott Kronos und der römische Gott Saturn wurden in der Spätantike eins.
Kronos / Saturn hat bis weit in die Renaissance hinein die Menschen bewegt – als (damals) äußerster Planet des Sonnensystems galt er als der Planet der Melancholie – Menschen, die unter ihm geboren sind, galten als ‚schwerblütig‘.
Chronos ist dagegen an sich die Personifikation der ‚Zeit‘ – wie man heute auch noch an Bezeichnungen wie etwa ‚Chronometer‘ erkennen kann.
Aber beide – der Gott und die Symbol flossen bald in einer Figur zusammen. Daher hat man für Grabmäler denn auch gern die Figur des ‚Chronos/Kronos‘ gewählt.
An Hand von Bildern werden sie vorgestellt und ihr Schicksal zu dem in Beziehung gesetzt, was uns in unserer Zeit bewegt

 

 

Jenseitsvorstellungen der Antike

Datum: 1. Oktober 2020

Uhrzeit: 19,30 - 21,00

Ort: Riedelsaal der VHS, Pfaffenstieg 4

Vortrag

Vortrag mit Digitalbildern
Dr. Rainer Foß, Ratzeburg

Im antiken Griechenland gab es weder eine  dogmatische Religion noch eine orthodoxe Priesterschaft.      Dies ist ein Grund dafür, dass sich die griechische Jenseitsvorstellung frei entwickeln konnte. Homer hat dafür die Grundlagen gelegt: So kommt die Seele eines jeden Menschen ungeachtet seines irdischen Tuns in den Hades und verbringt dort für alle zeit ein tristes Dasein.

Plato erweiterte die homerische Unterweltskonstruktion um moralische Kategorien und beeinflusste damit auch die spätere christliche Jenseitsvorstellung.

Am wirkungsmächtigsten schließlich wurde der römische Dichter Vergil, der im sechsten Buch der „Aeneis“ seinen Protagonisten durch verschiedene Abteilungen der Unterwelt wandern lässt.

Im Vortrag werden die verschiedenen Stationen der  antiken Jenseitsvorstellung anhand von Bildern und Zeichnungen vorgestellt.

Dr. Rainer Foß, Religionswissenschaftler und Altphilologe ist langjähriges Mitglied der DIG Lübeck. Seine kenntnisreichen Vorträge sind frei formuliert und erfreuen das Publikum durch fachübergreifendes Wissen  (Text übernommen aus dem Programm der DIG Lübeck)

 

 

Raffael – Maler und Architekt – zum 500. Todestag

Datum: 13. November 2020

Uhrzeit: 19,30 - 21,15

Ort: Riedelsaal der VHS, Pfaffenstieg 4

Vortrag

Vortrag mit Lichtbildern
Richard Konstantin Blasy, München

In Kooperation mit der VHS

Raffael wurde 1483 in Urbino geboren: hier erhielt er den ersten Malunterricht bei seinem Vater Giovanni Sanzio und kam schon früh mit dem Geistesklima in Berührung, das vom Musenhof der Montefeltre ausging. Nach der Lehrzeit beim „berühmtesten m<aller Italiens“,  Perugino in Perugia zog ich dann das 2Arno-Athen“ Florenz in seinen Bann.

Die Florentiner Zeit von 1504 bis 1508 wurde für Raffael – nach Auseis seiner erhaltenen Studienskizzen – zu eine wichtigen Phase, denn die Auseinandersetzungen mit Leonardos Bilderfindungen und mit Michelangelos Skulpturen veränderte seine Malweise allmählich vom Anmutigen zum Heroischen und Heroisierbaren  und bereitete dabei den monumentalen Bildstil seiner römischen Schaffenskraft vor.         In den Portrais kam nun eine betontere menschliche Note zur Geltung und in seinen Madonnenbildern – durch das innigere Verhältnis zwischen Mutter und Kind  – ein neues , humanistisches Verständnis des Heiligen.

Wohl auf Donato Bramantes  Vermittlung hin, weilte Raffael seit 1509 in Rom und erreichte hier den Zenith seiner  Karriere: In den Stanzen des Vatikan gelang ihm mit den Bildern der „Schule von Athen“, der „Disputa“, des „Parnass“ die Erfüllung aller Ideen der Hochrenaissance, wogegen „Die Austreibung des Tempelräubers Heliodor“ und die „Begegnung Leo I. mit Attila“ schon das moderne Historienbild vorwegnahm.

Raffaels Schaffen gehörte in seinen letzten Lebensjahre stärker der Architektur als der Malerei:  Nach Bramantes Ableben  1514 war er von 1515 bis zu seinem eigenen Tode 1520 erster Architekt der neuen Peterskirche und Präfekt der römischen Altertümer.

Neben Kapellen und Palästen entstand das Projekt der Villa Madama als früheste Renaissancevilla Roms und einer der bedeutendsten ihrer Zeit: In der Nachfolge von Kaiser Neros „Goldenem haus“ stehend, erweis sie den Maler und Architekten Raffael als einen außergewöhnlichen Kenner der römischen Antike