Veranstaltungen: Vortrag

Veranstaltungen: Vortrag

Unsere kommenden Veranstaltungen (Kategorie Vortrag):

Der Exotismus in der Musik

Datum: 14. Januar 2021

Uhrzeit: 19,30 - 21,00

Ort: Riedelsaal der VHS, Pfaffenstieg 4

Vortrag

In Kooperation mit der VHS

 

„In fernem Land, unnahbar euren Schritten“

Der Exotismus in der Musik oder Wie ein Italiener sich die Musik von Ägypten und Japan vorstellt

Prof. Dr. phil. Sabine Sonntag, Musikhochschule Hannover

Im 19. Jahrhundert nach Fernost reisen, das konnten nur wenige. Die Europäer hatten eher vage Vorstellungen von Japan oder Indien. Aber der Drang, das eigene Gesichtsfeld auszuweiten, war groß. Ein paar Abenteurer brachen um 1850 auf, um ferne Länder zu erkunden. Was sie dort erlebten, schrieben sie auf, und über solch reich ausgeschmückte Erlebnisromane voller exotischem Flair kam das Ferne nach Paris, Mailand, London und Berlin.

Und es kam auf die Schreibtische der Komponisten, die selbst nie im indischen Dschungel waren oder vor einem chinesischen Buddha gestanden haben. Mit einer Mischung aus authentischer indischer oder chinesischer Musik, die man sich per Notenmaterial beschaffen konnte, und ganz viel Imagination machten sich Komponisten wie Verdi, Meyerbeer und Puccini daran, das Ferne zu „erfinden“. Werke wie die Aida, Lakmé, Turadot oder Madame Butterfly machen die andere Welt hörbar. Mit welchen Mitteln den Komponisten dies gelang, das ist Thema von Sabine Sonntags Vortrag.

Wenn Aida am Nil ihren Geliebten erwartet oder Madame Butterfly erscheint, dann klingt es uns „fremd vorm Ohr“. Warum, das wird zu untersuchen sein. Der Exotismus ist eine interessante Gattung der Kulturgeschichte und damit auch der Musikwissenschaft.

Wegen der aktuellen Situation müssen wir  wir die Hygienevorschriften der VHS für den Riedelsaal beachten:

Dazu gehört auch, dass eine vorherige Anmeldung der Teilnehmenden erforderlich ist.

Dazu bitte ich Sie um Benachrichtigung telefonisch unter der Nummer          05121-877844 (Anrufbeantworter) bzw. auf meiner                                              Emailadresse chr.vogel@dig-hildesheim.de oder Fax 032223798972 bzw. über das Kontaktformular auf dieser Website

Giacomo Casanova und Alessandro Graf von Cagliostro: Die zwei berühmtesten Abenteurer aus Italien

Datum: 18. Februar 2021

Uhrzeit: 19,30 - 2015

Ort: Riedelsal der VHS, Pfaffenstieg 4

Vortrag

In Kooperation mit der VHS

 

Monika Antes, Hannover

In Kooperation mit der VHS

Giacomo Casanova (1725 – 1798) ist, nachdem ihm als einzigem die Flucht aus dem Staatsgefängnis, den sogenannten „Bleikammern“ in Venedig gelungen war, durch ganz Europa gereist und hat mit seiner Geschichte sowie mit Alchemie, Schmeicheleien und geschäftlicher Raffinesse die Menschen bis in die höchsten Regierungskreise hinein tief beeindruckt.
Ähnlich turbulent ist das Leben Alessandro Graf von Cagliostros (1743 – 1795), auf dessen Betrügereien viele Adelige hereingefallen sind, der dieses aber dann am Ende mit seinem Leben bezahlen musste.
Der Vortrag wird das Leben beider sowie ihre Erfolge und Misserfolge darstellen und auf diese Weise zeigen, dass das Zeitalter der Aufklärung zugleich ein Zeitalter von Aberglaube und Magie war.

 

Wegen der aktuellen Situation müssen wir  wir die Hygienevorschriften der VHS für den Riedelsaal beachten:

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Päpstlicher Humanismus? Juden, Muslime und Ostchristen im Rom der Renaissance

Datum: 11. März 2021

Uhrzeit: 19,30 - 21,00

Ort: Riedelsaal der VHS, Pfaffenstieg 4

Vortrag

in Kooperation mit der VHS

Prof. Dr.Dr. Jörg Bölling

Institut für Katholische Theologie der Universität Hildesheim

Im Rom der Renaissancepäpste folgten kirchliche Liturgie, höfische Etikette, städtisches Zeremoniell und diplomatisches Protokoll strengsten Vorgaben. Doch insbesondere bei interkulturellen und interreligiösen Begegnungen waren zahlreiche Zeremonien durchaus verhandel- und wandelbar. So mag es nicht erstaunen, dass sich unter den auswärtigen Botschaftern am Papsthof, wo Gesandte aus aller Welt zusammenkamen, auch Muslime und von der römischen Kirche getrennte Ostchristen einfanden, und dies sogar im Rahmen und im Anschluss von Papstmessen in der Sixtinischen Kapelle. Der jüdische Leibarzt und – ihrer Konfession nach allerdings wohl zumeist ehemals – jüdische Sänger gehörten sogar regelmäßig zu den Teilnehmern der Papstliturgie. Den seinerzeit streng sekretierten Dokumentationen und Kommentaren der päpstlichen Zeremonienmeister zufolge lagen dieser päpstlichen Praxis ganz bestimmte Konzepte zugrunde: eine gewisse missionarisch motivierte Offenheit, ferner die unterschwellig mitschwingende Staatsräson, schließlich mitunter aber auch eine Tolerierung von Diversität, die sich in durchaus anerkennender Wertschätzung äußern konnte.

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Autor: Prof. Dr. Dr. Jörg Bölling ist Professor für Kirchengeschichte im Institut für Katholische Theologie der Stiftung Universität Hildesheim. Sein Forschungsschwerpunkt ist die mittelalterliche Kirchengeschichte, wozu er Einschlägiges veröffentlicht hat.

 

Eintritt 5€, Studenten und Schüler 2€, Gäste von „KulturLeben“ und Mitglieder frei

Wegen der aktuellen Situation müssen die Hygienevorschriften der VHS für den Riedelsaal beachtet werden:
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Dazu bitten wir um Benachrichtigung telefonisch unter der Nummer 05121-877844 (Anrufbeantworter) oder auf der Emailadresse chr.vogel@dig-hildesheim.de oder Fax 032223798972 oder über das Kontaktformular auf der Website dig-hildesheim.de

Romam vidi. Auf Winckelmanns Spuren nach bella Italia

Datum: 15. April 2021

Uhrzeit: 19,30 - 21,15

Ort: Riedelsaal der VHS, Pfaffenstieg 4

Vortrag

In Kooperation mit der VHS

Vortrag mit Bildern von Klaus-Werner Haupt, Spremberg

Johann Joachim Winckelmann wurde im altmärkischen Stendal geboren, seine Kunstrevolution begann in Dresden. Von dort führt sie der Autor auf unterhaltsame wie lehrreiche Weise zu Winckelmanns Wirkungsstätten in Rom, Florenz und am Golf von Neapel. Die Formel von „edler Einfalt und stiller Größe“ wurde zum humanistischen Gedankengut einer ganzen Epoche. Johann Wolfgang von Goethe ließ sich einst „am Winckelmannischen Faden“ durch Rom leiten.

2017/18 – anlässlich des 300. Geburtstages und des 250. Sterbetages des Altertumsforschers – erfolgte die Neugestaltung des Stendaler Winckelmann-Museums. Auch darauf will der Vortrag neugierig machen.

Klaus-Werner Haupt (1951) lebt in Spremberg. Als Gymnasiallehrer ist er mit seinen Schüler*innen auf den Spuren der Klassiker unterwegs gewesen, im Ruhestand widmet er sich historischen Persönlichkeiten des 18. und 19. Jahrhunderts. Sein vom Verlagshaus Römerweg Wiesbaden publiziertes Sachbuch JOHANN WINCKELMANN erlebte 2018 eine Zweitauflage.

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Die Caprifischer – Italienschlager und Italienbild

Datum: 20. Mai 2021

Uhrzeit: 19,30 - 21,00

Ort: Riedelsaal der VHS, Pfaffenstieg 4

Vortrag

In Kooperation mit der VHS

Vortrag mit PowerPoint-Präsentation und  Musik von   Dr. Alessandra Riva aus Gießen

 

Basierend auf einigen Ergebnissen ihrer 2012 erschienenen Dissertation Traumboote nach Italien, eine literatur- und kulturwissenschaftliche Untersuchung deutscher Italienschlager (Wilhelmsfeld: Gottfried Egert Verlag, 2012), wird Dr. Alessandra Riva das Publikum in die Welt der Italienschlager führen.

In Deutschland sind zahlreiche berühmte, in den Fünfziger und Sechziger Jahren komponierte Gesangsstücke wie Capri-Fischer, Komm ein bißchen mit nach Italien oder Im Hafen von Adano immer noch populär. Auf deren Noten haben die Deutschen vor ein paar Jahrzehnten von Liebe, blauem Meer und Mandolinenklängen geträumt. Die Italienschlager sind aber nicht nur anspruchslose Unterhaltungsmusik, sondern spiegelten Gesellschaft und Geschichte wieder und spielten eine wichtige Rolle in der deutschen Nachkriegszeit.

Dr. Riva wird zuerst die Gattung des deutschen Schlagers und die Entstehung der verbreitetsten Italienvorstellungen in Deutschland mit ihrem kulturellen, historischen und gesellschaftlichen Hintergrund kurz vorstellen. Danach wird sie anhand von musikalischen Beispielen und Schlagertexten erläutern, an welchen Italiensignalen, typischen Themen und Allgemeinplätzen die Italienschlager zu erkennen sind und wie sie damit die erzählten Situationen und die Zuhörer nach einem idealisierten Italien projizieren. Als Traumwelt der Liebe, der Musik, des Genusses, der malerischen Landschaften wurde Italien zu einem Mythos in den deutschen Italienschlagern, der zuerst einen Zufluchtsort für die Deutschen der Nachkriegszeit darstellte, später doch zu einem konkreten Reiseziel wurde. Trotz der Unannehmlichkeiten eines wirklichen Italienurlaubs und der weniger schönen Seiten des Landes bestand dieser Mythos in der deutschen Gesellschaft weiterhin und heutzutage besteht er immer noch.

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Europas Geld – letzte Chance für Italien?

Datum: 10. Juni 2021

Uhrzeit: 19,30 - 21,00

Ort: Riedelsaal der VHS, Pfaffenstieg 4

Vortrag

In Kooperation mit der VHS

 

Renzo Brizzi, Redakteur a.D. Radio Colonia WDR Köln

Preisträger des Premio Culturale 2014 der VDIG Vereinigung Deutsch-Italienischer Kulturgesellschaften

Das Dunkel lichtet sich: Dantes „Göttliche Komödie“ zwischen Mittelalter und Neuzeit

Datum: 16. September 2021

Uhrzeit: 19,30 - 21,15

Ort: Riedelsaal der VHS, Pfaffenstieg 4

Vortrag

In Kooperation mit der VHS

Dr. Ekkehard Kloehn, Ratzeburg

In vielen bewegenden Episoden  und Gedanken  kündigt  sich in Dantes  „Divina  Commedia “ ein  neues Denken, Fühlen und Selbstverständnis an. Sie werden hundert Jahre später  über das Mittelalter hinaus in Humanismus und Renaissance führen.  Dr. Ekkehard Kloehn spürt ihnen nach und lässt sie durch Textlesungen, Interpretationen und Abbildungen lebendig werden.

So sind es nicht zuletzt die Bilder aus sieben Jahrhunderten, die für die stimmige Atmosphäre des Vortragsabends sorgen. Denn Dantes Werk hat einen großen Einfluss auch auf die bildende Kunst ausgeübt.  Maler von Botticelli bis Dali waren  immer wieder von Dantes Vorstellungs- und Gestaltungskraft fasziniert und haben sich ihrerseits zu eindrucksvollen Bildern begeistern lassen.

Dr. Ekkehard Kloehn studierte Germanistik, Biologie und Philosophie und promovierte in Literaturwissenschaft. Er war Oberstudienrat, außerdem Redakteur und Moderator für wissenschaftliche Sendungen („Bilder der Wissenschaft“, „Ratgeber Technik“) sowie Sachbuchautor zahlreicher Werke. In den letzten Jahren beschäftigte er sich intensiv mit der Kunstgeschichte, mit dem Land Italien und natürlich mit Dante. Er lebt in Ratzeburg.