Veranstaltungen: Vortrag

Veranstaltungen: Vortrag

Unsere kommenden Veranstaltungen (Kategorie Vortrag):

753 Rom kroch … Zur Entwicklungsgeschichte der Stadt Rom

Datum: 9. Februar 2023
Uhrzeit: 19:00 - 20:30
Ort: Riedelsaal der VHS, Pfaffenstieg 4
Vortrag

Dr. Anne-Viola Siebert, Kestner Museum Hannover

in Kooperation mit der VHS

7 -5 -3 Rom kroch aus dem Ei? Zur Gründungslegend und -geschichte der Ewigen Stadt

Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut“. So lautet ein geflügeltes Wort, das zur Geduld auffordert. Dass Rom nicht an einem Tag erbaut wurde, stellt selbstverständlich niemand ernsthaft in Frage. So eng wie dieser Spruch nach der Bauzeit mit Rom verbunden ist, so ist auch der Merksatz vom Gründungsjahr, „7-5-3 Rom kroch aus dem Ei“, in das Reich der Mythologie zu verweisen. Tatsächlich aber kann Rom mit einer mehr als 2.800 Jahre alten Geschichte aufwarten. Dieser (Entwicklung-)Geschichte spürt der Vortrag nach.

 

Anne Viola Siebert studierte Klassische Archäologie, Alte Geschichte sowie Ur- und Frühgeschichte an der Universität Münster. 1996 wurde sie bei Hans Wiegartz mit einer Dissertation zum Thema Instrumenta sacra. Untersuchungen zu römischen Opfer-, Kult- und Priestergeräten promoviert. Nach einem Volontariat am Westfälischen Museum für Archäologie in Münster ist sie seit 1999 für die Antikensammlung und die dazugehörige Sammlung altvorderasiatischer Artefakte des Museum August Kestner in Hannover verantwortlich. Die besonderen Interessens- und Forschungsschwerpunkte sind die römische Religionsgeschichte, Kulturgeschichte der Antike, antike Glyptik, Wissenschafts- und Forschungsgeschichte sowie die Biografie August Kestners.

In ihren Publikationen, musealen Ausstellungen und Online-Präsentationen widmet sie sich der Kontextualisierung und der Verbindung der archäologischen Museumsobjekte in Antike und Gegenwart.

Anne Viola Siebert ist die Nichte des Kleist-Forschers Eberhard Siebert.

 

 

In Kooperation mit der VHS:

Gemeinschaftsprojekt der „Europagespräche“ des Instituts für Geschichte der Universität Hildesheim, Prof. Dr. M. Gehler

Dr. jur. Alessandro Bellardita

Karlsruhe

Giovanni Falcone (1939 – 1992) war einer der erfolgreichsten Ermittler gegen die Mafia. Bereits Jahre vor seiner Ermordung in einem der blutigsten Attentate der italienischen Geschichte am 23. Mai 1992 wusste er, dass die Cosa Nostra sich früher oder später wegen seines enormen Einsatzes als Ermittlungsrichter rächen würde. Und dennoch war er der Meinung, dass ein Richter seine Pflicht erfüllen müsse, „koste es was es wolle, denn darin“ – so Falcone – „sei die Essenz der menschlichen Würde zu sehen“. Im Vortrag von Alessandro Bellardita, Autor des Sachbuches „La fine delle mafie“, geht es um Falcones Philosophie, insbesondere seine Einstellung zur Würde und zur Freiheit. 30 Jahre nach seinem Tod, ist Giovanni Falcone mit seinen Ideen immer noch eine Ikone der internationalen Mafiabekämpfung.

Geboren wurde Dr. Alessandro Bellardita 1981 in Modica, eine wunderschöne Stadt im Tal des sizilianischen Barocks. Seine Eltern wanderten Anfang der 80er nach Deutschland aus. Aufgewachsen ist er in Karlsruhe. Nach dem Abitur an der Europäischen Schule in Karlsruhe (1999), studierte er Rechtswissenschaften in Mannheim, wo er auch jahrelang als wissenschaftlicher Mitarbeiter arbeitete. Nach einer mehrjährigen Tätigkeit als Anwalt, wechselte er 2012 in den Justizdienst, wo er unter anderem als Staatsanwalt tätig war (Abteilung: organisierte Kriminalität). Seit 2017 ist er Richter in Karlsruhe und hauptamtlicher Dozent an der Hochschule für Rechtspflege in Schwetzingen. Während seines Studiums verfasste er überwiegend (fach-)journalistische Texte für italienische und deutsche Zeitungen. Deshalb ist er auch als freier Journalist tätig. Für den Corriere d’Italia schreibt er seit 2007 eine juristische Kolumne. Er veröffentlicht regelmäßig in juristischen Fachzeitschriften zu verschiedenen Themen, hält Vorträge und unterrichtet für das Deutsche Rote Kreuz. „Der Zeugenmacher“ (Klotz Verlagshaus) ist sein Romandebüt.

 

Lago Maggiore und Borromäische Inseln – mehr als ein Sehnsuchtsziel?

Datum: 2. März 2023
Uhrzeit: 19:00 - 20:30
Ort: Riedelsaal der VHS, Pfaffenstieg 4
Vortrag

Dr. Angelika Dierichs, Bonn

In Kooperation mit der VHS

Der Wunschort zahlreicher Reisenden, die ihre „Sehnsucht nach Italien“ stillen möchten, heißt Lago Maggiore und Borromäische Inseln. Zurecht ! Die Natur bietet dort artenreichen Lebensraum für Pflanzen und Tiere. Die Kunst hält dort sehenswerte Bauwerke mit prachtvollen Innenausstattungen und faszinierenden Gartenanlagen bereit. Die Historie offenbart dort Einblicke in das einflussreiche Patriziergeschlecht der Borromäer.

 

Dr. phil. Angelika Dierichs:

1962-1966
Studium der Germanistik und Romanistik in Göttingen
Lehramtsabschluss für Realschulen

1966-1970
Realschullehrerin für Deutsch, Französisch, Wahlfach Kunsterziehung

1971-1977
Studium der Klassischen Archäologie und Kunstgeschichte in Regensburg

1977
Magister Artium

1980
Promotion
Dissertationsthema: Das Bild des Greifen in der frühgriechischen Flächenkunst

1981
Publikation der Dissertation

Seit 1980
Freiberufliche Tätigkeit in der Erwachsenenbildung
(Seminare, Vorträge, Studienreiseplanung)
Bei Museen, Auslandsgesellschaften, Kulturinstituten, Volkshochschulen u. a.

Artikel in Fachzeitschriften und Sammelwerken
Darunter seit 1992 regelmäßig Beiträge in ANTIKE WELT

Bücher

Erotik in der Kunst Griechenlands (1993), 2. Auflage 1997

Europa, besteige den Stier! Ausstellungskatalog 1994 (A. Dierichs / H.W. Kalkmann, Hrsg.)

Erotik in der Römischen Kunst (1997)

Von der Götter Geburt und der Frauen Niederkunft (2002)

Korfu ? Kerkyra, Grüne Insel im Ionischen Meer. Von Nausikaa bis Kaiser Wilhelm II (2004)

Duftnoten – Was Griechen und Römern in die Nase stieg. Museum Kestnerianum 10 (2006)

Erotik in der Kunst Griechenlands (2008), 3. überarbeitete Auflage 2008

Die Berühmten: Liebschaften der Antike (2010)

Die Helden, ihre Frauen und Troia (2012)

 

 

Bella Italia – fiabe popolari – tipicamente italiano? Ein Erzählabend in deutscher Sprache

Datum: 26. April 2023
Uhrzeit: 19:00 - 21:00
Ort: cafe.com der VHS, Pfaffenstieg 4 Hildesheim
Vortrag

Kristina Osmers, Hildesheim

Das Erzählen, nicht das Vorlesen von Märchen, ist internationales Kulturgut. Gleiche und ähnliche Märchenmotive finden wir überall auf der Welt. Gibt es in den italienischen Volksmärchen dennoch so etwas wie ‚tipicamente italiano‘?

Machen Sie selbst Ihre Entdeckungen, beim Erzählabend mit südeuropäischen Versionen von Rotkäppchen, Aschenputtel, Allerleirauh…

Märchen und Mythen offerieren zeitlos gültige Lebensweisheiten und tradieren das ’nicht zu Vergessende‘. Sie berichten von herausfordernden Abenteuern, bewältigten Bedrohungen und hilfreichen Wesen …. Sie halten uns einen Spiegel vor, lassen Innehalten, ermöglichen Einsichten und zaubern ein Lächeln auf unser Gesicht. Märchen wurzeln in längst vergangenen Zeiten, ‚Es war einmal …‘ Dennoch, Märchen schenken Wegweisung und Orientierung, vielleicht auch noch heute.

Im launigen April lädt Kristina Osmers ein in das pralle italienische Leben, so heiter und derb, süß und erhaben, traurig und fröhlich, wie Leben halt überall ist in der menschlich-mythischen Welt.

‚Kristalotta‘ schenkt Raum und Zeit, um verborgene Resonanzen aufzuspüren und nach dem ‚tipicamente italiano‘ gemeinsam Ausschau zu halten.

Seit 2016 gehört Märchenerzählen zum ‚Immateriellen Kulturerbe‘.

Schon als Kind erzählte sie gern. Kristina Osmers, geboren 1955 in Hannover, arbeitete als Lehrerin, Schulleiterin, Dezernentin für die Qualifizierung von schulischem Führungspersonal, und stets begleiteten sie Geschichten. Visionen oder auch Zielvorstellungen wirken umso leitender je konkreter und detaillierter sie sind, quasi in Erzählungen sinnlich erfahrbar. Geschichten, also auch Märchen, schildern Wertorientierungen und schenken uns Modell-Beispiele erfolgreicher Menschen. Nach der Pensionierung wiederentdeckte Ihr Ehemann das Potential ihrer story-telling-Begabung. Kristina Osmers ist Mitglied in der europäischen Märchengesellschaft und absolvierte dort eine dreijährige Ausbildung zur Erzählerin. Eine besondere Erzählung mündete in die Stiftung Villa ganZ: Hier werden mietpreisgebundene Wohnungen in generationsübergreifenden Projekten gebaut, und zwar für nicht vom finanziellen Glück besuchte Alleinerziehende und Alleinstehende. Aber das ist eine andere Geschichte. Heute nun soll es um Italien und seine Märchen gehen. Herr Werner Dicke führt jeweils kurz ein in Zeitumstände und Person, die die Volksmärchen sammelte und aufschrieb. Danach hören wir jeweils ein zeitgenössisches Märchen, das nach langer Erzähltradition den glücklichen Weg zwischen die Buchdeckel fand. Viel Vergnügen.

                            

 

Ein neues Italien? Eine Bilanz der ersten sechs Monate Meloni-Regierung

Datum: 4. Mai 2023
Uhrzeit: 18:15 - 20:00
Ort: Riedelsaal der VHS, Pfaffenstieg 4
Vortrag

Priv.-Doz. Dr. Hans Heiss,  Brixen

Gemeinschaftsprojekt der „Europagespräche“ des Instituts für Geschichte der Universität Hildesheim, Prof. Dr. M. Gehler