Veranstaltungen

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Hinweise zu den Vorträgen

Die DIG Hildesheim bietet meist in Kooperation mit der VHS Hildesheim Vorträge zu verschiedenen landeskundlichen Themen an: Geschichte, Kunst, Musik, Architektur, Religion, Politik, aktuelle Entwicklungen u.v.a.m. Sie finden in der Regel im Riedelsaal der Volkshochschule statt und Sie beginnen meist um 19:30 Uhr und dauern etwa anderthalb Stunden.

Eintritt dort: 5 Euro, Studenten/Schüler 2 Euro, Mitglieder frei

Nach den Vorträgen besteht die Möglichkeit, in gemütlicher Runde in einem italienischen Lokal mit den Referenten ins Gespräch zu kommen.


Adresse, Infos zur Anfahrt, Karten

Hier finden Sie die Adressen, Infos zur Anfahrt sowie Karten der Orte, an denen unsere Veranstaltungen stattfinden. Wenn Sie den Link anklicken, öffnet sich ein neues Fenster oder ein neuer Tab, wo Sie die entsprechenden Informationen finden.

Riedelsaal, Volkshochschule Hildesheim: Pfaffenstieg 4-5, 31134 Hildesheim (externer Link zu Google Maps)

  • Der Tagungsraum liegt im Obergeschoss und ist auch mit dem Fahrstuhl zu erreichen.
  • Rollstuhlfahrer haben Zugang über den Eingang in der Burgstraße.
  • Stadtbus: Haltestelle Museum
    Tageslinien 1, 4 und 5 sowie Abendlinien 101, 102, 104 und 105

Ristorante La Gondola: Osterstr. 41, 31134 Hildesheim (externer Link zu Google Maps)


Unten finden Sie eine Übersicht über alle kommenden Veranstaltungen. Wenn Sie gezielt nach Veranstaltungen suchen möchten, können Sie hier direkt zu den Kategorien gelangen:


Unsere kommenden Veranstaltungen (alle Kategorien):

„PÄPSTLICHER HUMANISMUS? JUDEN, MUSLIME UND OSTCHRISTEN IM ROM DER RENAISSANCE“

Datum: 7. Oktober 2021

Uhrzeit: 19,30 - 21,00

Ort: Riedelsaal der VHS, Pfaffenstieg 4

Vortrag

in Kooperation mit der VHS

PROF. DR. DR. JÖRG BÖLLING, HILDESHEIM/HANNOVER

Im Rom der Renaissancepäpste folgten kirchliche Liturgie, höfische Etikette, städtisches Zeremoniell und diplomatisches Protokoll strengsten Vorgaben. Doch insbesondere bei interkulturellen und interreligiösen Begegnungen waren zahlreiche Zeremonien durchaus verhandel- und wandelbar. So mag es nicht erstaunen, dass sich unter den auswärtigen Botschaftern am Papsthof, wo Gesandte aus aller Welt zusammenkamen, auch Muslime und von der römischen Kirche getrennte Ostchristen einfanden, und dies sogar im Rahmen und im Anschluss von Papstmessen in der Sixtinischen Kapelle. Der jüdische Leibarzt und – ihrer Konfession nach allerdings wohl zumeist ehemals – jüdische Sänger gehörten sogar regelmäßig zu den Teilnehmern der Papstliturgie. Den seinerzeit streng sekretierten Dokumentationen und Kommentaren der päpstlichen Zeremonienmeister zufolge lagen dieser päpstlichen Praxis ganz bestimmte Konzepte zugrunde: eine gewisse missionarisch motivierte Offenheit, ferner die unterschwellig mitschwingende Staatsräson, schließlich mitunter aber auch eine Tolerierung von Diversität, die sich in durchaus anerkennender Wertschätzung äußern konnte.

 

Autor: Prof. Dr. Dr. Jörg Bölling ist Professor für Kirchengeschichte im Institut für Katholische Theologie der Stiftung Universität Hildesheim. Sein Forschungsschwerpunkt ist die mittelalterliche Kirchengeschichte, wozu er Einschlägiges veröffentlicht hat.

Wegen der aktuellen Situation müssen   die Hygienevorschriften der VHS für den Riedelsaal beachtet werden: Maske bis zum Platz, Abstandsregelung in den Sitzreihen, Händedesinfektion am Eingang. 

Erforderlich ist die Beachtung der 3G Regel: Genesen, Geimpft oder Getestet

Dazu gehört auch, dass eine vorherige Anmeldung der Teilnehmenden erforderlich ist.

Dazu bitten wir um Benachrichtigung telefonisch unter der Nummer  05121-877844 (Anrufbeantworter) oder auf der  Emailadresse chr.vogel@dig-hildesheim.de oder Fax 032223798972 oder über das Kontaktformular auf der Website dig-hildesheim.de

Falls das versäumt wurde ist auch noch eine Anmeldung am Vortragstag am Saaleingang möglich.

„Antiochia – römische Metropole des Orients“

Datum: 14. Oktober 2021

Uhrzeit: 19,30 - 21,15

Ort: Riedelsaal der VHS, Pfaffenstieg 4

Vortrag

In Kooperation mit der VHS

Prof. Dr. Ing. Mathias Döring, TU Darmstadt

Antiochia, das heutige Antakya (Türkei), war mit bis zu 400.000 Einwohnern neben Rom, Alexandria und Byzanz eine der großen Metropolen der römischen Antike. Die Lage am Ende der Seidenstraße machte sie zum bedeutendsten Handelsplatz der Levante. Zeitweise Hauptstadt des Seleukidenreichs und der römischen Provinz Syria galt es als ‚Krone des Orients’. Wiederholt durch Erbeben zerstört, wurde Antiochia jedes Mal größer und schöner wieder aufgebaut.

Sein Reichtum zeigte sich auch an der Infrastruktur. Mit starken Quellen und 6 Aquädukten galt es als wasserreichste Stadt des halbariden Orients. Heute liegt die antike Stadt mit ihrer 4 km langen prächtigen Kolonnadenstraße bis zu 12 m unter Schutt begraben. Erhalten sind Teile der Stadtmauer, die robusten Wasserbauten und eine im 6. Jh. zur Talsperre umgebaute Aquäduktbrücke, die noch heute vor Hochwasser schützt.

Prof. Döring berichtet über seine mehrjährige Feldarbeit in Antiochia. Seit 2020 liegt auch ein reich bebilderter, ausführlicher Berichtsband vor, der ein bisher unbearbeitetes Kapitel in der Literatur über Antiochia schließt.

Wie schon erwähnt, hatte ich vier jeweils mehrwöchige Forschungskampagnen in Antiochia zum Thema ‚Wasser‘, deren Ergebnisse im Buch ‚Antiochia – Wasser im Überfluss‘ zusammengefasst sind, das ich selbstverständlich mitbringe.

Der Autor Prof. Dr. Ing. Mathias Döring ist Professor für Wasserbau und Geotechnik unter Einbeziehung  historischer Entwicklungen an  der TU Darmstadt.

Seit 30 Jahren arbeitet er an Projekten zur Montagegeschichte sowie zum antiken und früh-neuzeitlichen Wasserbau in Mitteleuropa, Italien, der Levante und Nordafrika. Entsprechend zahlreich und informativ sind die Bezüge, die er zum Wasserbau rings ums Mittelmeer herstellt.

Professor Döring ist Mitglied der DIG Hildesheim und hatte in den vergangenen Jahren schon in vier Vorträgen über seine aktuellen Forschungen berichtet.

Wegen der aktuellen Situation müssen   die Hygienevorschriften der VHS für den Riedelsaal beachtet werden: Maske, Abstandsregelung in den Sitzreihen, Händedesinfektion am Eingang. Es gilt für den Riedelsaal die 3G Regel: Genesen, Geimpft oder Getestet.

Dazu gehört auch, dass eine vorherige Anmeldung der Teilnehmenden erforderlich ist.

Dazu bitten wir um Benachrichtigung telefonisch unter der Nummer  05121-877844 (Anrufbeantworter) oder auf der  Emailadresse chr.vogel@dig-hildesheim.de oder

Fax 032223798972 oder über das Kontaktformular auf der Website dig-hildesheim.de

Falls das versäumt wurde ist auch noch eine Anmeldung am Vortragstag am Saaleingang möglich.

Besuch im Winckelmann- Museum Stendal

Datum: 16. Oktober 2021

Uhrzeit: 8:40 - 19:02

Ort: ab Hauptbahnhof Hildesheim

Reisen

In Ergänzung des Vortrags

„ROMAM VIDI. AUF WINCKELMANNS SPUREN NACH BELLA ITALIA

von Klaus-W. Haupt am 2. September 19,30

unternimmt die DIG Hildesheim einen Besuch im Winckelmann- Museum Stendal

Samstag, 16. Oktober 21 mit der Bahn

Treffpunkt Eingangshalle Hildesheim Hauptbahnhof 8,40 Uhr

Abfahrt Hildesheim HBF 8,55 mit ENO, Umsteigen in Wolfsburg in IC, Ankunft Stendal 10,25Uhr,

                                               25 Min (1,7 Km) Fußweg (alternativ Taxi)

Führungsbeginn 11,00

Nachmittags Stadtführung durch die Altstadt

Rückfahrt ab Stendal 17,31 mit IC Umsteigen in Wolfsburg, Ankunft Hildesheim HBF 19,02

Kosten für Fahrt, Eintritt und Führungen 25,00 € für Mitglieder, Nichtmitglieder 30 €

Wer nicht mit der Bahn in der Gruppe mitfahren möchte, kann auch individuell anreisen, dann ermäßigt sich der Preis um 15€

Anmeldung  bei Dr. Vogel  Tel. 86661, Fax 032223798972, Email chr.vogel@dig-hildesheim.de    und gleichzeitiger Überweisung auf mein Konto  IBAN: DE14200100200130638208, BIC: PBNKDEFF

Wegen der Vergünstigung einer Gruppenfahrkarte wird um Anmeldung bis 10. August gebeten. Auch danach ist eine Teilnahme möglich, dann müsste die Fahrkarte selbst gekauft werden, alternativ Anreise mit Pkw. Der Preis würde sich wie o.g. um 15€ ermäßigen.

Informationen zum Museum:  https://www.winckelmann-gesellschaft.com

Informationen zu Stendal mit historischer Altstadt  (https://www.stendal-tourist.de):

„Im Norden Sachsen-Anhalts gelegen, ist Stendal die größte Stadt der Altmark und gehört zu den ältesten Städten der alten Mark Brandenburg. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes stammt aus dem Jahre 1022.

Unsere über 850 Jahre alte Stadt lädt mit beeindruckenden geschichtlichen Zeugnissen zu einer aufregenden Entdeckungsreise ein, so der unverwechselbare Marktplatz mit Roland, das Rathaus mit Renaissancegiebeln und der ältesten profanen Schnitzwand Deutschlands, die Ratskirche St. Marien und die 22 Buntglasfenster im Dom St. Nikolaus oder das Geburtshaus Johann Joachim Winckelmanns.

Es gibt einige Gründe, nach Stendal zu kommen – die reizvolle Stadt hat viele Gesichter. Ob unterwegs auf den Spuren der Hanse oder in spannenden Touren per Rad durch die naturbelassene Landschaft des Uchtetals – hier findet sich etwas für jedermann.

Altstadtspaziergang
Ausgangspunkt für einen spannenden Gang durch die Geschichte der Stadt ist der historische Marktplatz. Das Marktensemble mit dem Rathaus, dem Roland und der Ratspfarrkirche St. Marien zählt zu den schönsten im norddeutschen Gebiet. Ziel der weiteren Erkundungen ist der Kernbereich der mittelalterlichen Kaufmannssiedlung. Entdecken Sie Stendal nicht nur als Stadt der Backsteingotik, sondern auch als Rolandstadt und Geburtsort Winckelmanns“.

17. Architekturbiennale in Venedig

Startdatum: 24. Oktober 2021

Enddatum: 31. Oktober 2021

Ort: Treviso und Umgebung

Reisen

„How will we live together?“

Und auf den Spuren von Palladio

mit Standort Treviso

In Zusammenarbeit mit DET Reisen (kleine Busse) findet vom 24. bis 31.10.2021 eine Reise ins Veneto statt.

Wir wohnen in Treviso (Stadtführung) in einem familien-geführten Hotel.

Auf der Hin- und Rückreise gibt es eine Zwischen-übernachtung in Sterzing.

Die Möglichkeit, die Biennale (oder nur Venedig) zu besuchen, ist eingeplant. Informationen über die Biennale finden sich im Internet unter der Adresse: https://universes.art/de/biennale-venedig/2021-architecture

Vicenza – die Stadt des großen Baumeisters Palladio – steht ebenso auf dem Programm wie eine Fahrt nach Padua, selbstverständlich mit Stadtführung.

Ebenfalls ist ein Ausflug in das Soligo-Tal und das Prosecco-gebiet „Valdobbiadene – Conegliano“ vorgesehen.

Es wird 2 x Halbpension (bei den Zwischenübernachtungen in Südtirol) und 5 x Übernachtung mit Frühstück angeboten.

Preis pro Person im DZ ca. 950,00 Euro, im EZ zuzüglich 150,00 Euro.

Eintrittspreise für die Biennale sowie eventuell diverse Palladio-Villen sind nicht im Preis enthalten. Aufgrund der kleinen Busse ist die Teilnehmerzahl leider begrenzt. Nähere Informationen erhalten Sie bei unserem langjährigen Mitglied Anne Drewes (Tel. 05121/133659) (zen)

Europas Geld – letzte Chance für Italien?

Datum: 28. Oktober 2021

Uhrzeit: 19,30 - 21,00

Ort: Riedelsaal der VHS, Pfaffenstieg 4

Vortrag

 

In Kooperation mit der VHS

 

Renzo Brizzi, Redakteur a.D. Radio Colonia WDR Köln

Preisträger des Premio Culturale 2014 der VDIG Vereinigung Deutsch-Italienischer Kulturgesellschaften

Anfang 2020 wurde Italien, als erstes europäisches Land mit sehr großer Heftigkeit von der Covid-19 Pandemie getroffen.

Dies inmitten einer stets wachsenden Staatsverschuldung und einer seit Jahren schwachen Wirtschaftsleistung. Darüber hinaus herrschte zu diesem Zeitpunkt, von Populisten geschürt, ein verbreitetes Ressentiment gegenüber der EU und speziell Deutschland.

Um die von der Pandemie bei seinen Mitgliedstaaten angerichteten Schäden zu beheben, wurde im Juli 2020 von der EU der Wiederaufbaufonds „Recovery Fund“ auf den Weg gebracht. Mit einem Budget von 209 Milliarden Euro ist insbesondere Italien das Land, das am meisten vom Corona- Wiederaufbauprogramm profitiert hat.

Der Recovery Fund stellt eine große und einmalige Chance für Italien dar, die Wirtschaft wieder in Gang zu bringen und dann die immer wachsenden öffentlichen Schulden in den Griff zu bekommen. Stattdessen wird das Land erneut von seiner endemisch politischen Instabilität heimgesucht.

Ausgerechnet das gigantische Konjunkturprogramm, das größtenteils aus dem Hilfsfonds der EU finanziert werden soll und mit welchem Ministerpräsident Conte die Coronakrise überwinden wollte, ist nun zu einem Streitpunkt innerhalb der heterogenen Regierungskoalition geworden.

Die politische Lage Italiens bleibt wie üblich unberechenbar.

Ob der Ausweg die Bildung einer neuen ( instabilen ) Regierung oder die Durchführung neuer Wahlen wird: es handelt sich hierbei um ein bekanntes Muster, das der heutigen außerordentlichen Situation nicht gerecht werden kann.

Anhand von Bildern und Graphiken soll in dem Beitrag zuerst die aktuelle politische und gesellschaftliche Situation Italiens veranschaulicht werden.

Der zweite Teil beschäftigt sich mit den wahrscheinlichen politischen Szenarien, samt ihrer jeweiligen Auswirkungen auf die inneren Beziehungen Europas.

Wegen der aktuellen Situation müssen   die Hygienevorschriften der VHS für den Riedelsaal beachtet werden: Maske, Abstandsregelung in den Sitzreihen, Händedesinfektion am Eingang.

Dazu gehört auch, dass eine vorherige Anmeldung der Teilnehmenden erforderlich ist.

Dazu bitten wir um Benachrichtigung telefonisch unter der Nummer  05121-877844 (Anrufbeantworter) oder auf der  Emailadresse chr.vogel@dig-hildesheim.de oder

Fax 032223798972 oder über das Kontaktformular auf der Website dig-hildesheim.de

Falls das versäumt wurde ist auch noch eine Anmeldung am Vortragstag am Saaleingang möglich.

 

 

Raffael – Maler und Architekt – zum 500. Todestag

Datum: 4. November 2021

Uhrzeit: 19,30 - 21,15

Ort: Riedelsaal der VHS, Pfaffenstieg 4

Vortrag

In Kooperation mit der VHS

Vortrag mit Lichtbildern
Richard Konstantin Blasy, München

In Kooperation mit der VHS

Raffael wurde 1483 in Urbino geboren: hier erhielt er den ersten Malunterricht bei seinem Vater Giovanni Sanzio und kam schon früh mit dem Geistesklima in Berührung, das vom Musenhof der Montefeltre ausging. Nach der Lehrzeit beim „berühmtesten m<aller Italiens“,  Perugino in Perugia zog ich dann das 2Arno-Athen“ Florenz in seinen Bann.

Die Florentiner Zeit von 1504 bis 1508 wurde für Raffael – nach Auseis seiner erhaltenen Studienskizzen – zu eine wichtigen Phase, denn die Auseinandersetzungen mit Leonardos Bilderfindungen und mit Michelangelos Skulpturen veränderte seine Malweise allmählich vom Anmutigen zum Heroischen und Heroisierbaren  und bereitete dabei den monumentalen Bildstil seiner römischen Schaffenskraft vor.         In den Portrais kam nun eine betontere menschliche Note zur Geltung und in seinen Madonnenbildern – durch das innigere Verhältnis zwischen Mutter und Kind  – ein neues , humanistisches Verständnis des Heiligen.

Wohl auf Donato Bramantes  Vermittlung hin, weilte Raffael seit 1509 in Rom und erreichte hier den Zenith seiner  Karriere: In den Stanzen des Vatikan gelang ihm mit den Bildern der „Schule von Athen“, der „Disputa“, des „Parnass“ die Erfüllung aller Ideen der Hochrenaissance, wogegen „Die Austreibung des Tempelräubers Heliodor“ und die „Begegnung Leo I. mit Attila“ schon das moderne Historienbild vorwegnahm.

Raffaels Schaffen gehörte in seinen letzten Lebensjahre stärker der Architektur als der Malerei:  Nach Bramantes Ableben  1514 war er von 1515 bis zu seinem eigenen Tode 1520 erster Architekt der neuen Peterskirche und Präfekt der römischen Altertümer.

Neben Kapellen und Palästen entstand das Projekt der Villa Madama als früheste Renaissancevilla Roms und einer der bedeutendsten ihrer Zeit: In der Nachfolge von Kaiser Neros „Goldenem Haus“ stehend, erweis sie den Maler und Architekten Raffael als einen außergewöhnlichen Kenner der römischen Antike.

Wegen der aktuellen Situation müssen   die Hygienevorschriften der VHS für den Riedelsaal beachtet werden: Maske, Abstandsregelung in den Sitzreihen, Händedesinfektion am Eingang.

Dazu gehört auch, dass eine vorherige Anmeldung der Teilnehmenden erforderlich ist.

Dazu bitten wir um Benachrichtigung telefonisch unter der Nummer  05121-877844 (Anrufbeantworter) oder auf der  Emailadresse chr.vogel@dig-hildesheim.de oder

Fax 032223798972 oder über das Kontaktformular auf der Website dig-hildesheim.de

Falls das versäumt wurde ist auch noch eine Anmeldung am Vortragstag am Saaleingang möglich.

Die Caprifischer – Italienschlager und Italienbild

Datum: 18. November 2021

Uhrzeit: 19,30 - 21,00

Ort: Riedelsaal der VHS, Pfaffenstieg 4

Vortrag

In Kooperation mit der VHS

Vortrag mit PowerPoint-Präsentation und  Musik von   Dr. Alessandra Riva aus Gießen

 

Basierend auf einigen Ergebnissen ihrer 2012 erschienenen Dissertation Traumboote nach Italien, eine literatur- und kulturwissenschaftliche Untersuchung deutscher Italienschlager (Wilhelmsfeld: Gottfried Egert Verlag, 2012), wird Dr. Alessandra Riva das Publikum in die Welt der Italienschlager führen.

In Deutschland sind zahlreiche berühmte, in den Fünfziger und Sechziger Jahren komponierte Gesangsstücke wie Capri-Fischer, Komm ein bißchen mit nach Italien oder Im Hafen von Adano immer noch populär. Auf deren Noten haben die Deutschen vor ein paar Jahrzehnten von Liebe, blauem Meer und Mandolinenklängen geträumt. Die Italienschlager sind aber nicht nur anspruchslose Unterhaltungsmusik, sondern spiegelten Gesellschaft und Geschichte wieder und spielten eine wichtige Rolle in der deutschen Nachkriegszeit.

Dr. Riva wird zuerst die Gattung des deutschen Schlagers und die Entstehung der verbreitetsten Italienvorstellungen in Deutschland mit ihrem kulturellen, historischen und gesellschaftlichen Hintergrund kurz vorstellen. Danach wird sie anhand von musikalischen Beispielen und Schlagertexten erläutern, an welchen Italiensignalen, typischen Themen und Allgemeinplätzen die Italienschlager zu erkennen sind und wie sie damit die erzählten Situationen und die Zuhörer nach einem idealisierten Italien projizieren. Als Traumwelt der Liebe, der Musik, des Genusses, der malerischen Landschaften wurde Italien zu einem Mythos in den deutschen Italienschlagern, der zuerst einen Zufluchtsort für die Deutschen der Nachkriegszeit darstellte, später doch zu einem konkreten Reiseziel wurde. Trotz der Unannehmlichkeiten eines wirklichen Italienurlaubs und der weniger schönen Seiten des Landes bestand dieser Mythos in der deutschen Gesellschaft weiterhin und heutzutage besteht er immer noch.

Wegen der aktuellen Situation müssen   die Hygienevorschriften der VHS für den Riedelsaal beachtet werden: Maske, Abstandsregelung in den Sitzreihen, Händedesinfektion am Eingang.

Dazu gehört auch, dass eine vorherige Anmeldung der Teilnehmenden erforderlich ist.

Dazu bitten wir um Benachrichtigung telefonisch unter der Nummer  05121-877844 (Anrufbeantworter) oder auf der  Emailadresse chr.vogel@dig-hildesheim.de oder

Fax 032223798972 oder über das Kontaktformular auf der Website dig-hildesheim.de

Falls das versäumt wurde ist auch noch eine Anmeldung am Vortragstag am Saaleingang möglich.

 

Verkostung von Wein und Produkten aus dem Oltrepò Pavese

Datum: 24. November 2021

Ort: Ristorante La Gondola

Kultur

Jedes Jahr findet im November die „Settimana della cucina italiana nel Mondo“ statt. In diesem Jahr, wenn alles klappt, soll das auch in Hildesheim wieder mit einer Verkostung von Wein, Käse, Salami und Honig gefeiert werden. Dabei wird die Sommelière Daniela Cellai die Weine von 4 Weingütern aus dem Oltrepò Pavese vorstellen und es gibt auch die Möglichkeit, diese Weine zu kaufen, ebenso wie die anderen Produkte. Die Produzenten werden im nächsten Jahr, wenn die Pandemie es zulässt, auch wieder beim Magdalenenfest ihre Erzeugnisse vorstellen und anbieten.

Dann, im nächsten Juni parallel zum Magdalenenfest, gibt es auch eine Fotoausstellung von Flavio Chiesa aus seinem Buch „Il volo sull’Oltrepò“ und Informationen zur Städtepartnerschaft zwischen Hildesheim und Pavia.

Die Verkostung der Spezialitäten aus dem Oltrepò Pavese wird voraussichtlich am 24.11.21 im Ristorante La Gondola stattfinden, die Weine werden vorab im kleinen Kreis in Hildesheim schon einmal vorverkostet.

Weitere Informationen gibt es schon jetzt bei Cav. Enzo Iacovozzi (Tel. 0176-20527765 und E-Mail e.iacovozzi@dig-hildesheim.de). (Heidemarie Zentgraf)

Seuchen: Fluch der Vergangenheit Bedrohung der Zukunft

Datum: 4. Dezember 2021

Uhrzeit: 14,30 - 16,00

Ort: Roemer-Pelizaeus Museum Hildesheim

Kultur | Reisen

Intensivführung (90 Min)   durch die neue Sonderausstellung

im Roemer-Pelizaeus Museum

Samstag, 4. Dezember 14,30 Uhr

Treffpunkt im Eingangsbereich des Museums um 14,20 Uhr

Eintritt Museum: Gruppenpreis (8 €)

Mitglieder des Museumsvereins oder des Freundeskreises RPM sollten ihren Mitgliedsausweis mitbringen, sie haben damit freien Eintritt,

Führung: Mitglieder frei, Nichtmitglieder 3 €

Anmeldung mit dem unten stehenden Abschnitt bei Dr. Vogel bei den Veranstaltungen oder Tel. 86661, Fax 032223798972 oder  Email chr.vogel@dig-hildesheim.de

Für das RPM gibt es ein sehr gutes Hygienekonzept und es werden nur 75% der Besucherkapazität in die Ausstellungen gelassen.

Für den Besuch  ist das Tragen eine Maske (FFPS oder OP) Pflicht. Es gilt die 3G Regel: Geimpft, Genesen oder aktuell getestet.

Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Personen begrenzt, daher ist eine baldige verbindliche Anmeldung zu empfehlen. Bei Bedarf wird eine Warteliste für einen zweiten Termin eingerichtet.

Auszug aus der Website des Museums:

Seuchen haben die Menschen und ihre Zivilisation zu allen Zeiten bedroht und dadurch entscheidend geprägt. Die dramatischen Ausbrüche in der Vergangenheit sind für immer im kulturellen Gedächtnis der Menschheit verankert. Der Siegeszug der Medizin hat diesen Krankheiten – zumindest in den Industrieländern – für einige Zeit Einhalt geboten. In den weniger entwickelten Regionen der Welt waren und sind sie bis heute eine große Gefahr. Doch auch bei uns droht die Rückkehr alter und die Einschleppung neuer, bislang auf andere Erdteile beschränkter Erreger. Dieses immense Gefahrenpotential führt uns die derzeitige Ausbreitung des bisher unbekannten Coronavirus (SARS-CoV-2) in aller Deutlichkeit vor Augen. Die Bekämpfung dieser Krankheiten und die Etablierung wirksamer Infektionsschutzmaßnahmen werden zu den größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zählen.

Im Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim wird ab Herbst 2021 in einer großen, hochgradig inszenierten und weltweit einmaligen Sonderausstellung die Kultur- und Naturgeschichte der Seuchen zu sehen sein, einschließlich aktueller Herausforderungen und Lösungsansätze der modernen Medizin. Dabei werden sowohl großartige Kunstwerke und historische Objekte gezeigt, als auch modernste Präsentationsformen wie Walk-In-Areas und Hologramme genutzt, um die Besucher in die Vergangenheit zu entführen oder Zeuge modernster Entwicklungen werden zu lassen. Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt mit führenden medizinischen Einrichtungen wie der Medizinischen Hochschule Hannover und dem Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung.

Der Exotismus in der Musik

Datum: 13. Januar 2022

Uhrzeit: 19,30 - 21,00

Ort: Riedelsaal der VHS, Pfaffenstieg 4

Vortrag

In Kooperation mit der VHS

 

„In fernem Land, unnahbar euren Schritten“

Der Exotismus in der Musik oder Wie ein Italiener sich die Musik von Ägypten und Japan vorstellt

Prof. Dr. phil. Sabine Sonntag, Musikhochschule Hannover

Im 19. Jahrhundert nach Fernost reisen, das konnten nur wenige. Die Europäer hatten eher vage Vorstellungen von Japan oder Indien. Aber der Drang, das eigene Gesichtsfeld auszuweiten, war groß. Ein paar Abenteurer brachen um 1850 auf, um ferne Länder zu erkunden. Was sie dort erlebten, schrieben sie auf, und über solch reich ausgeschmückte Erlebnisromane voller exotischem Flair kam das Ferne nach Paris, Mailand, London und Berlin.

Und es kam auf die Schreibtische der Komponisten, die selbst nie im indischen Dschungel waren oder vor einem chinesischen Buddha gestanden haben. Mit einer Mischung aus authentischer indischer oder chinesischer Musik, die man sich per Notenmaterial beschaffen konnte, und ganz viel Imagination machten sich Komponisten wie Verdi, Meyerbeer und Puccini daran, das Ferne zu „erfinden“. Werke wie die Aida, Lakmé, Turadot oder Madame Butterfly machen die andere Welt hörbar. Mit welchen Mitteln den Komponisten dies gelang, das ist Thema von Sabine Sonntags Vortrag.

Wenn Aida am Nil ihren Geliebten erwartet oder Madame Butterfly erscheint, dann klingt es uns „fremd vorm Ohr“. Warum, das wird zu untersuchen sein. Der Exotismus ist eine interessante Gattung der Kulturgeschichte und damit auch der Musikwissenschaft.