Veranstaltungen

Veranstaltungen

Hinweise zu den Vorträgen

Die DIG Hildesheim bietet meist in Kooperation mit der VHS Hildesheim Vorträge zu verschiedenen landeskundlichen Themen an: Geschichte, Kunst, Musik, Architektur, Religion, Politik, aktuelle Entwicklungen u.v.a.m. Sie finden in der Regel im Riedelsaal der Volkshochschule statt und Sie beginnen meist um 19:30 Uhr und dauern etwa anderthalb Stunden.

Eintritt dort: 5 Euro, Studenten/Schüler 2 Euro, Mitglieder frei

Nach den Vorträgen besteht die Möglichkeit, in gemütlicher Runde in einem italienischen Lokal mit den Referenten ins Gespräch zu kommen.


Adresse, Infos zur Anfahrt, Karten

Hier finden Sie die Adressen, Infos zur Anfahrt sowie Karten der Orte, an denen unsere Veranstaltungen stattfinden. Wenn Sie den Link anklicken, öffnet sich ein neues Fenster oder ein neuer Tab, wo Sie die entsprechenden Informationen finden.

Riedelsaal, Volkshochschule Hildesheim: Pfaffenstieg 4-5, 31134 Hildesheim (externer Link zu Google Maps)

  • Der Tagungsraum liegt im Obergeschoss und ist auch mit dem Fahrstuhl zu erreichen.
  • Rollstuhlfahrer haben Zugang über den Eingang in der Burgstraße.
  • Stadtbus: Haltestelle Museum
    Tageslinien 1, 4 und 5 sowie Abendlinien 101, 102, 104 und 105

Ristorante La Gondola: Osterstr. 41, 31134 Hildesheim (externer Link zu Google Maps)


Unten finden Sie eine Übersicht über alle kommenden Veranstaltungen. Wenn Sie gezielt nach Veranstaltungen suchen möchten, können Sie hier direkt zu den Kategorien gelangen:


Unsere kommenden Veranstaltungen (alle Kategorien):

Kräne Brücken Lokomotiven: Metallbauwelten von Märklin, Trix und Stabil

Datum: 7. Juli 2021

Uhrzeit: 14,30

Ort: Roemer-Pelizaeus Museum Hildesheim

Vortrag

Intensivführung (90 Min)  mit  Kurator  Dr. Bölke durch die neue Sonderausstellungim Roemer-Pelizaeus Museum

Mittwoch, 7. Juli 14,30 Uhr

Treffpunkt im Eingangsbereich des Museums um 14,20 Uhr

Eintritt Museum: Gruppenpreis (8 €)

Mitglieder des Museumsvereins oder des Freundeskreises RPM sollten ihren Mitgliedsausweis mitbringen, sie haben damit freien Eintritt,

Führung: Mitglieder frei, Nichtmitglieder 3 €

Anmeldung  bei Dr. Vogel bei den Veranstaltungen oder Tel. 86661, Fax 032223798972 oder  Email chr.vogel@dig-hildesheim.de

Bei einem Besuch ist auch ein Blick in die zweite Sonderausstellung

„FASZINATION ÄGYPTEN“ möglich

Zur Zeit (18. Mai) gilt:

Sie können unser Museum nur mit einem negativen Corona-Test oder einen Impf-oder Genesungsnachweis besuchen, ausser Kinder bis zu einem Alter von einschliesslich 14 Jahren. Ihre Kontaktdaten müssen aufgenommen werden und werden für drei Wochen aufbewahrt. Das Tragen einer Mund-Nasen-Maske (OP der FFP2 Maske) ist in unserem Haus für alle ab einem Alter von 16 Jahren Pflicht. Der Corona-Test darf nicht älter als 24 Stunden sein.

Auszug aus der Website des Museums:

Metallbaukästen eröffneten um 1900 in den Kinderzimmern völlig neue Spielwelten. Dieses geniale Konstruktionsspielzeug begeisterte durch seine Vielfältigkeit, verband es doch auf faszinierende Weise Spiel und Realität. Neben der Modelleisenbahn waren die Baukästen für kleine und große „Freizeit“-Ingenieure eines der beliebtesten Spielzeuge des 20. Jahrhunderts.

In der Wirtschaftswunderzeit der 1950er und 1960er Jahre erlebten die Metallbaukästen und hier insbesondere der Märklin-Metallbaukasten in Deutschland und in vielen anderen Ländern ihren Höhepunkt. Damit knüpfte dieses Systemspielzeug an die großen Erfolge der Zwischenkriegszeit an. Für viele Jahrzehnte war es somit ein „Spielzeug für Generationen“: Väter und Söhne, später auch Töchter fanden hier eine gemeinsame Erlebniswelt.

In der Ausstellung „Kräne – Brücken – Lokomotiven. Metallbauwelten von Märklin, Trix und Stabil“ wird die Faszination für dieses Eisenspielzeug erneut entfacht. Mit einmaligen Exponaten spannt sich ein Bogen, der von der Geschichte des Spielzeugs über die Kindheitserinnerungen bis in die Gegenwart führt.

 

Romam vidi. Auf Winckelmanns Spuren nach bella Italia

Datum: 2. September 2021

Uhrzeit: 19,30 - 21,15

Ort: Riedelsaal der VHS, Pfaffenstieg 4

Vortrag

In Kooperation mit der VHS

Vortrag mit Bildern von Klaus-Werner Haupt, Spremberg

Johann Joachim Winckelmann wurde im altmärkischen Stendal geboren, seine Kunstrevolution begann in Dresden. Von dort führt sie der Autor auf unterhaltsame wie lehrreiche Weise zu Winckelmanns Wirkungsstätten in Rom, Florenz und am Golf von Neapel. Die Formel von „edler Einfalt und stiller Größe“ wurde zum humanistischen Gedankengut einer ganzen Epoche. Johann Wolfgang von Goethe ließ sich einst „am Winckelmannischen Faden“ durch Rom leiten.

2017/18 – anlässlich des 300. Geburtstages und des 250. Sterbetages des Altertumsforschers – erfolgte die Neugestaltung des Stendaler Winckelmann-Museums. Auch darauf will der Vortrag neugierig machen.

Klaus-Werner Haupt (1951) lebt in Spremberg. Als Gymnasiallehrer ist er mit seinen Schüler*innen auf den Spuren der Klassiker unterwegs gewesen, im Ruhestand widmet er sich historischen Persönlichkeiten des 18. und 19. Jahrhunderts. Sein vom Verlagshaus Römerweg Wiesbaden publiziertes Sachbuch JOHANN WINCKELMANN erlebte 2018 eine Zweitauflage.

 

Reise nach Pavia 13. – 20.09.2021

Startdatum: 13. September 2021

Enddatum: 20. September 2021

Ort: Pavia

Reisen

Buon giorno, liebe interessierte DIGHI-Mitglieder,

unser Mitglied Helmut Steinhäuser plant, wie bereits angekündigt, erneut eine Reise in unsere Partnerstadt.

Nachfolgend einige erste Infos zur im September hoffentlich möglichen Reise:

Flug Hannover – Mailand (Malpensa).

Ein Flughafen-Bus wird den Hin- und Rücktransport von/nach zuhause in Hildesheim übernehmen.

Das günstig gelegene Hotel Excelsior (bereits reserviert) berechnet in 2021: Singola 85,00 Euro, Doppia 110,00 Euro, inklusiv landesüblichem Frühstück.

Da einige Strecken zu laufen sein werden, sollten die maximal 14 Teilnehmer gut zu Fuß sein.

Neben einer Stadtführung (PAVIA) sind mehrere Tagesfahrten (Bahn) vorgesehen. Mögliche Ziele: Milano, Torino, Genova, Cinque Terre, Bergamo. Die Auswahl erfolgt, da wetterabhängig, vor Ort. In der Vergangenheit waren manche Orte wegen Überflutungen infolge herbstlicher Starkregen nicht erreichbar.

Aufgrund der Corona-Situation kann ich derzeit keinen Termin für eine Info-Veranstaltung nennen. Desgleichen, ob die Reise überhaupt stattfinden kann. Falls Zusammenkünfte wieder möglich sein sollten, würden wir uns im Frühsommer im „Noah“ treffen.

Die Fluggesellschaften veröffentlichten bisher ihre neuen Flugpläne im Juni, sodass dann der Flug zeitnah reserviert werden müsste.

Interessenten melden sich bitte per E-Mail mit Namen, Adresse, Telefonnummer bei: hsteinhaeuser@gmx.de.

(Helmut Steinhäuser)

Das Dunkel lichtet sich: Dantes „Göttliche Komödie“ zwischen Mittelalter und Neuzeit

Datum: 16. September 2021

Uhrzeit: 19,30 - 21,15

Ort: Riedelsaal der VHS, Pfaffenstieg 4

Vortrag

In Kooperation mit der VHS

Dr. Ekkehard Kloehn, Ratzeburg

In vielen bewegenden Episoden  und Gedanken  kündigt  sich in Dantes  „Divina  Commedia “ ein  neues Denken, Fühlen und Selbstverständnis an. Sie werden hundert Jahre später  über das Mittelalter hinaus in Humanismus und Renaissance führen.  Dr. Ekkehard Kloehn spürt ihnen nach und lässt sie durch Textlesungen, Interpretationen und Abbildungen lebendig werden.

So sind es nicht zuletzt die Bilder aus sieben Jahrhunderten, die für die stimmige Atmosphäre des Vortragsabends sorgen. Denn Dantes Werk hat einen großen Einfluss auch auf die bildende Kunst ausgeübt.  Maler von Botticelli bis Dali waren  immer wieder von Dantes Vorstellungs- und Gestaltungskraft fasziniert und haben sich ihrerseits zu eindrucksvollen Bildern begeistern lassen.

Dr. Ekkehard Kloehn studierte Germanistik, Biologie und Philosophie und promovierte in Literaturwissenschaft. Er war Oberstudienrat, außerdem Redakteur und Moderator für wissenschaftliche Sendungen („Bilder der Wissenschaft“, „Ratgeber Technik“) sowie Sachbuchautor zahlreicher Werke. In den letzten Jahren beschäftigte er sich intensiv mit der Kunstgeschichte, mit dem Land Italien und natürlich mit Dante. Er lebt in Ratzeburg.

„Antiochia – römische Metropole des Orients“

Datum: 14. Oktober 2021

Uhrzeit: 19,30 - 21,15

Ort: Riedelsaal der VHS, Pfaffenstieg 4

In Kooperation mit der VHS

Prof. Dr. Ing. Mathias Döring, TU Darmstadt

Antiochia war ja nicht nur Hauptstadt der römischen Provinz Syria. Die Stadt war auch Endpunkt der Seidenstraße, über die die in der stadtrömischen High Society so begehrten Luxusgüter aus China in einem solchen Umfang nach nach Rom kamen, dass sich Plinius d.Ä. bereits Sorgen über den Kapitalabfluss nach Osten machte. Antiochia war neben Handelszentrum auch Kaiserresidenz, Luxuswohnort, Austragungsort Olympischer Spiele. Die Stadt wurde mehrfach durch katastrophale Erdbeben zerstört und immer wieder aufgebaut.                                                                                                                                          Gegen die häufigen Hochwasser baute man eine Talsperre (die noch in Betrieb ist), die großen Quellen machten sie zur wasserreichsten Stadt der Levante, die mit 400.000 Einwohnern nach Rom zeitweise die größte des römischen Imperiums war. Hier wurde die Anhänger der neuen Glaubensrichtung aus Palästina erstmals Christianoi – Christen genannt und hier startete Paulus zu seiner ersten Missionsreise. Obwohl die bedeutendste Metropole des römischen Ostens, ist über A. kaum etwas bekannt. Insofern hoffe ich auf rege Beteiligung.

Wie schon erwähnt, hatte ich vier jeweils mehrwöchige Forschungskampagnen in Antiochia zum Thema ‚Wasser‘, deren Ergebnisse im Buch ‚Antiochia – Wasser im Überfluss‘ zusammengefasst sind, das ich selbstverständlich mitbringe.

Der Autor Prof. Dr. Ing. Mathias Döring ist Professor für Wasserbau und Geotechnik unter Einbeziehung  historischer Entwicklungen an  der TU Darmstadt.

Seit 30 Jahren arbeitet er an Projekten zur Montagegeschichte sowie zum antiken und früh-neuzeitlichen Wasserbau in Mitteleuropa, Italien, der Levante und Nordafrika. Entsprechend zahlreich und informativ sind die Bezüge, die er zum Wasserbau rings ums Mittelmeer herstellt.

Professor Döring ist Mitglied der DIG Hildesheim und hatte in den vergangenen Jahren schon in vier Vorträgen über seine aktuellen Forschungen berichtet

Die Caprifischer – Italienschlager und Italienbild

Datum: 18. November 2021

Uhrzeit: 19,30 - 21,00

Ort: Riedelsaal der VHS, Pfaffenstieg 4

Vortrag

In Kooperation mit der VHS

Vortrag mit PowerPoint-Präsentation und  Musik von   Dr. Alessandra Riva aus Gießen

 

Basierend auf einigen Ergebnissen ihrer 2012 erschienenen Dissertation Traumboote nach Italien, eine literatur- und kulturwissenschaftliche Untersuchung deutscher Italienschlager (Wilhelmsfeld: Gottfried Egert Verlag, 2012), wird Dr. Alessandra Riva das Publikum in die Welt der Italienschlager führen.

In Deutschland sind zahlreiche berühmte, in den Fünfziger und Sechziger Jahren komponierte Gesangsstücke wie Capri-Fischer, Komm ein bißchen mit nach Italien oder Im Hafen von Adano immer noch populär. Auf deren Noten haben die Deutschen vor ein paar Jahrzehnten von Liebe, blauem Meer und Mandolinenklängen geträumt. Die Italienschlager sind aber nicht nur anspruchslose Unterhaltungsmusik, sondern spiegelten Gesellschaft und Geschichte wieder und spielten eine wichtige Rolle in der deutschen Nachkriegszeit.

Dr. Riva wird zuerst die Gattung des deutschen Schlagers und die Entstehung der verbreitetsten Italienvorstellungen in Deutschland mit ihrem kulturellen, historischen und gesellschaftlichen Hintergrund kurz vorstellen. Danach wird sie anhand von musikalischen Beispielen und Schlagertexten erläutern, an welchen Italiensignalen, typischen Themen und Allgemeinplätzen die Italienschlager zu erkennen sind und wie sie damit die erzählten Situationen und die Zuhörer nach einem idealisierten Italien projizieren. Als Traumwelt der Liebe, der Musik, des Genusses, der malerischen Landschaften wurde Italien zu einem Mythos in den deutschen Italienschlagern, der zuerst einen Zufluchtsort für die Deutschen der Nachkriegszeit darstellte, später doch zu einem konkreten Reiseziel wurde. Trotz der Unannehmlichkeiten eines wirklichen Italienurlaubs und der weniger schönen Seiten des Landes bestand dieser Mythos in der deutschen Gesellschaft weiterhin und heutzutage besteht er immer noch.

Wegen der aktuellen Situation müssen wir  wir die Hygienevorschriften der VHS für den Riedelsaal beachten:

Dazu gehört auch, dass eine vorherige Anmeldung der Teilnehmenden erforderlich ist.

Dazu bitte ich Sie um Benachrichtigung telefonisch unter der Nummer          05121-877844 (Anrufbeantworter) bzw. auf meiner                                              Emailadresse chr.vogel@dig-hildesheim.de oder Fax 032223798972 bzw. über das Kontaktformular auf dieser Website

Der Exotismus in der Musik

Datum: 13. Januar 2022

Uhrzeit: 19,30 - 21,00

Ort: Riedelsaal der VHS, Pfaffenstieg 4

Vortrag

In Kooperation mit der VHS

 

„In fernem Land, unnahbar euren Schritten“

Der Exotismus in der Musik oder Wie ein Italiener sich die Musik von Ägypten und Japan vorstellt

Prof. Dr. phil. Sabine Sonntag, Musikhochschule Hannover

Im 19. Jahrhundert nach Fernost reisen, das konnten nur wenige. Die Europäer hatten eher vage Vorstellungen von Japan oder Indien. Aber der Drang, das eigene Gesichtsfeld auszuweiten, war groß. Ein paar Abenteurer brachen um 1850 auf, um ferne Länder zu erkunden. Was sie dort erlebten, schrieben sie auf, und über solch reich ausgeschmückte Erlebnisromane voller exotischem Flair kam das Ferne nach Paris, Mailand, London und Berlin.

Und es kam auf die Schreibtische der Komponisten, die selbst nie im indischen Dschungel waren oder vor einem chinesischen Buddha gestanden haben. Mit einer Mischung aus authentischer indischer oder chinesischer Musik, die man sich per Notenmaterial beschaffen konnte, und ganz viel Imagination machten sich Komponisten wie Verdi, Meyerbeer und Puccini daran, das Ferne zu „erfinden“. Werke wie die Aida, Lakmé, Turadot oder Madame Butterfly machen die andere Welt hörbar. Mit welchen Mitteln den Komponisten dies gelang, das ist Thema von Sabine Sonntags Vortrag.

Wenn Aida am Nil ihren Geliebten erwartet oder Madame Butterfly erscheint, dann klingt es uns „fremd vorm Ohr“. Warum, das wird zu untersuchen sein. Der Exotismus ist eine interessante Gattung der Kulturgeschichte und damit auch der Musikwissenschaft.