Vergangene Veranstaltungen

Vergangene Veranstaltungen

Hier finden Sie eine Übersicht unserer vergangenen Veranstaltungen:


Italien zwischen Königreich, Diktatur und Republik 1922-1947

Datum: 26. Januar 2023
Uhrzeit: 18:15 - 20:00
Ort: Riedelsaal der VHS, Pfaffenstieg 4

Dr. Christiane Liermann (Villa Vigoni, Menaggio)

In Kooperation mit der VHS:

Gemeinschaftsprojekt der „Europagespräche“ des Instituts für Geschichte der Universität Hildesheim, Prof. Dr. M. Gehler

Die Jahre zwischen 1922 und 1947 sind für Italien grundstürzend. Der vergleichsweise junge Nationalstaat (Gründung 1861) erlebt im Ersten Weltkrieg ein kollektives Trauma. Es ist für Italien „der große Krieg“ („la Grande Guerra“) mit mehr Opfern als im Zweiten Weltkrieg. Die Kriegserfahrung trägt zum Aufstieg des Faschismus bei. Dessen „Erfinder“ Benito Mussolini erkämpft sich 1922 die politische Macht mit einer Doppelstrategie von politischem Terror und formaler Legalität  –  eine Strategie, die Adolf Hitler später im Deutschen Reich kopieren wird. Mussolini errichtet in Italien eine Diktatur, hält aber sozusagen den Rahmen der Monarchie aufrecht. 1943 zerbricht das Kriegsbündnis der Diktatoren Hitler und Mussolini, NS-Deutschland besetzt große Teile Italiens, in Italien kommt es zum Bürgerkrieg. Am Ende des Krieges befindet sich Italien in einer hybriden Position. Der Wunsch ist übermächtig, sich der Seite der siegreichen Alliierten zuzurechnen. Dieser Wunsch setzt sich durch und nährt die Erzählung von den „anständigen Italienern“ (Italiani brava gente), die zu einem der wichtigsten Narrativ der Nachkriegszeit wird. Die Italiener werden aufgerufen, über die von ihnen bevorzugte Staatsform in Italien abzustimmen. Ganz knapp entscheidet sich eine Mehrheit für die Abschaffung der Monarchie. Mit der neuen Verfassung beginnt 1948 das republikanische Kapitel in der Geschichte Italiens.

Dr. Christiane Liermann Traniello hat in Bonn, Siena, Karlsruhe und Zürich Geschichte, Philosophie und Romanistik (Italienisch) studiert. Sie wurde von Bernd Roeck an der Universität Zürich mit einer Arbeit zum politischen Denken des Philosophen-Theologen Antonio Rosmini (1797-1855) promoviert. Dessen „Philosophie der Politik“ hat sie auch ins Deutsche übersetzt. Die Konrad Adenauer-Stiftung förderte die Untersuchung mit einem Promotionsstipendium. Seit Dezember 1995 ist sie als Wissenschaftliche Referentin beim Deutsch-Italienischen Zentrum Villa Vigoni tätig. Seit Oktober 2018 ist sie dort Generalsekretärin.

Zusammen mit Wissenschaftlern aus Italien und Deutschland setzt sie die Erforschung von Antonio Rosminis philosophischem Werk fort. Einen weiteren Arbeitsschwerpunkt bilden daneben die politischen und kulturellen Beziehungen zwischen Italien und Deutschland, unter besonderer Berücksichtigung religiöser und konfessioneller Fragen, mit denen sie sich im Rahmen von wissenschaftlichen Tagungen und Veröffentlichungen beschäftigt.

Dr. Liermann Traniello ist Mitglied in der Redaktion der geschichtswissenschaftlichen Zeitschrift „Contemporanea. Rivista di storia dell’800 e del ’900“ (Il Mulino, Bologna) und in der Redaktion der “Annali di storia dell’educazione e delle istituzioni scolastiche” (Editrice La Scuola, Brescia) sowie des Board von “Res Publica, the Journal of international political and historical studies” (LUMSA, Rom).

 

 

 

Triest – Hauptstadt der Region und Zentrum klassizistischer Stadtbaukunst

Datum: 12. Januar 2023
Uhrzeit: 19:00 - 20:30
Ort: Riedelsaal der VHS, Pfaffenstieg 4
Vortrag

Vortrag mit Lichtbildern von Richard Konstantin Blasy, München

Triest – auf den Ausläufern der „Monti carsi“ über der Adriaküste liegend – entstand ab 33 vor Chr. als römische Kolonie und gelangte danach zu hoher wirtschaftlicher und kultureller Blüte.

An die Erhebung der „Civitas Tergestina“ zum regionalen Bischofssitz im 10. Jhdt. erinnern eindrucksvolle Kirchenbauten.

Entscheidend für die neue Bedeutung Triests und den Wiederaufstieg zum Handelszentrum  wurde der Anschluss an das Habsburgerreich 1382.

Den Beginn einer neuen Glanzzeit der Stadt brachte die Erhebung zum Freihafen und zum Haupthafen Habsburgs am Mittelmeer 1719. Ab 1749 erfolgte die Anlage der „Citta Theresiana“ als Planstadt orthogonalen Schemas um den Canale Grande, der städtebaulichen Dominante : Ein faszinierendes Ensemble aus Straßen, Plätzen und Kirchen, die Triest zu einem bedeutenden Zentrum klassizistischer Stadtbaukunst werden liessen.

ISLAM IN EUROPA 1000-1250 – Führung durch die neue Sonderausstellung im Dommuseum

Datum: 17. Dezember 2022
Uhrzeit: 14:30 - 16:00
Ort: Dommuseum Hildesheim
Kultur | Reisen

Führung durch die neue Sonderausstellung im Dommuseum

Die Führung leitet unser Mitglied Frau Anneli Geipel

Auszug aus der Website des Dommuseums www. dommuseum-hildesheim.de:

„Ausstellung: In den Kirchenschätzen Europas und im Hildesheimer Domschatz (UNESCO-Welterbe) sind zahlreiche Kunstwerke aus vom Islam geprägten Regionen überliefert. Ausgehend von diesen Objekten werden in der großen Sonderausstellung im Dommuseum Hildesheim die Gemeinsamkeiten und Verflechtungen der Kulturen aufgezeigt. Hochkarätige internationale Leihgaben unter anderen aus Florenz, London, Paris und Wien bieten eine einzigartige Möglichkeit, dieses auch für die Gegenwart relevante Thema zu betrachten.

Córdoba, Palermo, Kairo und Konstantinopel waren glänzende Metropolen mit florierender Wirtschaft, Wissenschaft und Kunst. Kostbare Bergkristallgefäße, Seidenstoffe, Elfenbeinschnitzereien und Übersetzungen von wissenschaftlicher Literatur fanden aus den vom Islam geprägten Regionen einen Weg bis nach Mitteleuropa. Die Migration der Objekte sowie die Vermittlung von Wissen und Technik führten zu einer Verflechtung der Kulturen. Sie verbanden über die Grenzen von Religionen und Sprachen und geographische Entfernungen hinweg die Gebiete des heutigen Irak und Iran über Nordafrika und Spanien bis nach Mitteleuropa. In den Kirchenschätzen erhalten, zeugen diese Objekte von den Gemeinsamkeiten der Kulturen in der Zeit zwischen 1000 und 1250.“

Treffpunkt im Eingangsbereich des Museums um 14,20Uhr

Eintritt Museum: Gruppenpreis (4,00€)

Die Führungskosten übernimmt die DIG für Mitglieder

Von Nichtmitgliedern bitten wir um eine Kostenbeteiligung von 4€

Bitte passend mitbringen, da der Betrag vorher eingesammelt werden muss

Anmeldung  bei Dr. Vogel bei den Veranstaltungen oder Tel 05121-877844 (ggf. auf Anrufbeantworter), Fax 032223798972 oder Email:

chr.vogel@dig-hildesheim.de

Begrenzte Teilnehmerzahl

Weihnachtlicher Jahresausklang

Datum: 11. Dezember 2022
Uhrzeit: 18:30 - 22:00
Ort: Ristorante Lannutti, Schmiedestr. 10, Hildesheim
Kultur

Sonntag, 11.12.2022, 18:30 Uhr, im Ristorante „Lannutti“

in Bavenstedt, Schmiedestr. 10

(erreichbar mit Bus 101 alle 60 Minuten)

(Einlass: 18.00 Uhr)

4-Gänge-Menu incl. Prosecco

(Sonderwünsche z. Essen bitte rechtzeitig angeben)

Preis pro Person: 20,00 € (ohne Getränke)

Dieses Jahr wollen wir besinnlich feiern, es gibt „musica sotto fondo“ mit Anja und vielleicht literarische Überraschungen.

Info und Anmeldung möglichst bald bei:

Cav. Enzo Iacovozzi (Tel. 0176 2052 7765)

E-Mail: enzoiacovozzi@gmail.com

Überweisung direkt an:

Enzo Iacovozzi, Stichwort: WJA 2022

IBAN: DE 65 2595 0130 0111 0468 67

Sparkasse Hildesheim-Goslar-Peine

Begrenzte Sitzplätze, bei der Anmeldung bitte auch Personenzahl angeben! (zen)

Ausstellungsbesuch „Nach Italien – eine Reise in den Süden“ im Landesmuseum Hannover

Datum: 10. Dezember 2022
Uhrzeit: 14:00 - 15:00
Ort: Landesmuseum Hannover - Das Weltenmuseum Willy-Brandt-Allee 5, Hannover
Reisen

Besuch der neuen Sonderausstellung

„nach Italien eine Reise in den Süden“

Individuelle Anreise.

An diesem Tage wäre auch noch der Besuch des Weihnachtsmarkts in Hannover oder ein Einkaufsbummel usw. möglich

Treffpunkt im Eingangsbereich des Museums um 13,50

Führungsdauer ca. eine Stunde

Der Eintritt kostet 8€, die Führungskosten übernimmt die DIG.

Weitere Informationen:

https://www.landesmuseum-hannover.de/ausstellungen/nach-italien/

Anmeldungen bei Dr. Vogel bei den Veranstaltungen oder

Tel. 05121-877844 (ggf. Anrufbeantworter), Fax 032223798972 oder Email: chr.vogel@dig-hildesheim.

Begrenzte Teilnehmerzahl

Auszug aus der Website des Museums:

Der Duft von Zitronen, magisches Licht, verwunschene Landschaften: Sehnsuchtsort Italien! Lange bevor der Massentourismus das Reisen zur Normalität macht, pilgern Adelige, reiche Bürgerliche und viele Künstler gen Süden. Die Ausstellung folgt diesen Reisenden in das Land Ihrer Träume – zeigt aber auch den italienischen Blick auf die eigene Heimat. So führt die »Reise in den Süden« das Publikum in ein malerisches Italien der Vergangenheit, geprägt durch den Blick seiner Bewunderer.

Getrieben von künstlerischer Neugierde suchen sie nach Inspiration, Freiheit und einem neuen Lebensgefühl. Im Zentrum der europäischen Kunst bewundern sie antike Meisterwerke und wandeln auf den Spuren der alten Meister. Mitbringsel dieser »Grand Tour« sind mitunter reiche Kunstsammlungen – ein Versuch, das »dolce vita« in der Heimat zu konservieren.

Die Ausstellung folgt den Reisenden in das Land ihrer Träume – zeigt aber auch den italienischen Blick auf die eigene Heimat. Piranesi, Ahlborn, Signac oder Slevogt: Sie alle haben Landschaften, Licht und Leute Italiens auf ihre ganz eigene Weise eingefangen und damit persönliche Visionen ihres Sehnsuchtsorts geschaffen. So führt die »Reise in den Süden« die Betrachter*innen in ein malerisches Italien der Vergangenheit, geprägt durch den Blick seiner Bewunderer.

 

Italia: Sehnsuchtsland, wo Musik und Malerei, Künste und Kultur, und allerlei Märchen blühen … ein Erzählabend

Datum: 24. November 2022
Uhrzeit: 19:30 - 21:00
Ort: Riedelsaal der VHS, Pfaffenstieg 4
Vortrag

Kristina Osmers, Hildesheim

In Kooperation mit der VHS

Die Brüder Grimm waren beeindruckt von Märchen-Quellen aus Italien. Giovanni Francesco Straparola galt und gilt als einer der ersten Märchensammler Europas. Zwischen 1550 und 1553 publizierte er ‚Le piacevoli notti‘ – die ergötzlichen Nächte. In den Besitz des begehrten Werkes von Giambattista Basile (‚Il Pentamerone‘ – posthum publiziert 1634/36) gelangten die Grimmschen Brüder hingegen nicht, der ‚Haltefest‘ Brentano ließ niemanden an das Buch heran. Lediglich in neapolitanischer Mundart lag den Grimms die begehrte Märchensammlung  vor. Heute nun können wir den literarischen Schatz nach Lust und Laune heben.

Märchen und Mythen offerieren zeitlos gültige Lebensweisheiten und tradieren das ’nicht zu Vergessende‘. Sie berichten von herausfordernden Abenteuern, bewältigten Bedrohungen und hilfreichen Wesen …. Sie halten uns Menschen einen Spiegel vor, lassen Innehalten, ermöglichen Einsichten und zaubern ein Lächeln auf unser Gesicht. Märchen wurzeln in längst vergangenen Zeiten (‚Es war einmal …‘) – dennoch, Märchen schenken Wegweisung und Orientierung, auch heute.

Im trüben November  erzählt Kristina Osmers vom prallen italienischen Leben, so heiter und derb, süß und erhaben, traurig und fröhlich, wie Leben halt ist überall in der menschlich-mythischen Welt.

‚Kristalotta‘ lädt dazu ein, verborgene Resonanzen aufzuspüren und darüber in Austausch zu treten.

Schon als Kind erzählte sie gern.
Kristina Osmers, geboren 1955 in Hannover, arbeitete als Lehrerin,
Schulleiterin, Dezernentin für die Qualifizierung von schulischem
Führungspersonal, und stets begleiteten sie Geschichten. Visionen oder auch
Zielvorstellungen wirken umso leitender je konkreter und detaillierter sie sind,
quasi in Erzählungen sinnlich erfahrbar. Geschichten, also auch Märchen,
schildern Wertorientierungen und schenken uns Modell-Beispiele erfolgreicher
Menschen.
Nach der Pensionierung wiederentdeckte Ihr Ehemann das Potential ihrer
story-telling-Begabung.
Kristina Osmers ist Mitglied in der europäischen Märchengesellschaft und
absolvierte dort eine dreijährige Ausbildung zur Erzählerin.
Eine besondere Erzählung mündete in die Stiftung Villa ganZ: Hier werden
mietpreisgebundene Wohnungen in generationsübergreifenden Projekten
gebaut, und zwar für nicht vom finanziellen Glück besuchte Alleinerziehende
und Alleinstehende. Aber das ist eine andere Geschichte.
Heute nun soll es um Italien und seine Märchen gehen.
Herr Werner Dicke führt jeweils kurz ein in Zeitumstände und Person, die die
Volksmärchen sammelte und aufschrieb. Danach hören wir jeweils ein
zeitgenössisches Märchen, das nach langer Erzähltradition den glücklichen Weg
zwischen die Buchdeckel fand.
Viel Vergnügen.

Wegen der aktuellen Situation müssen   die Hygienevorschriften der VHS für den Riedelsaal  beachtet werden:

Berücksichtigung der 3G Regeln: Genesen, Geimpft oder Getestet sowie Abstand, Hygiene, Maske bis zum Platz

Dazu gehört auch, dass eine vorherige Anmeldung der Teilnehmenden erforderlich ist.

Dazu bitten wir um Benachrichtigung telefonisch unter der Nummer  05121-877844 oder auf der  Emailadresse chr.vogel@dig-hildesheim.de oder Fax 032223798972

Genua- La Superba

Datum: 17. November 2022
Uhrzeit: 19:30 - 21:00
Ort: Riedelsaal der VHS, Pfaffenstieg 4
Vortrag

In Kooperation mit der VHS

Dr. Ulrike Müller-Heckmann, Hamburg

Genua schaut aufs Meer, und auch seine Geschichte ist eng mit der Seefahrt verknüpft. Handelsbeziehungen nach Spanien, Nordafrika und Kleinasien machten die Stadt schon im Mittelalter reich. Als wichtigster Geldgeber der spanischen Krone war Genua auch Hauptfinanzier der Amerikaexpedition des berühmtesten Sohnes der Stadt, Christoph Columbus – und profitierte vom Reichtum aus der neuen Welt. Ruhm erlangte Genua schließlich unter dem legendären, als unbesiegbar geltenden Admiral Andrea Doria zu Beginn des 16. Jahrhunderts. Sein politischer Einfluss lässt die Hafenstadt am Ligurischen Golf zu „La Superba“, zum stolzen Genua werden. Der Glanz dieser Epoche, der Luxus der Stadtpaläste aus Renaissance und Barock, lässt sich noch heute entdecken. In der Via Garibaldi und der Via Balbi reihen sich die Palazzi mit reicher Ausstattung und herrlichen, verborgenen Gartenhöfen. Mittelalterliche
Architektur bewahrt der Dom San Lorenzo, viele weitere Kirchen und Kapellen lassen sich im stimmungsvollen, ganz orientalisch wirkenden Gewirr der Altstadtgassen entdecken. Aber auch die Moderne ist in Genua zu Hause: Stararchitekt Renzo Piano, auch Sohn der Stadt, hat eine Reihe spannender Gebäude („Bigo“, „Bolla“) am alten Hafen gebaut.

Dr. Ulrike Müller-Heckmann hat Kunstgeschichte, Literaturwissenschaft und Malerei studiert und war Forschungs-Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes. Seit 1996 ist sie Studienleiterin beim kunstforum. Ihre Begeisterung für die Kunst und Architektur vom Mittelalter bis zur Moderne möchte sie in Seminaren und Studienfahrten mit vielen Interessierten teilen!

Wegen der aktuellen Situation müssen   die Hygienevorschriften der VHS für den Riedelsaal beachtet werden: Maske, Abstandsregelung in den Sitzreihen, Händedesinfektion am Eingang.

Dazu gehört auch, dass eine vorherige Anmeldung der Teilnehmenden erforderlich ist.

Dazu bitten wir um Benachrichtigung telefonisch unter der Nummer  05121-877844  oder der  Emailadresse chr.vogel@dig-hildesheim.de oder  Fax 032223798972 

Falls das versäumt wurde ist auch noch eine Anmeldung am Vortragstag am Saaleingang möglich.

Braunkohlwanderung

Datum: 12. November 2022
Uhrzeit: 14:30 - 20:00
Ort: Start Einkaufszentrum Marienburger Höhe

Treffpunkt: Einkaufszentrum Marienburger Höhe
Kleidung: wetterfest, da bei jeder Witterung gewandert wird

Strecke: ca. 8 bis 10 km

Braunkohlessen: ab ca. 18 Uhr, Ziel noch nicht bekannt

Kosten: 15 Euro pro Person

Wer nicht mitwandern kann oder will, aber zum Essen kommen möchte, kann sich bei unserem Schatzmeister Hans-Jürgen Blasig anmelden. Er bereitet die Wanderung auch wieder vor und hat bestimmt wieder Überraschungen parat.
Anmeldung durch Überweisung des Teilnahme-Betrages auf das bekannte DIGHI-Konto (DE40 2595 0130 0000 0268 40) bis 04.11.22 (zen)

Der Exotismus in der Musik

Datum: 10. November 2022
Uhrzeit: 19:30 - 21:00
Ort: Riedelsaal der VHS, Pfaffenstieg 4
Vortrag

In Kooperation mit der VHS

 

„In fernem Land, unnahbar euren Schritten“

Der Exotismus in der Musik oder Wie ein Italiener sich die Musik von Ägypten und Japan vorstellt

Prof. Dr. phil. Sabine Sonntag, Musikhochschule Hannover

Im 19. Jahrhundert nach Fernost reisen, das konnten nur wenige. Die Europäer hatten eher vage Vorstellungen von Japan oder Indien. Aber der Drang, das eigene Gesichtsfeld auszuweiten, war groß. Ein paar Abenteurer brachen um 1850 auf, um ferne Länder zu erkunden. Was sie dort erlebten, schrieben sie auf, und über solch reich ausgeschmückte Erlebnisromane voller exotischem Flair kam das Ferne nach Paris, Mailand, London und Berlin.

Und es kam auf die Schreibtische der Komponisten, die selbst nie im indischen Dschungel waren oder vor einem chinesischen Buddha gestanden haben. Mit einer Mischung aus authentischer indischer oder chinesischer Musik, die man sich per Notenmaterial beschaffen konnte, und ganz viel Imagination machten sich Komponisten wie Verdi, Meyerbeer und Puccini daran, das Ferne zu „erfinden“. Werke wie die Aida, Lakmé, Turandot oder Madame Butterfly machen die andere Welt hörbar. Mit welchen Mitteln den Komponisten dies gelang, das ist Thema von Sabine Sonntags Vortrag.

Wenn Aida am Nil ihren Geliebten erwartet oder Madame Butterfly erscheint, dann klingt es uns „fremd vorm Ohr“. Warum, das wird zu untersuchen sein. Der Exotismus ist eine interessante Gattung der Kulturgeschichte und damit auch der Musikwissenschaft.

 

Sabine Sonntag, in Wien geboren und eine der ersten Absolventinnen des Studiengangs Musiktheater-Regie in Hamburg bei Götz Friedrich, lehrt an der Musikhochschule Hannover Operndramaturgie und Musikwissenschaft. Ab Wintersemester 2013/14 übernahm sie zudem eine Gastprofessur an der International Psychoanalytic University Berlin (IPU).

Seit 1976 arbeitete sie an zahlreichen Opernhäusern im In- und Ausland, darunter langjährig in Hannover und Braunschweig sowie in Stuttgart, München, London und Tokio. Sabine Sonntag hat mehrere Bücher zur hannoverschen Theatergeschichte herausgegeben, sie ist Autorin von Opernrevuen und Rundfunksendungen und hält seit mehr als zwanzig Jahren bundesweit Vorträge zum Thema Oper.

Promotion mit einer Arbeit über „Richard Wagner im Kino“.

Im April 2013 ist ihr neues Buch „Einfach toll! Der Opernbesuch im Spielfilm“ bei Königshausen & Neumann, Würzburg, erschienen. Ein Buch zum Thema Tristan und Isolde im Film ist im Juli 2015 erschienen. Im Augenblick arbeitet sie an einem Kompendium zum Thema „Die Bibel als Opernstoff“.

 

 

Wegen der aktuellen Situation müssen   die Hygienevorschriften der VHS für den Riedelsaal beachtet werden: Maske bis zum Platz, Abstandsregelung in den Sitzreihen, Händedesinfektion am Eingang. 

Erforderlich ist die Beachtung der 3G Regel: Genesen, Geimpft oder Getestet

Dazu gehört auch, dass eine vorherige Anmeldung der Teilnehmenden erforderlich ist.

Dazu bitten wir um Benachrichtigung telefonisch unter der Nummer  05121-877844  oder auf der  Emailadresse chr.vogel@dig-hildesheim.de oder Fax 032223798972 

Falls das versäumt wurde ist auch noch eine Anmeldung am Vortragstag am Saaleingang möglich.

BOCCACCIO – ein Dichterleben zwischen Hölle und Paradies

Datum: 6. Oktober 2022
Uhrzeit: 19:30 - 21:00
Ort: Riedelsaal der VHS, Pfaffenstieg 4
Vortrag

Autorenlesung von Dr. Klaus Engert,   Maroldsweisach

Der Autor erläutert und liest aus seiner glanzvollen Lebensbeschreibung des Vaters der europäischen Prosaliteratur in Zeiten des ausufernden Frühkapitalismus zwischen Florenz und Neapel. Boccaccio musste mitten in seinem Leben mit der Pest des Jahres 1348 die größte Pandemie, die Europa je heimsuchte, miterleben. Die anschaulich erläuterten gesellschaftlichen Veränderungen der damaligen Zeit erinnern stark an die durch die Corona-Pandemie hervorgerufenen.
Zunächst entführt Engert in die glückliche Studienzeit in Neapel rund um den Hof König Roberts von Anjou und Boccaccios unbeschwertes, genussvolles Leben. In spannendem Kontrast dazu steht sein Rückzug in die ländliche Abgeschiedenheit des toskanischen Certaldo mit der bewussten Abkehr von gesellschaftlichen Eitelkeiten und vom übertriebenen Materialismus. So entsteht das Porträt eines prägenden Humanisten der Frührenaissance, der der Menschheit seinen Decamerone geschenkt hat. Engert lässt den Menschen voller Güte und Mitmenschlichkeit lebendig werden, der neapolitanische Lebensfreude und toskanische Tugenden in sich und seiner Literatur vereint – dessen Leben aber auch geprägt war von der todbringenden Epidemie von 1348, ihren Spätfolgen und den bis zu seinem Tod wiederkehrenden weiteren Wellen.

Die  Veranstaltung ist konzipiert in drei Teilen als möglichst kurzweilige Kombination von einführenden Erläuterungen und der Lektüre von Passagen aus der Biographie. Dabei sind längere Passagen aus den Werken von Boccaccio enthalten sowie zwei Gedichte im Original nebst der deutschen Übersetzung. Die drei Teile werden unterteilt durch die Einspielung vom Band von zwei kurzen, passenden Musikstücken. Der Abend dauert etwa 70 Minuten zuzüglich etwaiger Fragen aus dem Publikum.

Dr. Klaus Engert, geboren 1964 in Würzburg, widmete sich bereits im Studium u.a. an der Universität Bologna bei Umberto Eco der italienischen Sprache, Geschichte und Kunstgeschichte und der italienischen Literatur des 14. Jahrhunderts.                                                                                                                                                                                                     Dr. Klaus Rudolf Engert war kaufmännischer Direktor an den Theatern in Nordhausen, Augsburg, Mannheim und Freiburg. Er beschäftigte sich bereits während seines Studiums mit der italienischen Sprache und Sprachgeschichte sowie Dantes Göttlicher Komödie. Heute arbeitet er in der Kulturberatung und als Autor.

Er ist Autor von Büchern zu Dante und Bocaccio, die beim Vortrag vorgestellt werden.

Wegen der aktuellen Situation müssen   die Hygienevorschriften der VHS für den Riedelsaal beachtet werden:  Maske, Abstandsregelung in den Sitzreihen, Händedesinfektion am Eingang.

Dazu gehört auch, dass eine vorherige Anmeldung der Teilnehmenden erforderlich ist.

Dazu bitten wir um Benachrichtigung telefonisch unter der Nummer  05121-877844  oder der  Emailadresse chr.vogel@dig-hildesheim.de oder  Fax 032223798972 

Falls das versäumt wurde ist auch noch eine Anmeldung am Vortragstag am Saaleingang möglich.