Umjubelte Opernpremiere am tfn
Am 21.02.2026 feierte Giuseppe Verdis Oper Rigoletto ihre umjubelte Premiere im Stadttheater Hildesheim. In der Inszenierung von Shira Zsofia Szabady werden die Zuschauenden an den Hof des Duca di Mantova entführt. Das Leben dort gleicht einem düsteren Zirkus, in dem der Hofnarr Rigoletto seine giftigen Späße mit den Höflingen spielt. Sie erscheinen in Commedia dell’Arte-Kostümen und als einheitliche Menge. Die Drehbühne und die Kostüme sind in Rot und Schwarz gehalten. Der Herzog im Abendkleid sammelt Frauen wie Schmetterlinge, kaum hat er eine erobert, schaut er schon nach der nächsten aus. Und so verführt er auch Gilda, die Tochter Rigolettos, obwohl der sie streng in seinem Haus wie in einem Käfig gefangen hält. Schließlich geht Gilda an Stelle des Ducas in den Tod, den sie frei wählt, da sie bei ihrem Vater keine Freiheit hat.
Die tfn-Philharmonie unter Leitung von GMD Florian Ziemen spielt großartig auf und David Zoto Zambrana glänzt als Duca. Bariton Andrey Andreyachik als Rigoletto ist einmal abstoßend in seinen Flüchen und dann ergreifend in seiner Trauer um seine Tochter, verkörpert von Gabrielé Jocalité. Sie überzeugt mit strahlendem Sopran bei ihrem Debüt als Gilda, und auch Neele Kramer als Maddalena ist überzeugend. Schade, dass sie in ihrem rosa Ballett-Tutu unvorteilhaft gekleidet ist. Auch die anderen Solistinnen und Solisten wie Tobias Hieronimi geben ihr Bestes. Mir hat es gut gefallen, dass die Oper in Originalsprache (mit Übertiteln) gesungen wird. Weitere Infos und Tickets auf www.tfn-online.de. (Heidemarie Zentgraf)