„Antiochia – römische Metropole des Orients“

„Antiochia – römische Metropole des Orients“

Datum: 14. Oktober 2021

Uhrzeit: 19,30 - 21,15

Ort: Riedelsaal der VHS, Pfaffenstieg 4

Vortrag

In Kooperation mit der VHS

Prof. Dr. Ing. Mathias Döring, TU Darmstadt

Antiochia, das heutige Antakya (Türkei), war mit bis zu 400.000 Einwohnern neben Rom, Alexandria und Byzanz eine der großen Metropolen der römischen Antike. Die Lage am Ende der Seidenstraße machte sie zum bedeutendsten Handelsplatz der Levante. Zeitweise Hauptstadt des Seleukidenreichs und der römischen Provinz Syria galt es als ‚Krone des Orients’. Wiederholt durch Erbeben zerstört, wurde Antiochia jedes Mal größer und schöner wieder aufgebaut.

Sein Reichtum zeigte sich auch an der Infrastruktur. Mit starken Quellen und 6 Aquädukten galt es als wasserreichste Stadt des halbariden Orients. Heute liegt die antike Stadt mit ihrer 4 km langen prächtigen Kolonnadenstraße bis zu 12 m unter Schutt begraben. Erhalten sind Teile der Stadtmauer, die robusten Wasserbauten und eine im 6. Jh. zur Talsperre umgebaute Aquäduktbrücke, die noch heute vor Hochwasser schützt.

Prof. Döring berichtet über seine mehrjährige Feldarbeit in Antiochia. Seit 2020 liegt auch ein reich bebilderter, ausführlicher Berichtsband vor, der ein bisher unbearbeitetes Kapitel in der Literatur über Antiochia schließt.

Wie schon erwähnt, hatte ich vier jeweils mehrwöchige Forschungskampagnen in Antiochia zum Thema ‚Wasser‘, deren Ergebnisse im Buch ‚Antiochia – Wasser im Überfluss‘ zusammengefasst sind, das ich selbstverständlich mitbringe.

Der Autor Prof. Dr. Ing. Mathias Döring ist Professor für Wasserbau und Geotechnik unter Einbeziehung  historischer Entwicklungen an  der TU Darmstadt.

Seit 30 Jahren arbeitet er an Projekten zur Montagegeschichte sowie zum antiken und früh-neuzeitlichen Wasserbau in Mitteleuropa, Italien, der Levante und Nordafrika. Entsprechend zahlreich und informativ sind die Bezüge, die er zum Wasserbau rings ums Mittelmeer herstellt.

Professor Döring ist Mitglied der DIG Hildesheim und hatte in den vergangenen Jahren schon in vier Vorträgen über seine aktuellen Forschungen berichtet.

Wegen der aktuellen Situation müssen   die Hygienevorschriften der VHS für den Riedelsaal beachtet werden: Maske, Abstandsregelung in den Sitzreihen, Händedesinfektion am Eingang. Es gilt für den Riedelsaal die 3G Regel: Genesen, Geimpft oder Getestet.

Dazu gehört auch, dass eine vorherige Anmeldung der Teilnehmenden erforderlich ist.

Dazu bitten wir um Benachrichtigung telefonisch unter der Nummer  05121-877844 (Anrufbeantworter) oder auf der  Emailadresse chr.vogel@dig-hildesheim.de oder

Fax 032223798972 oder über das Kontaktformular auf der Website dig-hildesheim.de

Falls das versäumt wurde ist auch noch eine Anmeldung am Vortragstag am Saaleingang möglich.


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