„Antiochia – römische Metropole des Orients“

„Antiochia – römische Metropole des Orients“

Datum: 14. Oktober 2021

Uhrzeit: 19,30 - 21,15

Ort: Riedelsaal der VHS, Pfaffenstieg 4

In Kooperation mit der VHS

Prof. Dr. Ing. Mathias Döring, TU Darmstadt

Antiochia war ja nicht nur Hauptstadt der römischen Provinz Syria. Die Stadt war auch Endpunkt der Seidenstraße, über die die in der stadtrömischen High Society so begehrten Luxusgüter aus China in einem solchen Umfang nach nach Rom kamen, dass sich Plinius d.Ä. bereits Sorgen über den Kapitalabfluss nach Osten machte. Antiochia war neben Handelszentrum auch Kaiserresidenz, Luxuswohnort, Austragungsort Olympischer Spiele. Die Stadt wurde mehrfach durch katastrophale Erdbeben zerstört und immer wieder aufgebaut.                                                                                                                                          Gegen die häufigen Hochwasser baute man eine Talsperre (die noch in Betrieb ist), die großen Quellen machten sie zur wasserreichsten Stadt der Levante, die mit 400.000 Einwohnern nach Rom zeitweise die größte des römischen Imperiums war. Hier wurde die Anhänger der neuen Glaubensrichtung aus Palästina erstmals Christianoi – Christen genannt und hier startete Paulus zu seiner ersten Missionsreise. Obwohl die bedeutendste Metropole des römischen Ostens, ist über A. kaum etwas bekannt. Insofern hoffe ich auf rege Beteiligung.

Wie schon erwähnt, hatte ich vier jeweils mehrwöchige Forschungskampagnen in Antiochia zum Thema ‚Wasser‘, deren Ergebnisse im Buch ‚Antiochia – Wasser im Überfluss‘ zusammengefasst sind, das ich selbstverständlich mitbringe.

Der Autor Prof. Dr. Ing. Mathias Döring ist Professor für Wasserbau und Geotechnik unter Einbeziehung  historischer Entwicklungen an  der TU Darmstadt.

Seit 30 Jahren arbeitet er an Projekten zur Montagegeschichte sowie zum antiken und früh-neuzeitlichen Wasserbau in Mitteleuropa, Italien, der Levante und Nordafrika. Entsprechend zahlreich und informativ sind die Bezüge, die er zum Wasserbau rings ums Mittelmeer herstellt.

Professor Döring ist Mitglied der DIG Hildesheim und hatte in den vergangenen Jahren schon in vier Vorträgen über seine aktuellen Forschungen berichtet


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