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Die Zeitschrift IL PONTE erscheint drei- bis viermal im Jahr. Die Verteilung erfolgt kostenlos an die Mitglieder durch Postversand sowie an die Besucher der Veranstaltungen. Namentlich gekennzeichnete Artikel geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

 

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  • Apr. 1995 - Aug. 1996:
    Leonardo Civale
  • Nov. 1996 - Jan. 1998:
    Dr. Michele Lodeserto
  • Apr. 1998:
    Fabrizio Capilupo
  • Sept. 1998 - Juli 2000:
    Enzo Iacovozzi
  • seit Juni 2002:
    Heidemarie Zentgraf

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Reisebericht Sardinien im Oktober 2015

Die Informationsreise der Deutsch-Italienischen Gesellschaft Hildesheims ging im Jahr 2015 auf die Mittelmeerinsel Sardinien. Dies leider ohne den gewohnten Reisebegleiter Herrn Meinhardt, der krankheitsbedingt absagen musste. Dafür übernnahm kurzfristig Herr Herzog diese Aufgabe.

Um unser Flugzeug ab Berlin-Tegel zu erreichen, fuhr der Reisebus ab Hildesheim bereits um 4:00 Uhr los. Am Flughaben in Olbia empfing uns später der Reiseleiter, Herr Krüger, welcher uns 7 Tage durch Sardinien begleitete, und zu unserer Überraschung auch ein heftiger Regenguss.

Das Wetter besserte sich, je weiter wir gen Westen fuhren. Beim ersten Stopp an der romantischen, schwarz-weiss gestreiften Kirche Santissima Trinità di Sarcargia konnten wir ohne Regenschirm aussteigen. Unser Hotel für die ersten 3 Übernachtungen lag direkt am Strand mit Blick auf die Stadt Alghero.

Sardinien 2015Am nächsten Tag stand ein Tagesausflug auf dem etwas geänderten Programm, entlang der malerischen Westküste zu dem mittelalterlichen Städtchen Bosa. Bosa ist heute bekannt für kunstvoll gefertigten Goldschmuck und einen der besten Weine Sardiniens, den bernsteinfarbenen Malvasia, von dem wir bei einer Weinprobe kosten durften. Danach besuchten wir die imposante Nuraghe Santu Antine (auch Königsburg genannt), eine der vollkommensten Nuraghen Festungen der Insel.

Am 2. Ausflugstag starteten wir zur Stadtbesichtigung der kleinen Hafenstadt Alghero mit ihrer Altstadt und Spuren ihrer katalanischen Vergangenheit, abzulesen an den vielen Stadtplätzen und den prächtigen Häusern. Die kirchlichen Schätze der Stadt waren natürlich ebenfalls einen Besuch wert, z. B. der Dom Santa Maria und die Kirche (Kloster) San Francesco.

In den Mittagspausen an allen Tagen konnte jeder für sich entscheiden, in welcher der vielen Bars oder Trattorias er sein Essen einnehmen wollte. Ein Höhepunkt an diesem Tag stand noch an, nämlich die Bootsfahrt zu der Höhle Grotta di Nettuno. Obwohl unser Boot manchmal erheblich schaukelte, erreichten wir alle wohlbehalten die sehenswerte Tropfsteinhöhle mit einem großen Salzsee.

Nach dem Frühstück des 3. Ausflugstages nahmen wir Abschied von der Westküste und fuhren quer über die Insel zu unserem neuen Hotel in San Pantaleo.

Unterwegs machten wir Stopps an einigen interessanten Orten, u. a. bei einem riesigen Trachyfelsen, dem sogenannten Roccia dell'elefante (Elefantenfelsen). Schon in Sichtweite lag das burgbewehrte Castelsardo mit seinen steilen Gässchen, verwinkelten Treppen, dem Kastell und der Kathedrale.

Nach einer Kaffeepause in dem hauptsächlich mit unverputzten Granithäusern bebauten Tempio erreichten wir unser Hotel, das diesmal nicht an der Küste, sondern auf einem Berghügel lag.

An unserem 4. Ausflugstag ging es auf Entdeckungstour entlang der Costa Smeralda. Das erste Ziel war die Retortensiedlung Porto Servo, ein nachgebautes Fischerdörfchen mit Boutiquen der gehobenen Preisklasse. Sehenswert war jedenfalls die weiß getünchte Kirche Stella Maris mit einem Bild des spanischen Malers El Greco. Wer Lust hatte, konnte dann ein Bad im Mittelmeer genießen, und zwar im Ort Baja Sardinia. Nach einem Abstecher zum wunderschön gelegenen Port Rotondo ging es zurück in unser Hotel.

Unser Ausflug am 5. Tag führte uns zur Insel Maddalena, die über den Hafen Palau durch eine Fähre mit Sardinien verbunden ist. Nach einem ausgiebigen Stadtbummel in La Maddalena mit seinem historischen Kern gelangten wir zur Nachbarinsel Caprera, dem Altersruhesitz des Nationalhelden Giuseppe Garibaldi. Dort unternahmen wir eine kleine, einstündige Wanderung entlang der Küste, welche zwar wegen der großen Wasserpfützen etwas problematisch, jedoch sehr interessant war. Als Ausgleich gab es dann eine geruhsame Panoramafahrt rund um die Insel, mit einladenden Badebuchten und herrlichen Ausblicken in Richtung Korsika und Sardinien.

Am 6., unserem letzten Ausflugstag, sind wir zuerst in das Herz der Insel nach Nuoro, der beschaulichen Provinzhauptstadt, gefahren.

Der Anziehungspunkt dieser gebirgigen Landschaft war jedoch unser nächstes Ziel. Das Örtchen Orgosolo, welches früher als Banditennest verschrieen war, zeigt heute andere Sehenswürdigkeiten. Berühmt ist es insbesondere für seine sog. Murales (Wandmalereien), die erst in den letzten 40 Jahren entstanden sind. Kaum eine Fassade ist davor gefeit. In den Malereien werden vor allem soziale und politische Missstände thematisiert.

Zum Abschluss wurde uns ein traditionelles rustikales Mittagessen mit “Wein bis zum Abwinken” serviert, welches wir unter Eichenbäumen und inmitten der freilaufenden Schweine genossen.

Auf der Rückfahrt verabschiedeten wir unseren Reiseleiter, Herrn Krüger, mit Applaus, einem angemessenen Trinkgeld sowie einem “Arrivederci, ciao, ciao”.

Die ereignisreiche Reise ging am darauf folgenden Tag mit einem problemlosen Rückflug und einer ebensolchen Busfahrt nach Hildesheim zu Ende. (Wolf-Jürgen Herzog)

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