Unser Archiv

 
Unsere Vereinszeitschrift

Die Zeitschrift IL PONTE erscheint drei- bis viermal im Jahr. Die Verteilung erfolgt kostenlos an die Mitglieder durch Postversand sowie an die Besucher der Veranstaltungen. Namentlich gekennzeichnete Artikel geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

 

In diesem Archiv können Sie in ausgewählten Artikeln unserer Mitgliederzeitschrift stöbern. Einige sind im pdf-Dateiformat abgespeichert. Um sie lesen zu können, benötigen Sie z.B. einen "Acrobat Reader ©". Falls er auf Ihrem Rechner noch nicht installiert sein sollte, können Sie ihn über diesen Link herunterladen: http://www.adobe.com/de/

 
Leitung der Redaktionen

  • Apr. 1995 - Aug. 1996:
    Leonardo Civale
  • Nov. 1996 - Jan. 1998:
    Dr. Michele Lodeserto
  • Apr. 1998:
    Fabrizio Capilupo
  • Sept. 1998 - Juli 2000:
    Enzo Iacovozzi
  • seit Juni 2002:
    Heidemarie Zentgraf

Λ oben

Olympia Fulvia Morata - eine italienische Calvinistin

Olympia Fulvia Morata wurde 1526 im italienischen Ferrara geboren. Ihr Vater war Calvinist und erzog sie humanistisch. Wegen ihrer modernen Einstellung musste die Familie aus Ferrara fliehen und lebte von 1532 bis 1539 in Venedig und Vicenza. Dort holte die reformatorisch gesinnte Herzogin Renata von Frankreich Olympia als Gesellschafterin für ihre Tochter an den Hof. Die beiden jungen Frauen wurden dann zusammen unterrichtet. 1548 zog Olympia zurück nach Ferrara zu ihrem kranken Vater. Dann verliebte sie sich in den Schweinfurter Arzt und Humanisten Andreas Grundler, die beiden heirateten 1550. Da die Toleranz gegenüber Reformierten in Italien abnahm, zog das junge Paar in die Heimat des Mannes nach Schweinfurt. Dort bildete sich Olympia weiter und studierte die Schriften der Reformatoren. Sie stand im regen Austausch mit reformatorisch gesinnten Gelehrten in ganz Europa und kritisierte auch öffentlich den Papst. Ihre humanistischen Schriften und Gedichte verbrannten jedoch bei einem Feuer in Schweinfurt. In Heidelberg hielt Olympia sogar als Privatdozentin Vorlesungen an der Universität. Sie sollte sogar einen öffentlichen Lehrauftrag als erste Universitätsdozentin in Deutschland erhalten. Weil sie das Klima im Norden nie gut vertragen hatte, wurde sie jedoch vorher krank. 1555 starb sie im Alter von nur 29 Jahren an Tuberkulose und wurde auf dem Friedhof der Heidelberger Peterskirche beigesetzt. Ihr Mann und ihr Sohn starben kurz danach an der Pest. 1583 landeten die reformatorisch-humanistischen Schriften von Olympia Fulvia Morata auf dem Index. (Heidemarie Zentgraf)

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