Unser Archiv

 
Unsere Vereinszeitschrift

Die Zeitschrift IL PONTE erscheint drei- bis viermal im Jahr. Die Verteilung erfolgt kostenlos an die Mitglieder durch Postversand sowie an die Besucher der Veranstaltungen. Namentlich gekennzeichnete Artikel geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

 

In diesem Archiv können Sie in ausgewählten Artikeln unserer Mitgliederzeitschrift stöbern. Einige sind im pdf-Dateiformat abgespeichert. Um sie lesen zu können, benötigen Sie z.B. einen "Acrobat Reader ©". Falls er auf Ihrem Rechner noch nicht installiert sein sollte, können Sie ihn über diesen Link herunterladen: http://www.adobe.com/de/

 
Leitung der Redaktionen

  • Apr. 1995 - Aug. 1996:
    Leonardo Civale
  • Nov. 1996 - Jan. 1998:
    Dr. Michele Lodeserto
  • Apr. 1998:
    Fabrizio Capilupo
  • Sept. 1998 - Juli 2000:
    Enzo Iacovozzi
  • seit Juni 2002:
    Heidemarie Zentgraf

Λ oben

Madonna: Mutter - Frau - Kultfigur

Zu diesem Thema läuft eine bemerkenswerte Ausstellung im Landesmuseum Hannover. Sie versammelt Kunstwerke aus mehreren Tausend Jahren und spürt damit auch den Darstellungen nach, die als Vorläufer der späteren Madonnen gesehen werden können. Das älteste Exponat ist die Frau von Bierden, ein geritzter Frauenkörper auf einem frühen Sandsteingerät, das um 9000 v.Chr. entstanden ist. Weitere Muttergöttinnen aus antiker Zeit sind die altägyptische Isis, die anatolische Kybele und die zyprische Aphrodite, die als Vorläuferinnen der Madonna betrachtet werden können. Schönheit und Keuschheit gehörten zu ihren wichtigsten Attributen.

Seit dem Konzil von Ephesos von 431 n.Chr. wird Maria von der katholischen Kirche als Gottesgebärerin verehrt. Damit beginnt der Siegeszug der Maria, die von einer Randfigur der Bibel mit Christus zu einer der wichtigsten Figuren der Christenheit aufsteigt. Eine der ersten Darstellungen der Madonna findet sich auf einem Mosaik in Sta. Maria Maggiore in Rom.

Später gibt es in den meisten Kirchen Madonnenfiguren mit Kind und seitdem verkörpert Maria für Christen das weibliche Ideal, das von sexueller Reinheit und der Mutterschaft bestimmt wird. Das zeigt sich auch in den Bildern der „Heiligen Familie“, die aber später auch ins Private transponiert werden wie z.B. von Peter Paul Rubens, der seine Frau mit ihrem Sohn nach dem Vorbild der Madonnen malt, oder von Lovis Corinth, der „Ottchen mit Mutter“ porträtiert.

Die Nazarener wie Johann Friedrich Overbeck griffen zu Beginn des 19. Jahrhunderts auf die Madonnendarstellungen ihres Vorbildes Raffael zurück, bei ihnen wurde Maria wieder idealisiert.

In der Gegenwartskunst ist Maria wieder eine willkommene Folie für das Weibliche an sich, wofür beispielsweise die Nanas von Niki de St. Phalle stehen. Jetzt ist weniger die Gottesmutter das Thema als vielmehr die schöne, weibliche, teils auch verführerische Frau.

Mir hat die Schau sehr gut gefallen, nur die Kommentare waren meiner Meinung nach nicht gut gewichtet, die Moderne wurde bedeutend ausführlicher interpretiert als die alten Kunstwerke.

Die Ausstellung ist noch bis 21.02.2016 dienstags bis freitags von 10 bis 17 Uhr und an den Wochenenden bis 18 Uhr zu sehen, der Eintritt kostet 10 Euro, dazu gibt es einen kostenlosen Audio-Guide, der Frau Dr. Lembke und andere Fachleute im Gespräch zu Wort kommen lässt.

(Heidemarie Zentgraf)

Weitere Informationen

 
Unsere Vereinszeitschrift

Die Zeitschrift IL PONTE erscheint drei- bis viermal im Jahr. Die Verteilung erfolgt kostenlos an die Mitglieder durch Postversand sowie an die Besucher der Veranstaltungen. Namentlich gekennzeichnete Artikel geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

 

In diesem Archiv können Sie in ausgewählten Artikeln unserer Mitgliederzeitschrift stöbern. Einige sind im pdf-Dateiformat abgespeichert. Um sie lesen zu können, benötigen Sie z.B. einen "Acrobat Reader ©". Falls er auf Ihrem Rechner noch nicht installiert sein sollte, können Sie ihn über diesen Link herunterladen: http://www.adobe.com/de/

 
Leitung der Redaktionen

  • Apr. 1995 - Aug. 1996:
    Leonardo Civale
  • Nov. 1996 - Jan. 1998:
    Dr. Michele Lodeserto
  • Apr. 1998:
    Fabrizio Capilupo
  • Sept. 1998 - Juli 2000:
    Enzo Iacovozzi
  • seit Juni 2002:
    Heidemarie Zentgraf