Unser Archiv

 
Unsere Vereinszeitschrift

Die Zeitschrift IL PONTE erscheint drei- bis viermal im Jahr. Die Verteilung erfolgt kostenlos an die Mitglieder durch Postversand sowie an die Besucher der Veranstaltungen. Namentlich gekennzeichnete Artikel geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

 

In diesem Archiv können Sie in ausgewählten Artikeln unserer Mitgliederzeitschrift stöbern. Einige sind im pdf-Dateiformat abgespeichert. Um sie lesen zu können, benötigen Sie z.B. einen "Acrobat Reader ©". Falls er auf Ihrem Rechner noch nicht installiert sein sollte, können Sie ihn über diesen Link herunterladen: http://www.adobe.com/de/

 
Leitung der Redaktionen

  • Apr. 1995 - Aug. 1996:
    Leonardo Civale
  • Nov. 1996 - Jan. 1998:
    Dr. Michele Lodeserto
  • Apr. 1998:
    Fabrizio Capilupo
  • Sept. 1998 - Juli 2000:
    Enzo Iacovozzi
  • seit Juni 2002:
    Heidemarie Zentgraf

Λ oben

Il Ponte 17. Jg. Nr. 2: Juni 2012

 

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Katastrophen am Vesuv
Ausstellung über die Ausgrabungen in Pompeji, Herculaneum und Nola

Im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle läuft noch bis 26.8. eine sehr sehenswerte Ausstellung über die Naturkatastrophen, die Kampanien in der Antike heimgesucht haben. Mehr als 30 Mitglieder und Italienfreunde hatten sich am ersten Samstag im Juni dorthin auf den Weg gemacht. Auch wenn die Fahrt mit der Bahn per "Wochenendticket" fast 2,5 Stunden pro Strecke dauerte, hat sie sich wirklich gelohnt. Im Museum wurden wir in zwei Gruppen eingeteilt und erhielten Headsets, um den Erläuterungen unserer Führer besser lauschen zu können.

Die Ausstellung verfolgt über einen Zeitraum von mehreren Jahrtausenden die Spuren der Menschen und der Naturkatastrophen am Fuße des Vesuvs. So gibt es auch ein Fresko zu bewundern, auf dem der Vesuv noch als spitzer Berg, von Wein bewachsen, zu sehen ist, bevor er 79 n. Chr. ausbrach. Mit Computeranimationen wurde auch simuliert, was bei einem Vulkanausbruch passiert.

Schon zur Bronzezeit war diese Region bewohnt, wie das komplette Inventar einer bronzezeitlichen Hütte belegt. Doch schon früh strahlte die römische Kultur bis nach Sachsen-Anhalt aus, wie man an Funden aus germanischen Prunkgräbern aus dem 1. bis 3. Jhdt. n. Chr. sehen kann. Die Fundstücke aus Deutschland werden zusammen mit entsprechenden Funden aus Italien gezeigt.

Das Leben der Menschen am Fuße des Vesuvs wird wieder lebendig durch viele wundervolle Fresken wie die aus dem Triclinium oder Speisezimmer von Moregine. So ähnlich muss es auch beim "Gastmahl des Trimalchio" ausgesehen haben. Jedenfalls konnte man Auszüge aus diesem Werk des Petronius dort lesen, illustriert durch Wandbilder mit Hausszenen aus Häusern in Pompeji und Herculaneum. Mich hat besonders das mit Blumen und Vögeln ausgemalte Gartenzimmer aus dem "Haus des goldenen Armreifs" in Pompeji fasziniert.

Wie das tägliche Leben in jener Zeit verlief, kann man z.B. an Inventar aus dem Hause des Menander sehen. Natürlich gab es auch schöne Schmuckstücke aus Gold mit kostbaren Steinen verziert. Und auch die Kaserne der Gladiatoren war mit Rüstungen nachgestellt.

Viele der vorgeschichtlichen Funde, die erst in den letzten Jahrzehnten ausgegraben wurden, sind erstmals außerhalb von Italien zu sehen. Das trifft für die Funde aus Nola ebenso zu wie für die von den immer wieder überschwemmten künstlichen Inseln von Poggiomarino.

Es ist wirklich bemerkenswert, welche Schätze das Museo Archeologico Nazionale aus Neapel auf den Weg nach Halle geschickt hat. Ein berühmtes Beispiel ist einer der beiden Bronzeläufer aus Herculaneum, die sonst im Eingangsbereich des Museums in Neapel stehen. Und auch das Doppelporträt des Bäckers und seiner Frau, ein Wandfresko aus Pompeji, kenne ich schon aus dem Lateinunterricht. Selbst große Marmorstatuen wie die eines Beamten und einer Priesterin hatten ihren Weg nach Halle gefunden.

Als Beispiel für die Wiederentdeckung der Antike in Zentraleuropa wurde die Italienreise des Fürsten Franz von Anhalt-Dessau von 1766 vorgestellt. Er war von dem rauchenden Vesuv so beeindruckt, dass er diesen in seinem Dessau-Wörlitzer Gartenreich, das heute UNESCO-Weltkulturerbe ist, nachbauen ließ. Die Führung ist wie im Fluge vergangen, denn unsere Führerin hat alles sehr gut erklärt und dargestellt.

Auch sonst lohnt dieses Museum einen Besuch, denn auch die vorgeschichtliche Sammlung ist eindrucksvoll. Ihren Höhepunkt bildet die "Himmelsscheibe von Nebra", die wir auch noch besuchten. Doch das wäre schon der nächste Bericht…. (Heidemarie Zentgraf) 

 

 

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Franziskus, Klara und Drei Hasen
Ein Samstag in Paderborn mit Italienischer Kunst und einem Klangerlebnis

Das Ziel unserer Tagesreise am Samstag, dem 21.4.2012, war Paderborn. Dort fand bis zum 6. Mai 2012 im Diözesanmuseum und Franziskanerkloster eine große umfangreiche Ausstellung zum Thema "Franziskus - Licht aus Assisi" statt.
Per Bahn, und im Besitz einiger "Schönes Wochenende-Tickets", machten wir uns auf den Weg dorthin. Unser Mitglied Herr W. Bunsmann, ein gebürtiger Paderborner, zeigte uns auf dem Weg zum Museum schon einige Sehenswürdigkeiten. Leider unterstützte uns das Wetter nur unzureichend, es war kalt und nass, wirklich sehr ungemütlich.
Aber wir hatten ja die Aussicht auf eine zweistündige Führung durch die Ausstellung. Eine Führung von zwei Stunden, eigentlich ganz schön lang, dachte ich am Anfang. Doch eine kompetente Mitarbeiterin zeigte uns viel Interessantes zum Thema Franziskus, wir erfuhren auch viel über die Heilige Klara, die vielleicht noch stärker nach einem kontemplativen Leben in Armut suchte.

paderbornEin großer Teil der Ausstellung beleuchtete auch die Entwicklung der Orden und deren Wirkungsgeschichte sowie das Leben der Ordensmitglieder in ihrem Alltag im Laufe der Jahrhunderte. Im Nachhinein waren die zwei Stunden gut genutzt.
Sehr schöne Exponate wurden gezeigt, z.B. aus dem Sacro Convento in Assisi, der Pinakothek im Vatikan und aus internationalen Museen und Bibliotheken. Sehr gelungen fand ich die transparenten Tücher bzw. Folien, auf denen Texte des Sonnengesangs projiziert waren. (s. Foto).

Nach einer Mittagspause sahen wir uns den Paderborner Dom an. Schon von außen ist er ein imposantes Bauwerk. Herr Bunsmann führte uns kenntnisreich durch das Gotteshaus. Der heutige Dom ist zwischen 1215 - 1280 entstanden. Einen Kontrast dazu bilden die neuen Fenster verschiedener Künstler, die 1952/53 und zwischen 1985 - 1988 entstanden. Natürlich nahmen wir auch das sogenannte Hasenfenster in Augenschein. Die kreisende Bewegung ist ein altes Zeichen für den Kreislauf des Mondes.
Zum Abschluss zeigte uns Herr Bunsmann die Bartholomäus-Kapelle, innen ein leerer Raum mit einer enormen Akustik. Wir hatten dort ein Klangerlebnis der besonderen Art, indem Herr Bunsmann einige Töne anstimmte. Sehr schön fand ich auch die bronzene Eingangstür zur Kapelle.
Anschließend ging es zurück zum Bahnhof, vorbei am Rathaus und anderen sehenswerten Bauwerken.

Mir hat die Stadt Paderborn gut gefallen, ich war zum ersten Mal dort, bei vielleicht besserem Wetter komme ich gerne wieder.
Herzlichen Dank an Herrn Bunsmann und Herrn Dr. Vogel für die Begleitung und Vorbereitung.
(Text und Foto: Cornelia Graen) 

 

 

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Besuch bei Italienern im Landesmuseum Hannover

Auf Anregung von Dr. Nico Strube bietet die DIG Hi allen Freunden und Mitgliedern einen Besuch in der Galerie im Landesmuseum in Hannover an. Dort hängen 130 Gemälde der italienischen Renaissance und des Barock, unter anderem von Botticelli und Pontormo. Sie werden uns im Rahmen einer einstündigen Führung vorgestellt. Der Ausflug findet statt am Samstag, 22.9. Treffpunkt ist um 8.50 Uhr in der Bahnhofshalle, Abfahrt um 9.07 Uhr, Ankunft in Hannover um 9.38 Uhr. Die Führung beginnt um 10 Uhr. Die Kosten für die Fahrt (mit dem Niedersachsenticket der Bahn), den Eintritt und die Führung betragen für Mitglieder 15 Euro, für Nichtmitglieder 20 Euro. Rückfahrt ab Hannover ist um 13.48 Uhr, bei Bedarf in Gruppen auch früher oder später. Weitere Informationen und Anmeldung bis 10.9. bei Dr. Vogel (Kontaktformular). (zen) 

 

 

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Otto der Große und das Römische Reich

Aus Anlass des 1100. Geburtstags von Otto dem Großen und des 1050. Jahrestages seiner Kaiserkrönung findet diese Ausstellung vom 27.8. bis 9.12.12 im Kulturhistorischen Museum in Magdeburg statt. Sie präsentiert die Entwicklung des Kaisertums ausgehend vom römischen Kaiser Augustus über Konstantin und Karl den Großen bis zu Otto dem Großen. Ca. 300 kostbare Originalobjekte aus internationalen Museen und Bibliotheken laden zu einem Rundgang durch 1000 Jahre europäisches Kaisertum ein. Dabei wird deutlich, wie sich diese Herrscheridee im Mittelalter verändert hat.
Die DIG Hi bietet bei ausreichendem Interesse im November eine Wochenendtour nach Magdeburg an. Interessenten möchten sich möglichst schnell bei Frau Zentgraf melden. Sonst bietet das Busunternehmen SAUSEWIND 2 Ausstellungsbesuche an einem Mittwoch an: 5.9. und 10.10.12. Vom 24.8.2012. bis 2.2.2013 findet außerdem eine ergänzende Ausstellung in Quedlinburg unter dem Titel "Otto und die Liebe" statt – vielleicht ein Ausflugstipp für den Sommer??
(H. Zentgraf) 

 

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Herkules-Aufgaben
Eindrücke von der Deutsch-Italienischen Kulturbörse in Kassel

Wenn ein Hildesheimer mit dem Auto gen Süden fährt und Kassel passiert, sieht er ihn rechts am Horizont: den Herkules. Und zu ihm wollten wir dieses Mal. Genauer gesagt: Zur 12. Deutsch-Italienischen Kulturbörse, die vom 17.-20. Mai 2012 stattfand und von der DIG Kassel organisiert wurde. Ca. 250 Teilnehmer aus zahlreichen DIGs in Deutschland und Italien waren angemeldet und auch Hildesheim fuhr mit einer siebenköpfigen Delegation "ab nach Kassel". Schnell wurde klar, welche Herkules-Aufgabe Frau Boesken mit ihrem überaus motivierten und engagierten Team übernommen hatte. Fast immer in sonniger Sichtweite des griechischen Helden konnten wir in tollem Ambiente zu seinen Füßen wohnen und tagen. Und wenn der Weg zu den diversen Veranstaltungen mal etwas länger war, stand stets ein Shuttle-Service bereit.Kassel 1

Aus dem umfangreichen und sehr interessanten Programm können hier nur einige Highlights herausgegriffen werden. Im Mittelpunkt standen viele freundschaftliche Begegnungen zwischen Deutschen und Italienern. Diese reisten z. B. vom Lago d´Iseo, aus Rom oder aus Sizilien an. Und in der Tagungsstätte traf man sich nicht etwa an traditionellen Ständen, sondern an verschachtelten "Städte-Möbeln", die nach einem Gesamtkonzept von Studenten der Bauhaus-Universität Weimar erdacht und aufgebaut wurden. Unsere Nordgesellschaften haben ihr gemeinsames Möbel-Ensemble mit passgenauen Folien eines Wolfsburger Medien-Designers beklebt, die das Leben und die Aktivitäten in den DIGs und den jeweiligen Heimatstädten zeigten (siehe Foto). Getreu dem Leitthema "Welt-Kultur-Erben" konnte natürlich auch Hildesheim Schätze beisteuern. So haben wir gerne Werbung für unsere Welterbestätten gemacht, viele Informationen gegeben und erhalten, reichlich Flyer von Hildesheim und der DIG Hi verteilt und Hildesheimer Pumpernickel zum Probieren angeboten. (Wir haben selbstverständlich vor allem bei den anderen genascht…). Auch der italienische Botschafter hat unseren Stand besucht. Ob ihm ebenfalls der Pumpernickel schmeckte, weiß ich nicht mehr genau!

Als Herkules-Aufgabe kann man sicherlich auch die Pflege der 60-jährigen Partnerschaft Kassel-Florenz betrachten. In einem Festakt im Rathaus haben die Bürgermeister beider Städte in Anwesenheit des Botschafters ihre Freundschaft bekräftigt. Florenz hat ja neben Kassel auch Dresden als deutsche Partnerstadt. Die Chancen einer Intensivierung der Beziehungen zwischen der Stadt am Arno mit der Stadt an der Fulda stehen aber nicht schlecht. Denn vielleicht kann sich die hessische Metropole 2013 mit dem Bergpark und seinen vom Herkules ausgehenden Wasserspielen ebenfalls ein Welterbe sichern und Florenz ist auf die Dresdner sauer, weil die den Welterbestatus leichtfertig verspielt haben… Apropos: Extra für uns wurde im Rahmen einer Führung die große Fontäne in Betrieb gesetzt. Und der Park sieht gerade bei italienischem Wetter wirklich welterbewürdig aus!

Die diesjährige dOCUMENTA (13) öffnete zwar erst am 9.6.2012 ihre Pforten, wir haben aber schon einige neue Kunstobjekte bewundern können. Und wir waren erstaunt, wie sehr das Stadtbild Kassels von Kunstwerken früherer Dokumenten geprägt ist. Herkules ist übrigens nachts durch einen Laserstrahl mit der Innenstadt verbunden, damit er sich auf seinem Sockel in Bad Wilhelmshöhe nicht fürchtet.

Kassel 2Im Rahmen der Borsa Culturale fand auch die Mitgliederversammlung der VDIG, der Dachorganisation der deutschen DIGs, statt. Der langjährige Präsident C. A. Boesken kandidierte nicht mehr, und die Versammlung wählte Rita Marcon-Grothausmann aus Bochum als Nachfolgerin. Wir wünschen ihr viel Erfolg in ihrem neuen Ehrenamt! Herr Boesken, den viele sicherlich als Gast unseres letztjährigen Jubiläums kennen, wurde mit Standing Ovations verabschiedet. Die anwesenden Vorstandsmitglieder der DIG Hi haben ihm ein kleines Abschiedsgeschenk mit Spezialitäten aus Hildesheim (u. a. auch dem obligatorischen Pumpernickel) überreicht (siehe Foto).

Unsere Delegation kann sich nur ganz herzlich bei Familie (Herkules-)Boesken und den Kasseler Gastgebern bedanken, die eine eindrucksvolle Kulturbörse organisiert haben. Hätte Herkules geahnt, wozu seine Nachfahren fähig sind – er hätte sich warm anziehen müssen. Und wenn Sie demnächst mal wieder gen Süden fahren, biegen Sie doch auch mal "ab nach Kassel"…! (Text und Fotos: Hans-Jürgen Blasig) 

 

 

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Italienische Filme im Kellerkino der VHS

Diese Filmreihe (auf Italienisch mit deutschen Untertiteln) wird in Kooperation zwischen dem Kellerkino und der DIG Hi gezeigt. Bei Vorlage des Mitgliedsausweises zahlen unsere Mitglieder nur den ermäßigten Eintritt von 5 Euro statt 6,50 Euro. Die Vorstellungen sind wie beim Kellerkino üblich jeweils Dienstag um 17.45 Uhr und um 20.30 Uhr in der THEGA. Vor der Spätvorstellung findet eine kurze mündliche Einführung statt.

18.9.2012
Der Wind zieht seinen Weg
Il vento fa il suo giro (e l'aura fai son vir)

Regie: Giorgio Diritti, Italien 2006, 110 Min.

Chersogno, ein idyllisches Dorf in der wilden Bergwelt der italienischen Alpen. Das Leben hier ist ursprünglich, die überwiegend älteren Einwohner sprechen noch den okzitanischen Dialekt und halten sich mit Sommer-Tourismus über Wasser. Hierhin zieht es den französischen Schäfer Philippe (Thierry Toscan) mit seiner Familie und seiner Ziegenherde. Der ehemalige Lehrer ist auf der Suche nach einem neuen Leben im Einklang mit der Natur. Anfangs werden Philippe und seine Familie herzlich begrüßt, zumal Philippe ganz hervorragenden Käse produziert. Doch bald schlägt die Stimmung in dem kleinen Dorf in Neid, Misstrauen und Intoleranz um. Das Zusammenleben der "Neuen" und der "Alten" wird immer schwieriger.

25.09.2012
Stilles Chaos
Caos calmo

Regie: Antonello Grimaldi, Italien 2008, 112 Min.

Sommer, Strand, Hilferufe. Pietro (Nanni Moretti) rennt los und rettet eine Frau (Isabella Ferrari) aus der Flut. Als er heimkommt, ist seine Frau tot - aus heiterem Himmel gestorben. Und jetzt? Als es Herbst wird, muss seine kleine Tochter (Blu Yoshimi) wieder zur Schule. Pietro, der vielbeschäftigte Pay-TV-Manager, bringt sie selbst bis zum Schultor. Bleibt einfach da, setzt sich auf eine Bank im Park und passt auf - Tag für Tag. Kollegen, die Schwägerin (Valeria Golino), sein Bruder (Alessandro Gassmann) kommen vorbei und schütten ihm ihr Herz aus, Wildfremde lächeln ihm zu. Aus dem Arbeitstier wird ein sorgender Vater und schrulliger Weiser. Der verborgene Schmerz des nur scheinbar Gefassten verwandelt sich in Zuwendung zu allen anderen und endlich, als ihn die Tochter ins Leben zurückholt: sich selbst.

02.10.2012
Was will ich mehr
Cosa voglio di più

Regie: Silvio Soldini, Italien 2010, 121 Min.

Anna (Alba Rohrwacher) hat alles erreicht, was sie vom Leben erhoffte: Sie hat einen guten Job, sie liebt ihre Familie, ihre Freunde und Alessio (Giuseppe Battiston), ihren Lebenspartner. Die beiden planen gemeinsame Kinder. Kurz: Annas Leben verläuft in geregelten Bahnen. Doch dann trifft sie zufällig und unerwartet auf Domenico (Pierfrancesco Favino), und schon bald können beide nicht mehr voneinander lassen. Zum ersten Mal gibt es sowohl für ihn als auch für sie nichts anderes als Verlangen und Leidenschaft. Aber Annas neu entfachte Lebenslust stößt an eine Grenze: Domenico ist verheiratet und hat zwei Kinder. Ihre gemeinsamen Momente der Freiheit werden erkauft mit Lügen und bezahlt mit schlechtem Gewissen. Bis Anna den Entschluss fasst, dass sie von dieser Liebe mehr erwartet.

09.10.2012
Gianni und die Frauen
Gianni e le donne

Regie: Gianni Di Gregorio, Italien 2011, 90 Min.

Gianni (Gianni Di Gregorio), ein pensionierter Ehemann, lebt in einer kleinen Wohnung in Rom und macht sich über so einiges seine Gedanken. Die Liebe aber gehört bestimmt nicht dazu. Er verbringt seine Tage, indem er Nachbarins Hund ausführt, einkauft, Rechnungen zahlt und für die Eskapaden seiner Mutter (Valeria de Franciscis Bendoni) gerade steht, einer steinalten Aristokratin, die leider sehr genau weiß, was Dolce Vita ist. Beim Pokerspielen in ihrer Villa gibt sie das Geld ihres Sohnes mit vollen Händen aus. Eines Tages aber eröffnet ihm sein Freund Alfonso (Alfonso Santagata) etwas Ungeheuerliches: Ausnahmslos alle Männer in seinem Freundeskreis haben eine Geliebte! Spaß am Leben! Sex! Es dämmert Gianni, dass ihm etwas Wesentliches entgeht. Alfonso legt kurzerhand fest, dass auch Giannis Liebesleben eine Erfrischungskur braucht. Also bringt Gianni seinen eingerosteten Körper in Fahrt, treibt Sport und stellt fest: Kandidatinnen gäbe es genug. Da ist Gabriella (Gabriella Sborgi), die heimliche Liebe seines Lebens, die schöne Cristina (Kristina Cepraga), Haushälterin bei seiner Mutter oder Valeria (Valeria Cavalli), seine erste große Liebe. Doch Gabriella, Cristina und Valeria haben ihre eigenen Vorstellungen, und es fragt sich, ob Giannis frisch entzündeter Funke auch überspringt.

(zen) 

 

 

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Änderungen im Vorstand der DIG

Zur diesjährigen Mitgliederversammlung begrüßte Dr. Vogel am 17.4.2012 38 Mitglieder im Bäckeramtshaus am Marktplatz. In seinem Rechenschaftsbericht blickte er auf ein vielfältiges Programm zurück, in dessen Mittelpunkt die Jubiläumsfeier zum 20jährigen Bestehen der Gesellschaft stand. Neben den Museumsbesuchen in Hildesheim gab es mehrere Tagesfahrten zu Ausstellungen in Hannover, Hamburg und Berlin. Zum Reiseprogramm gehörten auch eine Studienreise nach Umbrien und in die Marken, ein Tagesausflug nach Lüneburg und eine Kurzreise nach Naumburg. Auch die Opernbesuche und geselligen Veranstaltungen wurden fortgesetzt. Im Zusammenhang mit dem 150. Jahrestag der Vereinigung Italiens unterstützte die DIG Hi eine Ausstellung im Rathaus und eine Lesung über die Mafia bei Decius. Daneben beteiligte sich die DIG Hi an Benefizveranstaltungen für Hilfsaktionen in den Abruzzen.

Herr Blasig berichtete über den Schüleraustausch der Friedrich-List-Schule mit Pavia, der zu einer Dreierbeziehung mit Angoulême ausgeweitet werden soll.
Im Bericht des Schatzmeisters informierte er über die Haushaltslage der Gesellschaft. Die Rücklagen sind noch nicht abgeschmolzen, um jedoch für das 25-jährige Jubiläum ein größeres finanzielles Polster zu haben, soll in der nächsten Mitgliederversammlung über eine Erhöhung der Mitgliederbeiträge abgestimmt werden.

Zum Zeitpunkt der Versammlung hatte die DIG Hi 355 Mitglieder, im Jahr 2012 sind bereits 8 neue Mitglieder dazugekommen. Herr Kind berichtete über die Kassenprüfung, bei der es nichts zu beanstanden gab. Herr Elolf stellte den Antrag auf Entlastung des Vorstands, dem die Versammlung einstimmig bei eigener Enthaltung zustimmte.

Professor Hammer leitete die Vorstandswahlen. Dr. Vogel sowie seine Stellvertreter Gunde Arndt und Enzo Iacovozzi wurden ohne Gegenstimmen wiedergewählt. Auch Hans-Jürgen Blasig wurde ohne Gegenstimmen als Schatzmeister in seinem Amt bestätigt. Nachdem Heidemarie Zentgraf nicht wieder für das Amt der Schriftführerin kandidierte, wurde Cornelia Graen einstimmig zur neuen Schriftführerin gewählt. Als Beisitzer wurden en bloque Wolfgang Gerster, Bärbel Igel, Martin Kaune, Christel Tasiaux und Joachim Werner gewählt, die Position des 6. Beisitzers bleibt vorerst vakant. Auch die Kassenprüfer Herr Kind und Herr Elolf wurden in ihrem Amt bestätigt.

Dr. Vogel und Dr. Schütz dankten Frau Zentgraf für ihre langjährige Vorstandsarbeit. Die Versammlung beschloss aufgrund eines Antrags von Herrn Bunsmann, dass die Ponte-Redaktion selbständig über den Umfang der Zeitung entscheiden kann.
(H. Zentgraf)

 

 

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Sprachecke Italienisch: Un po' di tutto

Achtung! Kleiner Unterschied – große Wirkung

la sorta – Sorte, Art
la sorte – Schicksal, Los
la scala – Treppe, Leiter lo scalo – Anlegestelle, Umsteigebahnhof
la pianta – Pflanze; Plan il pianto – das Weinen
la fama – Ruf, Ruhm la fame – Hunger, Gier
la fine – Ende, Schluss fino – bis (fino a domani)
fine / fino – fein  

 

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setta – seta – sette – sete – siete casa – caso – cassa - cosa

 

Ein deutsches Wort und viele italienische
falsch: falso – sbagliato – finto
Lui vive sotto falso nome. Abbiamo scelto il momento sbagliato. Le scarpe sono di finta pelle.

Manfred Blank

 

 

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  • Apr. 1995 - Aug. 1996:
    Leonardo Civale
  • Nov. 1996 - Jan. 1998:
    Dr. Michele Lodeserto
  • Apr. 1998:
    Fabrizio Capilupo
  • Sept. 1998 - Juli 2000:
    Enzo Iacovozzi
  • seit Juni 2002:
    Heidemarie Zentgraf