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Unsere Vereinszeitschrift

Die Zeitschrift IL PONTE erscheint drei- bis viermal im Jahr. Die Verteilung erfolgt kostenlos an die Mitglieder durch Postversand sowie an die Besucher der Veranstaltungen. Namentlich gekennzeichnete Artikel geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

 

In diesem Archiv können Sie in ausgewählten Artikeln unserer Mitgliederzeitschrift stöbern. Einige sind im pdf-Dateiformat abgespeichert. Um sie lesen zu können, benötigen Sie z.B. einen "Acrobat Reader ©". Falls er auf Ihrem Rechner noch nicht installiert sein sollte, können Sie ihn über diesen Link herunterladen: http://www.adobe.com/de/

 
Leitung der Redaktionen

  • Apr. 1995 - Aug. 1996:
    Leonardo Civale
  • Nov. 1996 - Jan. 1998:
    Dr. Michele Lodeserto
  • Apr. 1998:
    Fabrizio Capilupo
  • Sept. 1998 - Juli 2000:
    Enzo Iacovozzi
  • seit Juni 2002:
    Heidemarie Zentgraf

Λ oben

Il Ponte 16. Jg. Nr. 4: Dezember 2011

 

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Die Dame mit dem Hermelin
Ein Meisterwerk von Leonardo da Vinci

Leonardo da Vinci (1452-1519) absolvierte zunächst seine Lehrzeit in Florenz bei Andrea del Verrocchio. Bis etwa 1482 blieb er in Florenz. Anschließend ging er nach Mailand an den Hof von Ludovico Sforza.

 Um 1490 entstand das Bild "Die Dame mit dem Hermelin". (Aus urheberrechtlichen Gründen dürfen wir das Bild nicht auf dieser Seite zeigen. Sie können es aber in einem anderen Fenster sehen, wenn Sie auf diesen Link klicken. Anm. des Webmasters) Das Portrait zeigt die etwa 17jährige Cecilia Gallerani, die Geliebte Ludovico Sforzas. Leonardo malte das Bild (ca. 54 x 40 cm) in Öl auf Nussbaumholz, es handelt sich um eine Auftragsarbeit Ludovicos. Der Hermelin ist eine Anspielung auf Ludovico, der „Ermellino“ genannt wurde, aber auch auf den Namen Gallerani (griechisch: galé = Hermelin). Solche Wortspiele waren in der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts in Italien beliebt. Das Hermelin im Winterpelz gilt auch als Symbol der Unschuld und Reinheit. Cecilia ist zum Zeitpunkt der Entstehung des Bildes schwanger mit Ludovicos Sohn Cesare, auch darauf könnte das Hermelin hindeuten.

 Das Bild hat etwas Geheimnisvolles: Weder Cecilia noch das Hermelin schauen den Betrachter an, sie blicken zur Seite, was mögen sie wohl anschauen? Es handelt sich um ein wichtiges Gemälde der Renaissance und zeigt die sich wandelnde Portraitmalerei sowie neue und innovative Techniken da Vincis.

 Die Geschichte des Bildes wurde erst im 20. Jahrhundert genauer erforscht. Im Jahr 1800 wurde das Bild von Adam Jerzy Czartoryski in Italien erworben. Er schenkte es seiner Mutter Izabela Czartoryska. Sie suchte eine Stätte, um ein Museum für Kunst zu schaffen und fand sie im Park in Pulawy am hohen Ufer der Weichsel. Während des Novemberaufstandes 1831 wurde das Bild nach Paris gebracht. 1880 erwarb schließlich das Czartoryski-Museum, das älteste Museum in Polen, das zum Nationalmuseum Krakau gehört, das Kunstwerk.

 Während der Besetzung Polens durch die Nationalsozialisten im Jahr 1939 wurden viele Kunstwerke beschlagnahmt. Diese Plünderung durch die Nazis wurde unter dem Deckmantel der "Sicherung und Ausleihung" durchgeführt. Unter den 15 Gemälden, die geraubt wurden, war auch die "Dame mit dem Hermelin". Hitler und andere Nazigrößen wollten die Kunstwerke für ihre Privatsammlungen oder -museen haben. Gelandet sind sie schließlich im Wawel, dem Schloss in Krakau, in den Appartements von Hans Frank, der General-Gouverneur von Polen während der deutschen Besatzung war.

 Gegen Ende des Krieges, während seiner Flucht aus Polen, nahm Hans Frank einige Kunstwerke an sich. Nur sehr wenige tauchten später wieder auf, darunter auch unser Bild. Die Dame mit dem Hermelin fand schließlich ihren Platz im Czartoryski-Museum in Krakau. Seit etwa einem Jahr ist sie auf Reisen. Leider habe ich sie deshalb bei meinem Besuch in Krakau im März dieses Jahres nicht angetroffen, was ich sehr schade fand. Zu dem Zeitpunkt war sie im Schloss in Warschau ausgestellt und danach im Bode-Museum in Berlin und bereicherte die Ausstellung der „Gesichter der Renaissance.“ Zurzeit ist sie in London Teil einer großen Da-Vinci-Ausstellung, um dann im Februar 2012 nach Krakau zurückzukehren.

 Danach wird unsere „Dame“ wohl nicht mehr ausgeliehen, schließlich will man dem über 500 Jahre alten Kunstwerk endlich Ruhe gönnen. Außerdem ist das Bild in einem recht fragilen Zustand und verträgt das Reisen nicht mehr gut. Und in Krakau kann man die Dame ja auch immer besuchen. Nicht nur wegen der Dame, auch sonst ist Krakau eine Reise wert. Immer wieder, wie ich finde.

(Text: Cornelia Graen)

 

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Reise an die Loire vom 2. - 9.9.2011

Hin und wieder ist es wichtig,
und das scheint uns auch ganz richtig,
dass man hier auf diese Weise
Dank sagt für ‘ne tolle Reise
auf ‘nem höheren Niveau
initiiert von Frau Tasiaux.
Nicht nach Reims, Paris, Bordeaux
führte uns die Frau Tasiaux;
nein, das war uns vorher klar,
uns’re Fahrt ging zur Loire -
breiter Fluss mit wenig Wasser,
auch nach Regen nicht viel nasser.

Zwischenstopp gab’s in Rouen,
alte Stadt, ganz wunderschön.
Endstation der langen Tour
war, wen wundert’s, die Stadt Tours.
Die Hotels mit gutem Essen,
auch den Wein nicht zu vergessen,
stilvoll nippt man am vin blanc,
Rückfahrt sicher – Bus sei Dank.
Jeden Tag scheint mal die Sonne,
gutes Wetter - welche Wonne -
grad zur Bootsfahrt auf dem Cher
hat man keine Wünsche mehr!

Bild der ReisegruppeGruppe nicht zu groß und voll,
Stimmung aller meistens toll.
Sanft und friedlich, oftmals heiter,
Frau Tasiaux als Blitzableiter.
Manchmal tönt es: „Hallo, Christel,
hab ich etwa hier ‘ne Fistel ?“
Mit von der Partie Frau Streckert,
die stets fröhlich, selten meckert.
Auch das Ehepaar Marhenke
sah man oft in mancher Schenke.
Öfter traf man Eh’paar Otto,
ungefähr nach diesem Motto:
„Immerzu dieselben Leute!
Komm, wir geh’n noch zu der Meute!“

Ausgewählt von Frau Tasiaux
guckt man dort und anderswo:
„Schau, da vorne!“ – alle strahlen
angesichts der Kathedralen.
Hier ein Schloss, dort ein Chateau,
Blois, Chambord und Chenonceau,
mal mit Gärten, mal im Wasser,
Eigentum ganz edler Prasser.
Leonardos Clos – Lucé
zeigt manch glänzende Idee,

im Gepäck die Mona Lisa
braucht sein Esel keine Visa.
Fakten, Dönekens und Daten –
manchmal muss man richtig raten:
„Welcher König war’s denn jetzt?
Welcher herrschte bis zuletzt?
Ludwig XIV allemal,
die Geschichte ist fatal.
Mätresse zum Pläsier,
welche Königin starb hier?“

Dort ein Raum und noch ein Zimmer,
- früher war’n die Zeiten schlimmer–
ein Salon, ein Bild, ein Bett,
- jetzt ein Schläfchen wär ganz nett–
rote, blaue Lilienwände,
- nähm‘ die Tour doch bald ein Ende! –
Malereien, kaum zu fassen,
an den Decken, auf den Tassen,
säleweise Wandbehänge,
alle von verschied‘ner Länge

„Gibt es hier wohl auch ein Klo?
Fragen wir doch Frau Tasiaux.“
Rauf und runter, auf und nieder,
Treppensteigen stählt die Glieder,
abgeschlafft auf müden Füßen
(Altersheim lässt herzlich grüßen).
Vieles wär noch zu erwähnen:
- Sieht man etwa jemand gähnen? -

Natalie als guter Geist
auf Details uns stets verweist,
und, damit sich niemand wundert:
Natalie spricht von Jahr(h)undert
und von (H)olz, von (H)aus und (H)erz
klug und kundig, ohne Scherz.
Fragt noch jemand „Wo war’s ? Wie ?“
Alles sagt ihm Natalie.
Schließlich noch die Fotografen.
„Hab’n wir dort wohl was verschlafen?
Geht es hier in diese Richtung?
Stimmte da auch die Belichtung?“

Rückfahrt die Loire entlang.
Zwischenhalt in Orleans.
Kathedrale – Stein in Masse,
auch Jeanne d’Arc auf Pferd ist Klasse.
Nach den Schlössern der Loire
kam als Abschluss noch Troyes,
mittelalterliche Stadt,
die ein schönes Weichbild hat.
Letztlich sah’n wir’s alle so:
Schön war’s mit der Frau Tasiaux.
Eindruck bleibt uns lebenslang.
Darum nochmals: Vielen Dank!
Im Namen aller E.M. Blank

(Text: E.M. Blank)

 

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Kurzreise nach Belgien

 

Unser Vorstandsmitglied Christel Tasiaux lädt in Zusammenarbeit mit OTTO-Reisen wieder zu einer Reise in ihre zweite Heimat Belgien ein. Über Pfingsten, vom 25.5. bis 29.5.2012, geht es mit dem Bus nach Brüssel, dem Ausgangspunkt mehrerer Ausflüge. Den Auftakt bildet eine Stadtbesichtigung in Brüssel, der europäischen Hauptstadt. Am nächsten Tag geht es nach Brügge, wo das Mittelalter noch lebendig ist, wie Sie auf einem Stadtrundgang erleben können. Auch ein Besuch in Gent mit dem berühmten Genter Altar des Jan van Eyck steht auf dem Programm. Auf der Rückfahrt gibt es noch eine Stadtführung in Antwerpen, der Stadt des Malerfürsten Peter Paul Rubens.

Reisepreis bei mindestens 30 Personen: 548 Euro pro Person im Doppelzimmer, EZ-Zuschlag p.P. 130 Euro. Im Preis enthalten sind 4 mal Frühstücksbüffet, 4 mal 3-Gang-Abendmenue im Hotel sowie in einem Jugendstilrestaurant und einem belgischen Traditionsrestaurant. Zusätzlich kann noch eine Führung in einer Hausbrauerei in Brügge einschließlich Verkostung mit einem Bier gebucht werden. (Kosten: 8,00 Euro) 

Nähere Informationen und Anmeldungen zu dieser Reise bei Frau Susanne Harbich von OTTO-Reisen (Tel.: 05527-98180) und Chr. Tasiaux (Tel. s. Impressum))

(H. Zentgraf)

 

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Studienreise in die Provence

Dieses Jahr bietet unser Vorstandsmitglied Christel Tasiaux in Zusammenarbeit mit OTTO-Reisen eine Studienreise nach Frankreich in die Provence an, wo es noch viele Zeugnisse aus der römischen Besatzungszeit gibt. Die Rundreise mit dem Bus dauert vom 2.-11.9.2012 und kostet pro Person im DZ mit Halbpension und 2 Bootsfahrten 1.199 Euro, EZ-Zuschlag  300 Euro. Auf dem Programm stehen u.a. das römische Theater in Orange, die alte Papststadt Avignon, Nîmes und der Pont du Gard, Aix-en-Provence, die 2600 Jahre alte Hafenstadt Marseille mit ihrem Hafen, die mittelalterliche Festung Les Baux, Arles und die Camargue mit Aigues Mortes sowie die Universitätsstadt Montpellier. Außerdem gibt es einen freien Tag am Meer in der Nähe von Sète.

Nähere Informationen und Anmeldungen zu beiden Reisen bei Frau Susanne Harbich von OTTO-Reisen (Tel.: 05527-98180) und Chr. Tasiaux (Tel. s. Impressum)

(H. Zentgraf)

 

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Studienreise nach Sardinien

Diese Studienreise mit Johannes „Giovanni“ Meinhard findet in der 2. Septemberhälfte voraussichtlich ab 20.9. statt. Es geht mit dem Flugzeug von Hannover nach Olbia, das Standorthotel wird im nördlichen Teil Sardiniens sein. Auf dem Programm stehen u.a. die Costa Smeralda mit Porto Cervo, Santa Teresa di Gallura, der Arcipellago della Maddalena, der Tempio Pausania, Castelsardo, die Grabungsstätte mit den Nuraghen, das zentrale Gennargenti-Gebirge mit den Orten Nuoro und Orune und die “spanische Stadt” Alghero. Die Kosten im DZ mit Halbpension betragen voraussichtlich 900 bis 1000 Euro. Sobald das Programm fertig ausgearbeitet ist, erhalten alle Mitglieder im Januar 2012 eine ausführliche Reisebeschreibung.

(H. Zentgraf)

 

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Zu Gast bei Uta und Rotkäppchen

Bei strahlendem Herbstwetter machten sich 20 Mitglieder der DIG Hi in 5 Privatwagen am letzten Septemberwochenende auf den Weg nach Thüringen. Dort hatten wir eine Nacht in Freyburg im malerisch in den Weinbergen gelegenen Hotel „Zum Edelacker“ gebucht. Man empfing uns mit einem leckeren Imbiss und einem Glas Rotkäppchen-Sekt als Einstimmung auf die nächsten beiden Tage. Bald konnten wir auch Dr. Elbern und Frau in unserer Mitte begrüßen; unser langjähriger Referent hatte das Programm dieser Tage mitgestaltet.

ReisgruppeMittags stieß dann mit Frau Ehret die jüngste Stadtführerin von Freyburg zu uns und zeigte uns ihre Heimatstadt, die von Schloss Neuenburg beherrscht wird. Freyburg ist eine Stadt des Mittelalters, die ihren Namen der Tatsache verdankt, dass die Bürger frei von Steuern und Zöllen lebten. Durch die herbstlich gefärbten Weinberge, die Freyburg geprägt haben, ging es in die Stadt hinab. Frau Ehret präsentierte uns Geschichte und Geschichten auf unterhaltsame Weise. So besuchten wir die Ehrenhalle für Turnvater Jahn., die heute ein Museum für den Begründer der deutschen Turnfeste ist. In der Marienkirche bewunderten wir einen Riemenschneider-Altar. Das frühere Hospiz Laurentius ist heute ein Altenpflegeheim und der größte Arbeitgeber der Stadt. Der schöne Marktplatz besteht erst wieder seit 2003 in seiner heutigen Form. Dort endete auch unser Rundgang und wir probierten roten Federweißen oder Quarkkeulchen.

Anschließend besichtigten wir die Rotkäppchen-Sektkellerei, die schon 1856 gegründet wurde und deren Produkte weltweit vertrieben werden. Wir konnten die Geschichte der Sektproduktion kennen lernen, von Eichenfässern mit traditioneller Gärung bis hin zur modernen Gärung im Stahltank. Und wir bewunderten auch den schönen Lichthof mit dem Glasdach, der ursprünglich zur Lagerung des Sekts gebaut worden war, heute aber für Empfänge und Feste genutzt wird. Neben Sekt wird von dieser Firma übrigens auch Nordhäuser Korn und Chantré produziert. Und zum Abschluss gab es an der Bar ein Glas Rotkäppchen Rosé. Die meisten von uns deckten sich im Shop mit Sekt, Gläsern oder anderen Präsenten ein, ehe wir wieder zum Hotel emporstiegen.

In der anschließenden Freizeit wanderteen einige zum Schloss empor, das gleich neben dem Hotel liegt. Dort zeigte mir ein freundlicher Führer kostenlos die Doppelkapelle mit dem oberen für den Herrscher bestimmten Raum und der unteren „Personalkapelle“. Und all das, weil das Schloss nur noch 1 Stunde geöffnet hatte. Dafür habe ich die Aussicht auf die Stadt und den Bergfried bei einem Rundgang genossen.

Am Abend saßen wir dann noch lange beim kalt-warmen Büffet und Saale-Unstrut-Weinen zusammen.

Den nächsten Höhepunkt bildete unser Besuch in Naumburg. Wir hatten dort eine Führung durch die Ausstellung „Der Naumburger Meister“ im Dom Peter-und-Paul. Frau Dr. Scheve stellte uns zuerst Kunstwerke aus französischen Kathedralen wie Reims, Chartres und Strasbourg vor, die auf die Zeit der Uta von Naumburg einstimmten. Ich war erstaunt, wie viele französische Originale hier zu sehen waren und in welchem Zusammenhang sie zur Uta zu sehen sind. Im Zentrum unseres Rundganges von 90 Minuten stand dann der Westchor der Kirche mit den Stifterfiguren und ihrer Geschichte. Zum ersten Mal waren hier weltliche Herrscher im Chorraum einer Kirche dargestellt. Doch leider reichte die Zeit nicht aus, noch die anderen Ausstellungsorte wie das „Schlösschen“ oder das Stadtmuseum „Hohe Lilie“ zu besuchen.

Nach der Mittagspause fuhren wir zum Kloster Pforta, das 1137 von Zisterziensern gegründet wurde. Später wurde daraus eine berühmte Eliteschule, zu den Schülern gehörten u.a. Klopstock und Nietzsche. Auch heute ist hier noch ein Internat untergebracht, das inzwischen auch Mädchen besuchen dürfen. Auf unserem Rundgang trafen wir auch die beiden Mädchen auf dem Foto, die uns wegen des Firenze-T-Shirts auffielen. Firenze-PulloverSie fühlen sich – auch in den alten Mauern – sehr wohl und finden die dortige Atmosphäre, ihre Lehrer und den Schulstoff gut. Doch auf Nachfrage von Dr. Elbern bestätigten sie, dass heute hier kein Griechisch mehr unterrichtet wird. Uns gefiel auch die alte Kirche mit neogotischem Kreuzgang gut.

Anschließend ging es noch nach Bad Kösen, wo wir auf den Spuren von Käthe Kruse und ihren Puppen wandelten, die wir im „Romanischen Haus“ bewunderten. Wer sich nicht für Puppen interessierte, besichtigte mit Dr. Elbern die Gradierwerke mit einem einzigartigen Kunstgestänge. Bad Kösen war schließlich bis 1859 Soleheilbad.

Herzlichen Dank an Frau Arndt und Herrn Blasig, die diesen Ausflug zusammen mit Herrn Elbern geplant und durchgeführt haben. Es war ein wunderschönes Wochenende.

(Text: Heidemarie Zentgraf, Fotos: C. Graen, H.-J. Blasig)

 

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Eine Begegnung in Pavia

Es war am Samstag, dem 15. Oktober dieses Jahres, als wir dem Heimatmaler Gigi Viciani in seinem Atelier an der „Piazza Cavagneria“ im Herzen der Altstadt hinter dem Domplatz begegneten. Es war ein spontaner unprogrammierter Besuch.

Wir wollten einen Spaziergang durch die malerischen Gassen der mittelalterlichen lombardischen Stadt machen und stießen auf den „Maestro“, der gerade beim Malen eines Stilllebens war: etwas frisches, auf dem morgendlichen Markt gekauftes Obst war das Motiv auf der Leinwand. Besuch beim Maler VicianiEin Gefühl der Freude und ein Augenblick plötzlicher tiefer Freundschaft überfielen uns. Wir bewunderten seine Bilder, die an den Wänden seines Ateliers hingen: Ölbilder, die die Stadt Pavia mit ihren alten romanischen Kirchen, ihren malerischen Ecken und ihren ziegelroten Dächern verewigen, inspiriert durch die namhafte Heimatdichterin Ada Negri. Eine Hommage des Künstlers an die Dichterin, die zur Jahrhundertwende die stille Schönheit von Pavia besang. Fotos wurden geknipst, und der „Maestro“ schenkte den deutschen Besuchern einen Katalog mit seinen Bildern. Darunter die eigenhändige Unterschrift des „Maestro“. Ein „Auf Wiedersehen in Hildesheim“ war der von Herzen kommende Abschiedsgruß.

Gigi Vicianis Motto:
In meinen Bildern möchte ich das Leben...
das Leben samt seinen Blumen, Früchten, Dingen, Landschaften
zum Ausdruck bringen.
Das Leben, das in uns ausbricht, durch uns fließt,
mit seinen Liebesgeschichten und Lebensleiden, aber vor allem
mit seinen Farben...
Die Farben des Lebens!!!
Meine Farben.

Wer ist Gigi Viciani?

Gigi Viciani, 1938 in Pavia geboren, hat zwei große Leidenschaften: Die Malerei und die Musik. Er besuchte die Kunstakademie und widmete sich der Zeichenkunst und der Malerei. Er pflegte auch die musikalische Seite seines Talents. Er ist Tenor und liebt sowohl die Opernmusik als auch die moderne Musik. Über allem steht aber bei ihm die Malerei.

1973 ist das Jahr seiner ersten Ausstellung. Danach stellte er seine Bilder in den wichtigsten italienischen Bildgalerien aus und bekam stets Anerkennung von der Kritik und vom Publikum.

Seine Malerei ist gut lesbar und figurativ. Sie repräsentiert die Kunstrichtung der Paveser Malereischule. Gigi Viciani malt gern Dinge aus dem Alltagsleben und vor allem malerische Ecken von Pavia, seiner Heimatstadt, die er innig liebt und die er sieht, wie sie sich im Laufe der Zeit dargestellt und verändert hat.

Seit 2004 hat er sein Atelier im Herzen der Altstadt, die „Galleria Arte 17“ am Cavagneria-Platz 17, in der er Malereikurse hält und vor dem Publikum malt. Er wird von seiner Ehefrau Giovanna bzw. seinen beiden Töchtern Alexandra und Simona in seiner Tätigkeit als Maler und Sänger liebevoll unterstützt.

Ein Beitrag von Alessandra Crotti, Stadtführerin für die Lehrer der Friedrich-List Schule bei ihrem Besuch vom 14. bis 21. Oktober 2011 in Pavia anlässlich des 150jährigen Bestehens der Partnerschule „Bordoni“.

 

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Giuseppe Verdis „Luisa Miller“ in Braunschweig

Wir wollen wieder einmal ins Staatstheater nach Braunschweig fahren. Dort gibt es am Sonntag, 25.2.12, um 18 Uhr die Oper „Luisa Miller“ von Giuseppe Verdi in italienischer Sprache. Diese Oper basiert auf Friedrich Schillers „Kabale und Liebe“ und gehört zu den frühen Werken des Italieners. Die Karten in der 3. Preisgruppe kosten voraussichtlich 33 Euro, es ist nur ein beschränktes Kontingent reserviert. Interessenten melden sich bitte bis 10.01.12 bei Frau Zentgraf (Tel. und E-Mail im Impressum). Dann können auch Einzelheiten bezüglich Transfer geklärt. (zen)

 

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La Bohème: Große Oper im Stadttheater Hildesheim

Wer große italienische Oper erleben möchte, kann das auch in Hildesheim. Hier steht zurzeit Puccinis „La Bohème“ in italienischer Sprache auf dem Programm. Ich habe die Premiere gesehen und war begeistert. Ein schönes Weihnachtsbühnenbild im 2. Akt, auch die Atelierwohnung der jungen Leute ist karg, aber passend. Die Sänger sind junge mit schönen Stimmen und Uwe Tobias Hieronimi führt als Hauswirt Benoit mit Reimen durch das Stück führt und macht damit die Übertitel überflüssig. Besonders gefallen haben mir Annabelle Pichler als anrührende Mimi, Christian S. Malchow als Dichter Rodolfo, Timothy Sharp als Maler Marcello und die hinreißende Regine Sturm als verführerische Musetta. Doch auch die 2. Besetzung soll sehr gut sein. Es gibt nur noch wenige Termine, Informationen und Tickets gibt es im TfN

(Heidemarie Zentgraf)

 

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Weihnachtlicher Jahresabschluss mit der DIG Hi

 Aufgrund organisatorischer Probleme wurde das Programm der letzten Veranstaltung in diesem Jahr verändert. Die weihnachtliche Feier findet statt an Samstag, 17.12. ab 19.30 Uhr im Ristorante „La Gondola“ im Ostertor. Wie immer wird ein mehrgängiges Menu serviert und dazwischen gibt es „musikalische Überraschungen“. Der Eintritt kostet 25 Euro. Anmeldung umgehend bis 12.12.2011 bei Enzo Iacovozzi, (Tel. s. Impressum) (zen)

 

 

 

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Picasso – Magie der Graphik

 Zurzeit läuft diese interessante Ausstellung im Roemer-Pelizaeus-Museum und die DIG Hi lädt alle Mitglieder und Freunde zu einer Führung durch diese Sonderausstellung ein. Sie beginnt am Samstag, 28.1.2012, um 14 Uhr und dauert 45 Minuten. Treffpunkt ist um 13.50 Uhr im Eingangsbereich des Museums. Der Eintritt kostet 8 Euro (Gruppenpreis), für Mitglieder des Museumsvereins mit Ausweis ist er frei. Nichtmitglieder zahlen 3 Euro für die Führung, die für Mitglieder frei ist. Anmeldung bis 15.1.2012 bei Dr. Vogel per Telefon oder E-Mail (s. Impressum) bzw. bei den Veranstaltungen der DIG Hi. (zen)

 

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Sprachecke Italienisch: Un po' di tutto

 

Achtung! Falsche Freunde!  
   
deutsch
 
italienisch
     
Note (Zensur)  =  voto
Anmerkung  =  nota
     
Dose  =  catola, barattolo, lattina, latta
Dosis, Menge, Ration    =  dose (la)
     
     
     

Ein deutsches Wort und viele italienische: fahren

andare  =  landiamo a Roma.(fahren / gehen)
viaggiare  =  normalmente viaggio in automobile (reisen)
guidare  =  non bevo più perchè devo guidare (lenken, steuern)
fare servizio  =  questo treno non fa servizio d' inverno (verkehren)
ti porto a casa  =  ich fahre dich nach Hause
tenere la destra  =  rechts fahren
fare marcia indietro  =  rückwärts fahren
attraversare una città  =  durch eine Stadt fahren

Manfred Blank

 

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Weitere Informationen

 
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Leitung der Redaktionen

  • Apr. 1995 - Aug. 1996:
    Leonardo Civale
  • Nov. 1996 - Jan. 1998:
    Dr. Michele Lodeserto
  • Apr. 1998:
    Fabrizio Capilupo
  • Sept. 1998 - Juli 2000:
    Enzo Iacovozzi
  • seit Juni 2002:
    Heidemarie Zentgraf