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Die Zeitschrift IL PONTE erscheint drei- bis viermal im Jahr. Die Verteilung erfolgt kostenlos an die Mitglieder durch Postversand sowie an die Besucher der Veranstaltungen. Namentlich gekennzeichnete Artikel geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

 

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Leitung der Redaktionen

  • Apr. 1995 - Aug. 1996:
    Leonardo Civale
  • Nov. 1996 - Jan. 1998:
    Dr. Michele Lodeserto
  • Apr. 1998:
    Fabrizio Capilupo
  • Sept. 1998 - Juli 2000:
    Enzo Iacovozzi
  • seit Juni 2002:
    Heidemarie Zentgraf

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Il Ponte 15. Jg. Nr. 4: Dezember 2010

 

Logo der Zeitschrift "Il Ponte"

 

 

 

10, 11, 12

…schreib doch mal schnell einen Mehrzeiler über die DIG-Weihnachtsfeier, damit er noch rechtzeitig in den „Ponte“ vor den Festtagen kommt…Das erinnert mich an Journalisten, die wichtige Ereignisse auch immer sofort kommentieren müssen, damit der Leser nicht vor Langeweile gähnt.

Also: In der richtigen Reihenfolge gelesen, steht schon mal das Datum der Feier in der Überschrift. Und: Essen und Trinken in „La Gondola“ gut, Stimmung gut, Iris Marlins Gesangseinlage wie gewohnt gut, Gitarrist und Akkordeonspieler genauso gut.

Nichts besonders Auffälliges? Doch: Minuccio hatte eine neue Kellnerin, die eigentlich gar keine war. Wir wollten von ihr zu jedem Gang eine passende Weinempfehlung haben. Aber wie merkt man sich Minuccios Weinkarte? Verblüffende Lösung: Man schreibt alles Wichtige in die Handflächen. So vorbereitet, konnte Maria uns alle Wünsche erfüllen und z. B. auch sämtliche Barrique-Zeiten nennen. Sie war wirklich eine Bereicherung für den Abend und behandelte ihre Gäste offenbar so wie eine gute Gastgeberin zuhause. Minuccio hat uns sogar verraten, dass er sie am liebsten zur jährlichen Olivenernte in seine Heimat mitnehmen würde. Geht aber nicht, weil dort nur Männer zugelassen sind. Wirklich schade für Minuccio…
(Text: Hans-Jürgen Blasig)

 

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Zur Weinlese in den Langhe d’Alba (Piemont)

Viele Leser des „Ponte“ werden sich erinnern: Marisa und Franco Oberto waren vor längerer Zeit in Hildesheim gewesen und hatten ihre selbst produzierten piemontesischen Weine auf einer Weinprobe vorgestellt, nicht nur den spritzigen Dolcetto, auch den eleganten Barbera, den ausdrucksstarken Nebbiolo und – als Krönung – den großen Barolo. Ihr Weingut in der Ortschaft La Morra liegt in Sichtweite des Schlosses von Barolo, und dort betreiben sie nicht nur den Weinbau, sondern auch den Agriturismo „Il Gelso“ – der Maulbeerbaum. Davon hatten sie schöne Prospekte mitgebracht. Das alles schmeckte uns ausgezeichnet, hörte sich gut an und sah auch gut aus. Aber zum Fühlen und Riechen muss man schon selbst hinfahren.

Weinlese 1Wir hatten unseren Reisetermin auf die 2. Hälfte September in der Hoffnung gelegt, die Weinlese mitzubekommen. Die wurde allerdings von Tag zu Tag verschoben. Das Wetter war einfach zu gut, jeden Tag Sonne, und die brachte jeden Tag noch mehr Fruchtzucker. Da war es schon gut, dass wir zwei Wochen geblieben waren. So konnten wir immerhin helfen, die Arneis-Trauben zu ernten. Das heißt: Wer nun im nächsten Jahr im „Gelso“ mit einem „Aperitivo“ des weißen Sassi-Weines willkommen geheißen wurde, sollte wissen: diese Trauben haben wir (mit-)geerntet. Nach dem Weißwein wurde der rote gelesen: zuerst der Dolcetto. Nur die Ernte des Nebbiolo haben wir nicht mehr mitgemacht, das Wetter blieb zu gut. Tipp für spätere Reisende: 4 statt 2 Wochen buchen.

Als wir ankamen, war noch eine „perturbazione“ am Himmel, und auf den Wegen standen noch die Pfützen. Aber es klarte gleich auf, viel Sonne und viel Dunst. Wir fanden die hügelige Landschaft voller Weinstöcke sehr schön. Am vierten Tag kam Wind auf, warm, und wir dachten, jetzt ist die Herrlichkeit zu Ende. Falsch. „Stupendo“. Im Osten die Höhenzüge der Langhe in größter Klarheit, im Süden die Kette der Seealpen zum Greifen nahe, und erst im Westen und Norden: über den cottischen Alpen der Monviso in ganzer Pracht, weiter Val di Susa, Mont Cenis, das Massiv des Gran Paradiso, und fern im Norden der Monte Rosa und alle Walliser Gipfel. Jetzt erst wussten wir, wo wir waren: in Piemont.

Das angeblich so schöne Turin ließen wir hinten links liegen. Zwar nur eine gute Autostunde entfernt, aber man soll dort auch so gut essen und trinken, dass man mit der Rückfahrt vielleicht ein Problem hat – und der Zug ab Bra (15 km entfernt) 7.26 Uhr in der Frühe – ist das eine Alternative?

Weinlese 3 Wir haben in La Morra und der nächsten Umgebung schon genug zu sehen gehabt. Und zu essen. Gewisse Kenntnisse der Landessprache sind nötig. Nicht überall gibt es Speisekarten. Man bekommt erzählt, was die Küche heute hat. Dann sollte man wissen, dass „trippa“ Kaldaunen heißt, „coda di vitello“ Kalbsschwanz, „faraona“ Perlhuhn, „anguilla“ Aal, „lumache“ Schnecken usw. Aber Weinlisten gibt es, und die braucht man auch, denn – wie sonst in Italien – einen halben Liter offenen Roten oder Weißen – das haben sie hier nicht. Man bestellt Flaschen. Und nicht immer kann man sich die teuren Barolo oder Barbaresco für 200 oder 240 € leisten, dann greift man vielleicht doch lieber zum Nebbiolo für 18 oder Barbera für 14 €. Und es gibt natürlich auch, für Schwaben und Schotten, schon einen Dolcetto für 7 € die Flasche. Ein Problem gab es nur am Dienstag. Als wir vor der 5. Trattoria standen, die wegen Ruhetag geschlossen hatte, erinnerten wir uns des alten Sprichwortes: Eigener Herd ist Goldes wert. Da wurde die Küchenzeile im Agriturismo genutzt, Ravioli al plin (= handgemacht mit Kniff) hatten wir als eiserne Reserve im Kühlschrank. Und Wein vom „eigenen“ Weingut hatten wir auch genug da; und so saßen wir, das Weinglas ständig schwenkend (das macht man hier so) auf unserer Terrasse im Mondenschein.

Den gelobten Vortrag von Nico Strube über die Mythen der Mittelmeerpflanzen haben wir leider verpasst. So wissen wir nicht, was es alles mit der Zeder auf sich hat. Aber eine Zeder hat es in sich: sie steht auf dem Gipfel eines vollkommen mit Weinstöcken bewachsenen Hügels, Nebbiolo-Trauben, Barolo-Wein. Ein junges Paar, Weinbauern er und sie, haben sie gepflanzt, zu ihrer Hochzeit, als Zeichen ihrer unverbrüchlichen Liebe und als Ehrbezeugung gegen den heimischen Boden. Und da steht diese Zeder, seit 1856, ein großer, überwältigender Baum, und das Weingut in der Nähe sieht aus, als habe der heimische Boden in den 150 Jahren seither seinen Besitzern alle Ehre gemacht und reiche Frucht getragen.

Bedauerlich war nur, dass uns die Deutsch-Italienische Gesellschaft nicht vor unserer Reise mit den großen Umhängen und Insignienketten des Ordens der Cavaliere di Tartuffo ausgestattet hatte. Die hatten ihren Kapitelkonvent im Castello di Grinzane Cavour (6 km entfernt), und da fühlten wir uns doch etwas „underdressed“ in unserem Touri-Outfit mit weißen Sandalen, Bermuda-Shorts, das Hemd über der Hose, den Belly-Bag davor und die Dicke-Tal-Kamera am Bändel um den Hals.

Das passte einfach nicht zu den Signori, Cavalieri, Conte und Marchese – und erst recht nicht zu ihren Damen, diesen ausgesprochenen „donne elegante“. So konnten wir auch das Neueste über die Trüffel-Versteigerung in Alba nicht erfahren, und über die neuesten Rezepte, mit denen die feine piemontesische Küche Jahr für Jahr noch weiter verfeinert wird. Schade. Aber das Logo dieser Bewegung, die Schnecke, das Zeichen von „Slow-Food“ begegnete uns weiter, allenthalben – und sie haben ja so recht, dem weltweiten, industrialisierten Fast-Food-Wahn den Kampf anzusagen, dieser Unkultur, die selbst vor Italien nicht halt gemacht hat.

Weinlese 2 Ein reiches Land, dieses Piemont: die Weinberge so gepflegt und akkurat, die Nussplantagen (Ferrero braucht die Haselnüsse für Nutella), die Blumen- und Gemüsegärten – die reifen Feigen fielen uns buchstäblich auf den Teller, wenn wir auf unserer Terrasse saßen. Und eine wunderbare Ruhe, zur Siesta beispielsweise, wenn auf dem Weingut selbst der Hahn seine Pause machte und nur ein paar verschwitzte Wanderer noch durch die Vigne tigerten (ob das Deutsche waren – oder Schweizer?).

Aber früh am Morgen wurden wir geweckt, der Hahn kräht das erste Mal lange vor Sonnenaufgang. Man tritt auf den Balkon, und hoch im Osten, über den Hügelketten der Langhe steht strahlend die Venus am Himmel und verkündet einen neuen Tag voll Sonne und Glück.

Schwer übrigens war die Arbeit bei der Weinlese nicht. Zusammen mit (meist) älteren Dorfbewohnern, Freunden und Verwandten von Franco und Marisa und nicht endendem „chiacchierare“ (plaudern) füllten wir schnell die Plastikkästen mit den Trauben, und Franco kam sie dann mit dem kleinen Traktor abholen.

Wer mehr über den Agriturismo „Il Gelso“ wissen will, der surfe im Net: www.agriturismoilgelso.it. Man kann auch faxen oder mailen: agri@agriturismoilgelso.it. (chiocciola heißt „Schnecke“, so sprechen die Italiener das @ aus, weil es so aussieht). Aber eigentlich mailen oder faxen die Italiener doch nicht so gern. Sie telefonieren lieber – es ist so menschlich, „pronto, mi dica ......“
(Text u. Fotos: Eva und Hans-Ullrich Kaether)

 

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Einladung Mitgliederversammlung 2011

Liebe Italienfreunde,

satzungsgemäß möchte ich Sie zu unserer diesjährigen
Mitgliederversammlung
einladen. Sie findet statt
am Dienstag, 15. März 2011, um 19.30 Uhr,
im Ristorante „La Gondola“, Obergeschoss, Osterstr. 41 in Hildesheim.

Tagesordnung:

  1. Begrüßung
  2. Genehmigung der Tagesordnung
  3. Bericht des Vorsitzenden
  4. Bericht des Schatzmeisters
  5. Bericht der Kassenprüfer
  6. Entlastung des Vorstands
  7. Wahl der Kassenprüfer
  8. Entscheidung über eingereichte Anträge. Diese müssen spätestens acht Tage vor der Mitgliederversammlung beim Vorstand eingegangen sein
  9. Verschiedenes

Ich würde mich freuen, Sie an diesem Abend begrüßen zu dürfen.
Nach der Versammlung besteht noch die Möglichkeit zum geselligen Beisammensein

Cordiali saluti Christian Vogel

 

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Serata Piemontese im Ristorante „La Gondola“

Auch in diesem Jahr präsentierte Franco Oberto aus La Morra im Piemont wieder an zwei Abenden seine Weine in Hildesheim, leider konnte ihn seine Frau Marisa aus familiären Gründen nicht begleiten. Ich nahm an dem Abend in der „Gondola“ teil und da ich dieses Weingut noch nicht kannte, war ich gespannt, was uns präsentiert würde. Das italienische Essen war vom Wirt auf die Weine aus dem Piemont abgestimmt.

Als ersten Gang gab es eine Fischvorspeise, u.a. mit Sardinen, die von dem leichten und fruchtigen Arneis, dem einzigen Weißwein, begleitet wurde. Zu der folgenden Fleischvorspeise mit Salami und Tartar wurde ein Dolcetto gereicht, nach Aussage von Minuccio ein Wein für den täglichen Genuss. Der Höhepunkt für mich waren die Ravioli con tartuffi mit Barbera, der fruchtig und angenehm im Geschmack war. Als Hauptgericht gab es Rinderbacke auf Polenta mit einem kräftigen, dunkelroten Barolo. Den Schlusspunkt setzte ein Dessert mit gedünsteter Birne. Und auch der Espresso, den ich und meine Tischnachbarin zum Abschluss bestellten, war eine Aufmerksamkeit des Hauses und stand nicht extra auf der Rechnung.

Den ganzen Abend über lief ein Video, das die ca. 40 Gäste, Mitglieder der DIG und Stammgäste der „Gondola“, auf das Weingut und die Landschaft des Piemont einstimmte. Es gab genau die Stimmung und den Eindruck wieder, den die Kaethers in ihrem Reisebericht beschreiben. Ich fand es als Neuling nur schade, dass es keine weiteren Informationen zu den Weinen gab. Könnte es nicht beim nächsten Mal eine Broschüre mit Beschreibung der Weine und den Preisen geben? Die könnte man dann auch an Bekannte weiterreichen und damit auch Werbung für den Winzer machen.

Es war ein netter Abend mit netten Menschen, gutem Essen und gutem Wein, der bei mir wieder Lust auf das Piemont geweckt hat. Wir konnten die Weine auch bestellen und hoffen nun, dass wir sie rechtzeitig vor Weihnachten erhalten, um dann vielleicht noch ein „natale piemontese“ feiern zu können.
(Heidemarie Zentgraf)

 

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Die Etrusker

Die Entdeckung ihrer Kunst seit Winckelmann

Noch heute fasziniert die Kunst und Kultur der Etrusker die Menschen. Ausstellungen zu diesem Thema haben in den letzten Jahren immer viele Besucher angezogen. Das Museum August Kestner in Hannover widmet sich nun vom 25.11.2010 bis 27.02.2011 der Entdeckung und Erforschung der oft rätselhaften Kunst dieses Völkerstammes seit dem 18. Jahrhundert. Bereits Thomas Dempster (1579 – 1629) und Francesco Gori (1691 – 1757) veröffentlichten Werke mit Abbildungen etruskischer Denkmäler. Durch die Gründung der Etruskischen Akademie in Cortona schließlich erfuhr die Erforschung dieses Volkes einen großen Aufschwung. Johann Joachim Winckelmanns (1717 – 1768) „Geschichte der Kunst des Altertums“ von 1764 stellt einen ersten Versuch dar, die Entwicklung der etruskischen Kunst und ihre Stilepochen darzustellen. Gleichzeitig wurden viele neue Fragen aufgeworfen: Ist alles, was in der Toskana gefunden wurde, etruskisch? Wie kamen die in Etrurien und Kampanien gefundenen griechischen Vasen, die man zuerst für etruskische Werke hielt, nach Italien?

Auch der Bezug zwischen der etruskischen Götterwelt und der der Griechen wurde damals untersucht. Zu der Zeit wurden auch die ersten, mit wunderbaren etruskischen Wandmalereien ausgestatteten Gräber freigelegt.

In der Ausstellung werden die Fragen des 18. Jahrhunderts im Lichte der heutigen Forschung beleuchtet. Zahlreiche Denkmäler, die auch aus den Beständen des Museums August Kestner stammen, veranschaulichen die Thesen. Denn auch August Kestner hatte bereits im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts selbst in Etrurien gegraben.
(Heidemarie Zentgraf)

Hinweise zum gemeinsamen Besuch dieser Ausstellung

 

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Schätze im Himmel - Bücher auf Erden

Ausstellung in der Herzog-August-Bibliothek in Wolfenbüttel

Viele Leser erinnern sich sicher noch an die prachtvolle Ausstellung mit Handschriften aus dem Michaeliskloster im Hildesheimer Dommuseum. Derzeit wird dieses Museum ja umgebaut und deshalb sind viele Schätze ausgeliehen. Vom 5.9.10 bis 27.2.11 findet in der Herzog-August-Bibliothek in Wolfenbüttel eine Ausstellung statt, in der viele dieser Bücher, die heute in alle Welt verteilt sind, wieder einmal zusammen zu sehen sind. Dazu gehört das Stammheimer Missale, das dem Getty-Museum in Los Angeles gehört. Es wird nun zum ersten Mal wieder in Europa ausgestellt. In Wolfenbüttel sind nun 20 Lehr-Bücher und 12 liturgische Bücher der Michaelis-Bibliothek wieder vereinigt.

Auch Bernward, der Gründer des Klosters, wird angemessen gewürdigt. Die von ihm in Auftrag gegebenen Prachtausgaben biblischer und liturgischer Texte sollten im Jenseits als gute Taten für ihn sprechen. „Bücher auf Erden“ waren für ihn „Schätze im Himmel“. Nach seinem Tode haben sich die Mönche des Michaelisklosters auch sehr für die Heiligsprechung ihres Bischofs eingesetzt. Dafür entstand zum Beispiel 1159 das prächtige, vom Mönch Ratmann geschriebene Sakramentar, von dem aber nur noch die Bilder original sind. Die Abnutzungsspuren der um 1400 neu geschriebenen Messordnung belegen, dass es sich um ein Buch für den täglichen liturgischen Gebrauch handelte. Auf dem Widmungsblatt steht Bischof Bernward gleich groß neben Christus, dem Ratmann kniend sein Buch zu Füßen legt. Wie bekannt, waren die Bemühungen der Mönche erfolgreich und Bernward wurde schon 1192 heilig gesprochen. Inzwischen wird diese sorgsam präsentierte Schau auch noch durch das Evangeliar Heinrichs des Löwen ergänzt. Damit bildet die Ausstellung einen schönen Epilog zum Michaelis-Jubiläum. Bei Interesse bietet die DIGH einen Tagesausflug mit der Bahn nach Wolfenbüttel mit Besuch der Ausstellung an einem Samstag im Januar oder Februar 2011 an.
Informationen gibt es bei Frau Zentgraf.

 

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Logo?

Rast bei der BraunkohlwanderungWas tut man, um ein neues Logo zu kreieren?

Man kann (wie die Stadt Hildesheim) 50.000 Euro ausgeben und hoffen, ein Original zu erhalten. Oder man macht eine Braunkohlwanderung und bittet die Teilnehmer – mit der Aussicht auf die Braunkohlkönigswürde – ein Logo für die Städte-Dreiecksbeziehung Hildesheim-Angoulême-Pavia zu entwerfen.

Sie glauben gar nicht, wie viel Kreativität nach 3 Stunden Wandern noch möglich ist! Viele interessante Entwürfe lagen plötzlich vor. Und die Jury in Person unserer Oberkellnerin hat die Skizze von Inga – die damit die jüngste Braunkohlkönigin in der Geschichte der DIG-Wanderungen wurde – als Sieger-Logo ausgesucht. Den sicherlich designtechnisch noch ausbaubaren 10-Min.-Entwurf haben wir abgebildet. Wir werden ihn mal (vielleicht gegen eine Tüte Schmalzkuchen vom Weihnachtsmarkt) dem Rathaus anbieten…Entwurf eines neuen Logos?

Übrigens: Im nächsten Jahr feiert die DIG bekanntlich ihr 20-jähriges Bestehen. Und dann soll natürlich auch die Braunkohlwanderung etwas Besonderes bieten. Wir wollen ein standesgemäßes Gänseessen mit Braunkohlbeilage anbieten. Dann sind Sie doch bestimmt auch (wieder) dabei!? Logo – oder?
(Hans-Jürgen Blasig)

 

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Verdis „Aida“ in Hildesheim

Ein Opernereignis besonderer Art

Wer glaubt, „Aida“ von Giuseppe Verdi sei nur in Verona in der Arena ein besonderes Erlebnis, der hat die Hildesheimer Aufführung noch nicht gesehen. Seit 11. Dezember steht sie im Hildesheimer Stadttheater auf dem Programm in einer Inszenierung, die einen Augen- und Ohrenschmaus bietet. Hans-Peter Lehmann hat das Stück als Beziehungsdrama in Szene gesetzt und auch als Geschenk des Theaters an das Roemer- und Pelizaeus-Museum zum 100. Geburtstag. Der Bühnenhintergrund ist als stilisierte Pyramide gestaltet. Die Kulissen sind schlicht, die Szenen nehmen aber durch Elemente wie die Standfigur des Gottes Amun, eine Sphynx, eine Hieroglyphentafel und ein Nilschiff deutlich Bezug auf den Schauplatz und das Museum. So entsteht, nicht zuletzt auch durch die Kostüme, ägyptische Atmosphäre. Gut gefiel mir die Umsetzung des Triumphmarsches als Triumphbild, das Ballett tanzt vor den Chören und Solisten, die Trompeten erklingen zum Teil vom 1. Rang (fast neben mir). Die Massenszenen sind schon eindrucksvoll auf der relativ kleinen Bühne. Doch vor allem die Solisten beeindrucken. Mir gefiel besonders die farbige Amerikanerin Tamara Haskin als ideale Aida und die leidenschaftliche Italienerin Veronica Simeoni als ihre Rivalin Amneris, die in dieser Rolle debütiert. Christian S. Malchow ist ein, auch stimmlich, beeindruckender Radames, der am Ende mit Aida lebendig begraben wird. An den leisen Stellen hat die Titelheldin ihre ergreifendsten Momente. Da das Orchester im verdeckten Graben spielt, kommen die Stimmen gut durch. Schließlich bleibt noch zu erwähnen, dass die Oper in Italienisch gesungen wird, kurze Zusammenfassungen der Szenen werden an den unteren Bühnenrand projiziert – und die komplette Inhaltsangabe gibt es im Programmheft. 
(Heidemarie Zentgraf)

 

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Sprachecke Italienisch

Achtung! Falsche Freunde!  
deutsch
 
italienisch
     
Front
 =  il fronte
Stirn  =  la fronte
     
Humor  =  umorismo
Laune  =  umore
     
 

Natale – una festa molto importante

La festa più grande e più bella per tutti è Natale, non c’è dubbio. I tedeschi e gli austriaci celebrano in modo particolare la vigilia di Natale, il 24 dicembre. L’ albero di Natale sta loro molto a cuore e possono difficilmente immaginare un Natale senza albero. La mamma mette i regali sotto l’albero (abete o abete rosso) o vicino al camino e dice ai piccoli:

“Sono doni del Bambino Gesù.”

Anche molti italiani hanno l’ albero di Natale. Ma la tradizione italiana vuole il presepio. Anche il ramo di vischio è molto popolare. San Francesco d’ Assisi è stato il primo a fare un presepio. Il cenone dopo mezzanotte è considerato molto importante in alcune regioni d’ Italia.

 

Ecco un canto natalizio molto famoso e conosciuto in tutto il mondo

Tu scendi dalle stelle, o Re del cielo,
e vieni in una grotta al freddo e al gelo,
e vieni in una grotta al freddo e al gelo.
O Bambino mio divino, io ti vedo qui a tremar.
O Dio beato
Oh, quanto ti costò l'avermi amato!
Oh, quanto ti costò l'avermi amato!

A te che sei del mondo il Creatore,
Mancano panni e fuoco, o mio Signore.
Mancano panni e fuoco, o mio Signore.
Caro eletto pargoletto quanta questa povertà
Più mi innamora, giacchè ti fece amor povero ancora,
Giacchè ti fece amor povero ancora.

(Manfred Blank)

 

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Redaktionsschluss

Die nächste Ausgabe von „Il Ponte“ erscheint im März 2011.
Redaktionsschluss: 16.03.2010

 

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Weitere Informationen

 
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  • Apr. 1995 - Aug. 1996:
    Leonardo Civale
  • Nov. 1996 - Jan. 1998:
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  • Apr. 1998:
    Fabrizio Capilupo
  • Sept. 1998 - Juli 2000:
    Enzo Iacovozzi
  • seit Juni 2002:
    Heidemarie Zentgraf