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Unsere Vereinszeitschrift

Die Zeitschrift IL PONTE erscheint drei- bis viermal im Jahr. Die Verteilung erfolgt kostenlos an die Mitglieder durch Postversand sowie an die Besucher der Veranstaltungen. Namentlich gekennzeichnete Artikel geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

 

In diesem Archiv können Sie in ausgewählten Artikeln unserer Mitgliederzeitschrift stöbern. Einige sind im pdf-Dateiformat abgespeichert. Um sie lesen zu können, benötigen Sie z.B. einen "Acrobat Reader ©". Falls er auf Ihrem Rechner noch nicht installiert sein sollte, können Sie ihn über diesen Link herunterladen: http://www.adobe.com/de/

 
Leitung der Redaktionen

  • Apr. 1995 - Aug. 1996:
    Leonardo Civale
  • Nov. 1996 - Jan. 1998:
    Dr. Michele Lodeserto
  • Apr. 1998:
    Fabrizio Capilupo
  • Sept. 1998 - Juli 2000:
    Enzo Iacovozzi
  • seit Juni 2002:
    Heidemarie Zentgraf

Λ oben

Die Geheimnisse Italiens - I segreti d'Italia von Corrado Augias übersetzt von Sabine Heymann

Der Autor ist einer der bedeutendsten Kulturjounalisten Italiens.

Er nennt sein Buch eher eine Erzählung als einen historischen Essay oder gar ein Reisehandbuch. Für seine Leser unternimmt er eine Reise durch Raum und Zeit und – durch die Literatur Italiens. Und glaubt, dass die Literatur manchmal das Wesentliche besser zu erkennen vermöge als die Historiker. So vermischt er immer wieder Geschichte, die sich real ereignet hat, mit Geschichten aus der Literatur.

Die Erzählung beginnt mit den Italienern von Außen betrachtet, mit den Augen ausländischer Reisenden - Lord Byron, Shelly, Reisende der Grand Tour, Stendhal, Proust, Thomas Mann, Soziologen der Princeton University und Andere mehr kommen zu Wort. Das Stereotyp überwiegt: Auf der einen Seite der Medaille Italien, das Land der Schönheit und Kultur, auf der anderen die Italiener, eine geniale, aber korrupte, unzuverlässige und undisziplinierte Spezies.

Anschließend werden die Italiener von innen besehen. Augias erzählt von zwei Romanen aus dem Ende des 19. Jahrhunderts “Il cuore“ von De Amicis und „Il piacere“ von D´Annunzio. Die Helden dieser Romane stellten Archetypen der Italiener dar, wie man ihnen noch heute begegnen könnte. Der gute, anständige Italiener - per bene - bei De Amicis – heute Romano Prodi – und der unanständige - per male - bei D´Annunzio – heute Silvio Berlusconi.

Für Augias ist Italien ein Land, das aus Städten besteht, großen, kleinen, ruhmreichen und berüchtigten, die aber alle der Aufmerksamkeit wert seien. Und so versucht er, in 6 Kapiteln die Geheimnisse Roms, Mailands, Neapels, Venedigs, Palermos und des Mezzogiorno durch die Jahrhunderte aufzuspüren.

In weiteren Kapiteln beschreibt er den Lebensweg des Francesco von Assisi und die Anfänge des Franziskaner-Ordens. Die Behandlung von Parma nimmt er zum Anlass, das segensreiche Wirken der guten Herzogin Marie-Luise in ihrem Herzogtum zwischen 1816 und 1847 zu würdigen. Sie war die erstgeborene Tochter von Franz I., Kaiser von Österreich, und wurde 1810 an Napoleon verheiratet, dem sie den gewünschten Sohn gebar.

Augias rühmt Giottos und Michelangelos Darstellungen des Jüngsten Gerichts in Padua und in der Sixtinischen Kapelle. Diese und andere zahlreiche Bildnisse, Fresken, Mosaiken und Skulpturen gehören für ihn - unabhängig von ihrem künstlerischen Wert - aber auch zu den Instrumenten, mit denen die Kirche versuchte, Gehorsam zu erzwingen und die Orthodoxie zu bewahren.

Unser Autor breitet in seiner Erzählung neben den politischen Ereignissen die ganze Fülle italienischer Kultur in bildender Kunst, Architektur, Musik, Theater, Film und kulinarischen Errungenschaften aus. Besonders wertvoll ist für mich die Begegnung mit der bedeutenden italienischen Literatur der letzten Jahrhunderte, die mir bisher fremd war.

Lüften Sie selbst mit Corrado Augias die „Segreti d´Italia“!

Sein „Roman einer Nation“ ist als Paperback in deutscher Übersetzung bei C.H. Beck erschienen und kostet 12,95 €. (Henning Storck)

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