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  • Apr. 1995 - Aug. 1996:
    Leonardo Civale
  • Nov. 1996 - Jan. 1998:
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  • Apr. 1998:
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  • Sept. 1998 - Juli 2000:
    Enzo Iacovozzi
  • seit Juni 2002:
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Λ oben

Durch Verona ... mit Kunst, Geschichte und Kultur

Verona ist weltweit berühmt für seine römische Arena, wo seit 1913 die Opernfestspiele stattfinden. Jenseits der Arena bietet die Stadt überdies eine Fülle an hochkarätigen Kunstwerken aus über zweitausend Jahren Geschichte. Um bei den Römern zu bleiben: Gleich um die Ecke der Arena finden Sie das Museo Lapidario Maffeiano, das 1717 als eines der ersten Museen Europas seine Tore öffnete. Die darin enthaltenen Sammlungen an frühvenetischen, etruskischen, griechischen und natürlich römischen Inschriften wurden fast ausschließlich vom Veroneser Gelehrten Scipione Maffei zusammengetragen – eine herausragende Persönlichkeit und zu seiner Zeit europaweit bekannt.

Cover Stadtführer VeronaWenige hundert Meter entfernt in Corso Cavour erreichen Sie das imposante Castelvecchio, ab 1354 von Cangrande II. della Scala errichtet. Die darin enthaltene Pinakothek zeigt vor allem Werke Veroneser Künstler aus mehreren Jahrhunderten, von Falconetto bis Caroto und Girolamo dai Libri. Sollte Ihr Herz nicht so sehr für die Kunst brennen, empfehle ich Ihnen dennoch, es zu besuchen: Von den Wehrgängen genießen Sie eine der für mich schönsten Aussichten über die Dächer Veronas bis zu den Stadtmauern auf den Hügeln im Norden und Osten und den Voralpen.

Von Castelvecchio unternehmen Sie einen Spaziergang bis zur berühmten Basilica San Zeno, eine der bedeutendsten romanischen Kirchen Norditaliens und die beliebteste der Veroneser. Ich erwähne hier nur eines ihrer Kunstwerke: das Bronzeportal des 11.–12. Jahrhunderts, fast aus derselben Zeit wie die Bernwardstür in Hildesheim. Von der Basilica erreicht man schnell die – zu Unrecht – wenig bekannte Kirche San Bernardino, die ein Meisterwerk der italienischen Renaissance enthält, die Cappella Pellegrini, zwischen 1528 und 1557 errichtet. Der ausführende Architekt war der Veroneser Michele Sanmicheli, dessen Spuren in Verona häufig zu finden sind. Zum Beispiel, wenn Sie wieder in Corso Cavour zurückkehren und Richtung Innenstadt spazieren, treffen Sie zwei bekannte Palazzi von ihm, Palazzo Canossa und wenige hundert Meter weiter Palazzo Bevilacqua. Beide waren im 16. Jahrhundert innovativ und Vorbild für weitere Bauten.

Von Palazzo Bevilacqua aus sind Sie gleich in der Innenstadt. Betrachten Sie hier entlang des Corso Porta Borsari aufmerksam die Häuserfassaden, da es immer wieder römische Spuren zu entdecken gibt. Das gilt allerdings für ganz Verona! Sie erreichen auf dieser Straße Piazza delle Erbe, zur Römerzeit das Forum Romanum, und die benachbarte Piazza dei Signori, eine Kreation des 12. Jahrhunderts. Hier können Sie die Stadtgeschichte von den Römern bis zu den Österreichern im 19. Jahrhundert Revue passieren lassen.

Gleich um die Ecke dieser Piazza und als Abschluss dieses kurzen Spaziergangs durch Verona mag ich Ihnen die Arche Scaligere vorstellen, kunstvolle Gräber einiger Mitglieder der Familie Scala: Dieses Monument suchte im 14. Jahrhundert seinesgleichen in Europa.

Ich konnte Ihnen hier nur einen sehr kleinen Einblick in die Vielfalt der Kunstwerke der Stadt anbieten. Durch die drei Routen im Stadtführer – Römische Geschichte, Kunst sowie Palazzi und Piazze – entdecken Sie weitere, bis ins 20. Jahrhundert.

Möchten Sie nach Verona fahren? Ich empfehle Ihnen, sich gute drei Tage Zeit zu nehmen, um in die Stadt einzutauchen und ihre Schätze zu entdecken. Sie werden es genießen!

(Daniela Crescenzio)
(Die Autorin war bei uns schon als Referentin zu Gast.)

Bibliographische Angaben

Daniela Crescenzio
Verona. Stadtführer durch Kunst, Geschichte und Kultur;
232 Seiten, 100 Bilder;
ISBN: 978-3-9813046-7-1; 
€ 24,95 (In ganz Deutschland erhältlich)


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