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Die Zeitschrift IL PONTE erscheint drei- bis viermal im Jahr. Die Verteilung erfolgt kostenlos an die Mitglieder durch Postversand sowie an die Besucher der Veranstaltungen. Namentlich gekennzeichnete Artikel geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

 

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Leitung der Redaktionen

  • Apr. 1995 - Aug. 1996:
    Leonardo Civale
  • Nov. 1996 - Jan. 1998:
    Dr. Michele Lodeserto
  • Apr. 1998:
    Fabrizio Capilupo
  • Sept. 1998 - Juli 2000:
    Enzo Iacovozzi
  • seit Juni 2002:
    Heidemarie Zentgraf

Λ oben

Die Melodie der Weihnacht - Die Zampognari kommen zurück

Viele Mitglieder der Deutsch-Italienischen Gesellschaft erinnern sich noch gut an den grandiosen Auftritt der Zampognari vor drei Jahren. Jetzt kommt Roberto Giancanterino zurück, um auf der Weihnachtsfeier der DIG am Sonntag, 13. Dezember, um 19 Uhr im „La Gondola“ erneut seine Zampogna erklingen zu lassen. Zu Gehör kommen traditionelle Weisen. Und natürlich weihnachtliche Lieder aus Süditalien.

zampognariEs war sicherlich ein hartes, einsames Leben, das die Wanderhirten auf dem südlichen Apennin geführt haben. Ihr Dasein war bestimmt vom Wechsel der Jahreszeiten. Im Frühjahr zogen sie mit ihren Schafherden hinauf in die Berge, die sich in den Abruzzen im Gran-Sasso-Gebirge bis auf annähernd 3000 Meter erheben können, im Herbst gingen sie dann wieder in die tieferen Lagen, wo es noch grüne Weidegründe gab. Immer dabei hatten die Hirten ihre Instrumente, mit denen sie mitreißende, manchmal melancholische Melodien, manchmal heitere Lieder voller Lebensfreude spielen.

Seit mehr als 2000 Jahren gibt es in Süditalien die Zampogna, eine Sackpfeife mit weichem, melodiösem Klang. Zum Spielen wird Luft aus einem Luftsack durch Armdruck in die Spiel- und Bordunpfeifen geleitet. Während die Bordunpfeife den gleichbleibenden tiefen Grund- und Halteton der Melodie erzeugt, haben die beiden Melodiepfeifen Grifflöcher, um wie bei einer Flöte die Melodie zu erzeugen. Die rechte, kürzere Spielpfeife spielt die Melodie, die linke, längere die Begleitung. Im Zusammenklang aller Pfeifen entsteht die für Sackpfeifen so charakteristische Mehrstimmigkeit.

Alle Pfeifen sind von Hand aus kostbarem Zedern-, Oliven- oder Kirschbaumholz gefertigt. Der Luftsack der Zampogna besteht traditionell aus Leder, meist wurde dafür ein ganzer Ziegenbalg verarbeitet. Heute greifen die Instrumentenbauer allerdings lieber auf synthetische Materialien zurück, die besser mit der Feuchtigkeit der Atemluft zurechtkommen.

Die Zampogna kann allein auftreten. Begleitet wird sie meistens aber von anderen, ebenfalls typisch süditalienischen Instrumenten in wechselnder Besetzung. Zur Sackpfeife gesellen sich gern ein Tamburin (Tamburello), ein kleines Akkordeon (Organetto) oder eine Schalmei (Ciaramella).

Alljährlich in der Vorweihnachtszeit tauchten die Zampognari auf ihren schier endlos erscheinenden Wegen in den Dörfern und Städten auf und zogen mit ihrer Musik von Haus zu Haus. Noch heute gehört die eindringliche Musik der wild-verwegenen Wanderhirten aus den Abruzzen für die Menschen in Süditalien zur Weihnacht wie bei uns der Christbaum und die Krippe.

Längst sind es nicht mehr nur Hirten, die die Zampogna spielen, sondern Musik- und Heimatbegeisterte, die allen möglichen anderen Berufen nachgehen. Doch wo sie in ihren traditionellen Trachten mit den langen Hosen, den wärmenden Schaffellwesten und dem weiten, wehenden Umhang auftauchen, fliegen ihnen die Herzen zu.

Schon mehrfach hat Roberto Giancanterino aus der Stadt Penne seine Zuhörer in Hildesheim mit seiner Musik fasziniert. Auch seine Frau Barbara Squartecchia und Luigi Pomponio sind Musiker mit Leib und Seele. Dennoch ist es gar nicht so einfach, die heimatverbundenen Zampognari in der Vorweihnachtszeit aus den Abruzzen wegzulocken. Um so mehr dürfen sich die Zuhörer deshalb auf ein außergewöhnliches Musikerlebnis im „La Gondola“ freuen. (Text: Marita Zimmerhof)


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